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Sanierung

Ein neues Dach für Sachswerfer Gotteshaus

Donnerstag, 04. Mai 2017, 12:00 Uhr
Die Niedersachswerfer St.-Johannis-Pauli-Kirche ist in den kommenden Monaten eine Baustelle. Welche Arbeiten an dem Gotteshaus geplant sind, hat die nnz erfahren…

Zimmermann Alexander Vins schneidet Hartfaserplatten, die als Fensterschutz dienen. (Foto: Susanne Schedwill) Zimmermann Alexander Vins schneidet Hartfaserplatten, die als Fensterschutz dienen. (Foto: Susanne Schedwill)

Die Südseite der St.-Johannis-Pauli-Kirche ist komplett eingerüstet, ein großer Container für Bauschutt steht bereit: „Die Südseite des Kirchendaches wird saniert und mit Schieferschindeln gedeckt“, erläutert Eberhard Kramer die geplanten Arbeiten.

Drei Jahre haben der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates und die Kirchgemeinde darum gekämpft, dass das 148 Jahre Gotteshaus eine einheitliche Dacheindeckung erhält. „In den 1960er Jahren wurde die Kirche schon einmal generalsaniert. Damals wurde die Nordseite mit Schiefer eingedeckt, vermutlich reichte für den Rest des Daches der Schiefer nicht mehr und man verwendete stattdessen herkömmliche Betonziegel“, berichtet Kramer. Deren Zeit hat nun bald eine Ende.

Auf rund 120 000 Euro belaufen sich die geplanten Baukosten für die Gesamtmaßnahme, die voraussichtlich im November abgeschlossen sein soll. 10 000 Euro bringt die Kirchgemeinde Niedersachswerfen als Eigenmittel ein, der Rest wird über verschiedene Fördermittelgeber finanziert. „Sollten die Arbeiten teurer werden, wird die Kirchgemeinde diese Kosten übernehmen“, kündigte der Tischlermeister an.

Eingerüstete Kirche in Niedersachswerfen  (Foto: Susanne Schedwill) Eingerüstete Kirche in Niedersachswerfen (Foto: Susanne Schedwill)

Doch bis das neue Dach gedeckt wird, dauert es noch einige Zeit: Zimmermann Alexander Vins und seine Kollegen von der Firma Lackner & Ritschel aus Leinefelde-Worbis werden in den kommenden Tagen erst einmal die Traufe öffnen, sich vom Zustand der Holzbalken überzeugen und schlechte Balken austauschen.

Parallel zu der Dachsanierung werden auch die alten Bleiglasfenster erneuert: 32 kleine und 9 große im Altarbereich wird der Niedersachswerfener Glasermeister Rolf Dressler in den kommenden Wochen tauschen. „Die alten Fenster sind 60 bis 70 Jahre alt und einfach am Ende. Das Blei ist verrottet“, erläutert Dressler den Zustand der alten Kirchenfenster.

Trotz der Dacharbeiten wird es für Gottesdienstbesucher keine Einschränkungen geben.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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