Das Schaffen von dagmar Zimmermann (2)
Haltet die Natur im Gleichgewicht
Dienstag, 16. Mai 2017, 10:55 Uhr
In unseren Breiten und darüber hinaus ist der Name Dagmar Zimmermann seit Jahrzehnten mit künstlerischer Gestaltung verbunden. Geboren wurde sie im wunderschönen Monat Mai, den der von ihr verehrte Dichter Heinrich Heine mit dieser Verszeile besang, und zwar vor 80 Jahren. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir eine Beitragsfolge von Heidelore Kneffel...
Im Jahr 2002 wagte sich Dagmar Zimmermann, inzwischen eine leidenschaftliche Keramikerin geworden, mit ihrem Erfahrungsreichtum mit fünf in der Keramikherstellung bei ihr ausgebildeten talentierten Frauen an vier große Projekte der Tonplastik.
Für Gudrun Wille, Roswitha König, Anne Jödicke, Heike Eichentopf, Gabriela Sennecke, Renate Sander, Marlis Schwerdt war das Aktionsprogramm Agenda 21, von den Vereinten Nationen auf der Konferenz Umwelt und Entwicklung mit 178 Staaten in Rio de Janeiro ins Leben gerufen, Anlass ihres künstlerischen Tuns. Bei diesem Programm geht es um die nachhaltige Entwicklung in den Städten und Gemeinden und um die Bürgerbeteiligung dabei.
Die genannten Frauen wollten unter der künstlerischen Leitung von Dagmar Zimmermann ihren Beitrag leisten. Initiiert wurde diese besondere Maßnahme von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Umweltakademie Nordthüringen, die die Geldmittel beisteuerten. Das Domizil für das hiesige Vorhaben war die Keramikwerkstatt in der Kreisvolkshochschule, denn man wollte mit Tonarbeiten das Anliegen des Erhaltes von Natur und Kultur darstellen.
Folgende Themen hatte man sich gestellt: Haltet die Natur im Gleichgewicht., Die Tage der alten Bäume sollten nicht gezählt sein., Wer nicht für die Zukunft sorgt, der hat keine., Vergesst die Altstadt nicht. Die Ideenfindung, das Studium der originalen Objekte, die zahlreichen Skizzen, die Modelle, die Handhabung des Tones, der Brennprozess – all das stellte die Gestalterinnen vor große Herausforderungen. Die Werke zeigen, dass sie diesen Weg erfolgreich beschritten. Nachdem die vier Plastiken 2003 im Foyer des Alten Rathauses durch Gerhard Tölle, Direktor der Kreisvolkshochschule, im Beisein der Keramikerinnen der Öffentlichkeit vorgestellt worden waren, wurden sie an öffentliche Einrichtungen verteilt.
In der Gemeindeverwaltung in Niedersachswerfen, Kirchplatz 2, steht eine helltonige Keramik, die eine Gipskarstformation darstellt. Zahlreiche kleinere Lebewesen bevölkern das Gestein. Das sind Raupen, Schmetterlinge, Eidechsen, Marienkäfer. Unsere Südharzer Gipskarstlandschaft ist eine erhaltenswerte. Durch den Karstwanderweg ist sie auch für Touristen zu erwandern. Immer wieder gibt es Begehrlichkeiten, diesen Rohstoff abzubauen, die Nachrichten darüber reißen nicht ab, denn im Landkreis Nordhausen befinden sich viele der oberflächennahen Vorräte an Gips und Anhydrit in Deutschlands. Erst kürzlich ließ die Nachricht aufhorchen, dass am Kuhberg, innerhalb der Gemeindegrenzen von Niedersachswerfen gelegen, zukünftig abgebaut werden soll. Das Gebiet grenzt an Harzungen und Nordhausen. Gerade in Niedersachswerfen ist man durch den enormen Abbau am Kohnstein gewarnt.
Ausstellungseröffnung im Jahr 2003 (Foto: Heidelore Kneffel)
In der Nordhäuser Keramikwerkstatt wagten sich also 2002 neben Dagmar Zimmermann Gabriela Sennecke und Heike Eichentopf an eine Tonplastik zu diesem sensiblen Thema. Es entstand ein zweiteiliges Werk.
Auf dem unteren massiven Teil mit einer schiefen Ebene befindet sich ein steiler gefährdeter Überhang des Berges. So wollte man auf die Problematik des Landschaftsraumes hinweisen. Die Oberfläche wurde auf abwechslungsreiche Art strukturiert. Auf ihr befinden sich farbig glasierte Objekte der Flora und Fauna. Den Frauen gelang es, mit dieser Tonplastik auf die Schönheit und Besonderheit diese einzigartigen Lebensraumes hinzuweisen und auf deren Schutzwürdigkeit. Die Tonplastik ist während der Öffnungszeiten der Gemeinde zu besichtigen.
Heidelore Kneffel
Autor: redIm Jahr 2002 wagte sich Dagmar Zimmermann, inzwischen eine leidenschaftliche Keramikerin geworden, mit ihrem Erfahrungsreichtum mit fünf in der Keramikherstellung bei ihr ausgebildeten talentierten Frauen an vier große Projekte der Tonplastik.
Für Gudrun Wille, Roswitha König, Anne Jödicke, Heike Eichentopf, Gabriela Sennecke, Renate Sander, Marlis Schwerdt war das Aktionsprogramm Agenda 21, von den Vereinten Nationen auf der Konferenz Umwelt und Entwicklung mit 178 Staaten in Rio de Janeiro ins Leben gerufen, Anlass ihres künstlerischen Tuns. Bei diesem Programm geht es um die nachhaltige Entwicklung in den Städten und Gemeinden und um die Bürgerbeteiligung dabei.
Die genannten Frauen wollten unter der künstlerischen Leitung von Dagmar Zimmermann ihren Beitrag leisten. Initiiert wurde diese besondere Maßnahme von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Umweltakademie Nordthüringen, die die Geldmittel beisteuerten. Das Domizil für das hiesige Vorhaben war die Keramikwerkstatt in der Kreisvolkshochschule, denn man wollte mit Tonarbeiten das Anliegen des Erhaltes von Natur und Kultur darstellen.
Folgende Themen hatte man sich gestellt: Haltet die Natur im Gleichgewicht., Die Tage der alten Bäume sollten nicht gezählt sein., Wer nicht für die Zukunft sorgt, der hat keine., Vergesst die Altstadt nicht. Die Ideenfindung, das Studium der originalen Objekte, die zahlreichen Skizzen, die Modelle, die Handhabung des Tones, der Brennprozess – all das stellte die Gestalterinnen vor große Herausforderungen. Die Werke zeigen, dass sie diesen Weg erfolgreich beschritten. Nachdem die vier Plastiken 2003 im Foyer des Alten Rathauses durch Gerhard Tölle, Direktor der Kreisvolkshochschule, im Beisein der Keramikerinnen der Öffentlichkeit vorgestellt worden waren, wurden sie an öffentliche Einrichtungen verteilt.
In der Gemeindeverwaltung in Niedersachswerfen, Kirchplatz 2, steht eine helltonige Keramik, die eine Gipskarstformation darstellt. Zahlreiche kleinere Lebewesen bevölkern das Gestein. Das sind Raupen, Schmetterlinge, Eidechsen, Marienkäfer. Unsere Südharzer Gipskarstlandschaft ist eine erhaltenswerte. Durch den Karstwanderweg ist sie auch für Touristen zu erwandern. Immer wieder gibt es Begehrlichkeiten, diesen Rohstoff abzubauen, die Nachrichten darüber reißen nicht ab, denn im Landkreis Nordhausen befinden sich viele der oberflächennahen Vorräte an Gips und Anhydrit in Deutschlands. Erst kürzlich ließ die Nachricht aufhorchen, dass am Kuhberg, innerhalb der Gemeindegrenzen von Niedersachswerfen gelegen, zukünftig abgebaut werden soll. Das Gebiet grenzt an Harzungen und Nordhausen. Gerade in Niedersachswerfen ist man durch den enormen Abbau am Kohnstein gewarnt.
Ausstellungseröffnung im Jahr 2003 (Foto: Heidelore Kneffel)
In der Nordhäuser Keramikwerkstatt wagten sich also 2002 neben Dagmar Zimmermann Gabriela Sennecke und Heike Eichentopf an eine Tonplastik zu diesem sensiblen Thema. Es entstand ein zweiteiliges Werk.
Auf dem unteren massiven Teil mit einer schiefen Ebene befindet sich ein steiler gefährdeter Überhang des Berges. So wollte man auf die Problematik des Landschaftsraumes hinweisen. Die Oberfläche wurde auf abwechslungsreiche Art strukturiert. Auf ihr befinden sich farbig glasierte Objekte der Flora und Fauna. Den Frauen gelang es, mit dieser Tonplastik auf die Schönheit und Besonderheit diese einzigartigen Lebensraumes hinzuweisen und auf deren Schutzwürdigkeit. Die Tonplastik ist während der Öffnungszeiten der Gemeinde zu besichtigen.
Heidelore Kneffel

