Geschichte hautnah erleben
Mittwoch, 08. August 2001, 16:06 Uhr
Nordhausen (nnz). Lobenswert, dass es den Verein Jugend für Dora gibt. Zum sechsten Mal ermöglicht er vielen Jugendlichen aus unterschiedlichen Nationen, in einem internationalen Workcamp auf eindrucksvolle Weise den KZ-Opfern und ihrer Zeit nicht nur zu gedenken, sondern auch für das Gedenken etwas zu tun.
Der Verein Jugend für Dora empfängt bis zum 24. September 19 jugendliche Gäste aus verschiedenen Ländern zum Internationalen Workcamp in die KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora Nordhausen. Historische Fundstücke erhalten in diesem Projekt besondere Beachtung. Sie werden unter archäologischer Anleitung aufgenommen, fotografiert, beschrieben und schließlich in der archivarischen Sammlung der Gedenkstätte eingelagert. Den Höhepunkt bilden Gesprächsrunden mit ehemaligen Häftlingen des Lagers. Sie ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des KZ Mittelbau-Dora. Zusätzlich werden in privaten Unterhaltungen über persönliche Erfahrungen und Erlebnissen während der Verfolgung, im KZ und auf dem folgenden Lebensweg ergänzende Informationen näher gebracht. Durch die unterschiedlichen Formen der Erinnerung ergeben sich immer wieder Themen für weitere Gespräche und Diskussionen der Teilnehmer.
Ziel des Vereins ist es dabei nicht nur, zusammen zu arbeiten und zu leben, sondern vor allem landesbezogene Geschichte und Kultur kennen zu lernen und sich mit ihr zu befassen. Die Jugendbewegung steht deshalb für eine Form, in der die entscheidenden Kriterien überlagert und ergänzt werden können. Um diesem auch konstant gerecht zu werden, sind unter anderem viele Fahrten in andere Gedenkstätten, wie zum Beispiel Ellrich-Juliushütte oder Buchenwald, geplant.
Ines Arnold
Autor: nnzDer Verein Jugend für Dora empfängt bis zum 24. September 19 jugendliche Gäste aus verschiedenen Ländern zum Internationalen Workcamp in die KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora Nordhausen. Historische Fundstücke erhalten in diesem Projekt besondere Beachtung. Sie werden unter archäologischer Anleitung aufgenommen, fotografiert, beschrieben und schließlich in der archivarischen Sammlung der Gedenkstätte eingelagert. Den Höhepunkt bilden Gesprächsrunden mit ehemaligen Häftlingen des Lagers. Sie ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des KZ Mittelbau-Dora. Zusätzlich werden in privaten Unterhaltungen über persönliche Erfahrungen und Erlebnissen während der Verfolgung, im KZ und auf dem folgenden Lebensweg ergänzende Informationen näher gebracht. Durch die unterschiedlichen Formen der Erinnerung ergeben sich immer wieder Themen für weitere Gespräche und Diskussionen der Teilnehmer.
Ziel des Vereins ist es dabei nicht nur, zusammen zu arbeiten und zu leben, sondern vor allem landesbezogene Geschichte und Kultur kennen zu lernen und sich mit ihr zu befassen. Die Jugendbewegung steht deshalb für eine Form, in der die entscheidenden Kriterien überlagert und ergänzt werden können. Um diesem auch konstant gerecht zu werden, sind unter anderem viele Fahrten in andere Gedenkstätten, wie zum Beispiel Ellrich-Juliushütte oder Buchenwald, geplant.
Ines Arnold
