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Keine Tendenz in Bürgerversammlung

Mauderode will schnell entscheiden

Mittwoch, 31. Mai 2017, 13:37 Uhr
Rund 50 Mauderöder verfolgten am Dienstagabend die Einwohnerversammlung im Saal der Agrar GmbH. Im Zuge der mittlerweile umstrittenen Gebietsreform hat das 115 Einwohner zählende Dörfchen ein kleines Privileg. Es hat tatsächlich die Wahl, wo es seine Zukunft sieht…


„Ich wage es nicht, eine Tendenz abzuleiten, würde mich aber natürlich sehr freuen, wenn die Entscheidung der Mauderöder zu unseren Gunsten ausfallen würde“, sagte Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD) im Nachgang der Einwohnerversammlung am Dienstagabend in Mauderode. Bei diesem Zusammentreffen ging es um die Frage: Bleibt Mauderode ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Werther, die sich im Zuge der Gebietsreform in Richtung Nordhausen orientiert, oder aber wechselt Mauderode zur Einheitsgemeinde Ellrich? „Mauderode kann sich frei entschieden. Laut Innenministerium ist das möglich“, bestätigte Werthers Bürgermeister Hans-Jürgen Weidt (parteilos), der die Einwohnerversammlung moderierte. Neben Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD) waren Holger Wengler und Steffen Meyer als Vertreter der Stadt Nordhausen als Gesprächspartner geladen.

Auch, wenn nur als reine Informationsveranstaltung angelegt, hatte man gehofft, eine Tendenz der Mauderöder ablesen zu können. "Das war aber tatsächlich nicht der Fall", so Weidt. Er kündigte an, dass sich der Ortsteilrat nun in den kommenden Tagen noch einmal zu dem Thema verständigen will. „Ich gehe ziemlich sicher davon aus, dass der Rat diese Entscheidung nicht allein treffen und es zeitnah eine Bürgerbefragung geben wird“, so der Bürgermeister von Werther. Sollten die Mauderöder ein Votum pro Ellrich treffen, muss der Werthersche Gemeinderat Mauderode dann noch per Beschluss ziehen lassen.

Um eine mögliche Fusion noch vor Ablauf der freiwilligen Phase am 31. Oktober dieses Jahres unter Dach und Fach zu bringen, hofft man in Ellrich auf eine Entscheidung der Mauderöder bis spätestens zum 30. September. „Dann hätten wir noch vier Wochen Zeit, um entsprechende Verträge und Beschlüsse vorzubereiten. Das ist viel Arbeit, aber machbar“, sagt Ehrhold. Weidt kündigte an, dass eine schnelle Entscheidung angestrebt sei.

Mauderode gehört seit 1994 zur Einheitsgemeinde Werther, hat aber zur benachbarten Einheitsgemeinde Ellrich enge Verbindungen, die über die gleiche Telefonvorwahl hinausgehen. So besuchen auch die Mauderöder Kinder die Schulen in Ellrich und die Ellricher Pfarrerin Hilde Jüngling ist auch für Mauderode zuständig.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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