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Festwochen im Kuntz-Sportpark

Mittwoch, 22. September 2004, 16:39 Uhr
Nordhausen (nnz). Zur Einhundertjahrfeier bittet Nordhausens größter Fußballverein im kommenden Jahr. Doch vorher soll der Aufstieg stehen.


Wenn die Fußballer von Wacker 90 am Samstag um 15 Uhr den FV Zeulenroda zum Punktspiel im Albert-Kuntz-Sportpark empfangen, dann geht es um nichts Geringeres als die Verteidigung der Tabellenspitze. Diesen Platz an der Sonne haben sich die Etzrodt-Schützlinge mit den letzten beiden Siegen gegen starke Gegner redlich verdient. In beiden Spielen musste ein anfänglicher Rückstand wettgemacht werden. Solche Zittereinlagen wollen die Jungs um Kapitän Sven Pistorius ihren Fans gegen den Tabellensiebenten gern ersparen, zumal die Zeulenrodaer in dieser Saison noch keine großen Akzente setzen konnten.

Aber es besteht kein Grund, die Partie gegen die Ostthüringer auf die leichte Schulter zu nehmen. Die lautstarke Unterstützung hoffentlich vieler Fans kann dem Team sicher helfen, mit dem nötigen Selbstvertrauen und Mut in das Spiel zu gehen.

Mit Erstaunen und vereinzelt etwas Neid schaut der deutsche Fußballosten derzeit nach Leipzig, wo die Fans nach der Insolvenz des ersten deutschen Meisters VfB Leipzig den 1. FC Lok neu gegründet haben und nun mit tollen Aktionen die Geschicke des Vereins selbst bestimmen. 5.600 Zuschauer bei einem Punktspiel der 3. Kreisklasse sind wohl kaum noch zu toppen und das Potenzial an Anhängern dürfte in Leipzig und Umgebung auch größer sein als in Nordhausen.

Parallelen lassen sich dennoch ziehen. Auch Wacker musste eine sportliche Talfahrt nach dem Insolvenzantrag durchleben und wurde zweimal nach unten durchgereicht. Doch jetzt soll die Talsohle endlich verlassen werden und der Blick richtet sich optimistisch nach oben. So wie die Truppe sich derzeit reinhängt und in den Punktspielen um jeden Zentimeter Boden kämpft, hat sie es auch verdient, dass wieder mehr als 300 Zuschauer den Weg in den Albert-Kuntz-Sportpark finden.

Am Samstag gegen Zeulenroda besteht für Mannschaft und Publikum schon einmal Gelegenheit, gemeinsam als Tabellenführer aufzutreten, denn nur eine Woche später kommt der Erzrivale aus Sondershausen zum Pokalschlager an den Stadtpark. Spätestens dann sollte im Nordhäuser Stadion eine ähnlich begeisternde Stimmung herrschen, wie sie momentan vom 1. FC Lok Leipzig vorgeführt wird.
Autor: osch

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