Trauernde
Neues Seminar nach Ostern
Montag, 10. April 2017, 16:38 Uhr
Auf dem schweren und langen Weg durch die Trauer fragen sich viele irgendwann: Bin ich eigentlich verrückt? Wenn man es genau nimmt, dann muss man sagen, JA. Denn der Tod eines lieben Menschen ver - rückt einen im wahrsten Sinne des Wortes...
Ich bin nicht mehr da, wo ich war, ich bin nicht mehr die, die ich war. Ich bin von meinem ursprünglichen Standort verrückt, habe eine ganz andere Position und Sichtweise, bin mir selber fremd und auch anderen fremd geworden. Trauer verändert das Leben der Zurückbleibenden komplett.
Nichts scheint mehr so zu sein, wie es mal war. Wie sich in der veränderten Welt zurechtfinden? Wie mit alten und neuen Kontakten umgehen? Wie komme ich aus meinem Schneckenhaus – worin ich mich verkrochen habe – langsam wieder heraus und was finde ich dann? Viele Menschen sind bemüht, einen trauernden Menschen nur schnell wieder an die Stelle zu bekommen, wie man früher einmal war. Du musst doch wieder die Alte werden! All dies und vieles mehr bewegt einen trauernden Menschen. Menschen, die bisher vertraut, scheinen zu Fremden zu werden und über allem steht häufig die Frage nach dem Sinn.
Dabei meinen es die Menschen doch nur gut. Und genau hier liegt das Fatale. Diese vielfältig so gut gemeinten Rat-schläge sind im Grunde Trauerverhinderungsangebote, denn sie versuchen alle, einen Weg an der Trauer vorbei zu gehen, lassen die Trauer nicht leben, geben ihr keinen Raum. Und das macht auf die Dauer krank. Denn an der Trauer führt kein Weg vorbei, nur hindurch. Dieser Weg durch die Trauer hilft, dass die Wunde, die der Tod gerissen hat, heilen kann. Die Narbe wird bleiben. Aber die Erfahrung von erarbeiteter Trauer gibt Kraft für den Alltag, stärkt für die neue Lebenswirklichkeit.
Auf diesem schweren und vielfach steinigen Weg durch die Trauer muss keiner alleine gehen. Der Verein TrauerWelten begleitet seit vielen Jahren. Hauptanliegen dabei ist nicht der punktuelle und kurze Impuls oder ein Rezept zur Trauerbewältigung, sondern die individuelle und längere Begleitung der Trauer mitten im Alltag.
Das neue Seminar beginnt nach Ostern und dauert bis Ende Juni. Es findet im 14-tägigen Rhythmus statt jeweils montags von 18.00 – 19.30 Uhr. Die Leitung des Seminars hat P. Tobias Titulaer. Das Angebot ist kostenlos. Anmeldung bitte telefonisch bei P. Tobias Titulaer (0 36 31-97 38 10).
Weitere Informationen zum Verein TrauerWelten e.V. und zu den unterschiedlichen Angeboten finden Sie auch im Internet unter www.trauerwelten.de
Autor: redIch bin nicht mehr da, wo ich war, ich bin nicht mehr die, die ich war. Ich bin von meinem ursprünglichen Standort verrückt, habe eine ganz andere Position und Sichtweise, bin mir selber fremd und auch anderen fremd geworden. Trauer verändert das Leben der Zurückbleibenden komplett.
Nichts scheint mehr so zu sein, wie es mal war. Wie sich in der veränderten Welt zurechtfinden? Wie mit alten und neuen Kontakten umgehen? Wie komme ich aus meinem Schneckenhaus – worin ich mich verkrochen habe – langsam wieder heraus und was finde ich dann? Viele Menschen sind bemüht, einen trauernden Menschen nur schnell wieder an die Stelle zu bekommen, wie man früher einmal war. Du musst doch wieder die Alte werden! All dies und vieles mehr bewegt einen trauernden Menschen. Menschen, die bisher vertraut, scheinen zu Fremden zu werden und über allem steht häufig die Frage nach dem Sinn.
Dabei meinen es die Menschen doch nur gut. Und genau hier liegt das Fatale. Diese vielfältig so gut gemeinten Rat-schläge sind im Grunde Trauerverhinderungsangebote, denn sie versuchen alle, einen Weg an der Trauer vorbei zu gehen, lassen die Trauer nicht leben, geben ihr keinen Raum. Und das macht auf die Dauer krank. Denn an der Trauer führt kein Weg vorbei, nur hindurch. Dieser Weg durch die Trauer hilft, dass die Wunde, die der Tod gerissen hat, heilen kann. Die Narbe wird bleiben. Aber die Erfahrung von erarbeiteter Trauer gibt Kraft für den Alltag, stärkt für die neue Lebenswirklichkeit.
Auf diesem schweren und vielfach steinigen Weg durch die Trauer muss keiner alleine gehen. Der Verein TrauerWelten begleitet seit vielen Jahren. Hauptanliegen dabei ist nicht der punktuelle und kurze Impuls oder ein Rezept zur Trauerbewältigung, sondern die individuelle und längere Begleitung der Trauer mitten im Alltag.
Das neue Seminar beginnt nach Ostern und dauert bis Ende Juni. Es findet im 14-tägigen Rhythmus statt jeweils montags von 18.00 – 19.30 Uhr. Die Leitung des Seminars hat P. Tobias Titulaer. Das Angebot ist kostenlos. Anmeldung bitte telefonisch bei P. Tobias Titulaer (0 36 31-97 38 10).
Weitere Informationen zum Verein TrauerWelten e.V. und zu den unterschiedlichen Angeboten finden Sie auch im Internet unter www.trauerwelten.de
