Wie Gott in Frankreich (1)
Dienstag, 21. September 2004, 14:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit einem Straßenfest in der Rue de Nordhausen und einer Sonder-Stadtratssitzung im Rathaus von Charleville Mezieres wurde am Wochenende in Frankreich das 25. Jubiläum der Partnerschaft zwischen der französischen Stadt und Nordhausen gefeiert. Teil 1 eines Reports.
Zum Auftakt der Feierlichkeiten am Freitagabend enthüllte Nordhausens Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) mit der französischen Oberbürgermeisterin Claudine Ledoux in der Rue de Nordhausen einen neuen Wegweiser, auf dem alle Partnerstädte von Charleville-Mezieres mit Entfernungen angegeben sind. Mehrere hundert Bürger waren zu diesem Straßenfest gekommen, das mit Musik und einem Trommler-Umzug gefeiert wurde. Die Strecke vom Mezierer-Rathaus bis zur Rue de Nordhausen legte die Nordhäuser Delegation in historischen Fahrzeugen des Oldtimer-Clubs der französischen Stadt zurück.
Bei der Stadtrats-Sondersitzung anlässlich des Jubiläums zog Wahlbuhl am Sonnabend ein Resümee der Partnerschaft; erinnerte dabei an den Hochwasser-Einsatz der Nordhäuser Feuerwehr in Charleville im Jahr 1995, die Kontrakte auf sportlichem und kulturellem Gebiet und die zahlreichen regelmäßigen Ferienlager-Besuche französischer Kinder in Nordhausen zu DDR-Zeiten Ein beidseitiger Austausch und damit der direkte Kontakt zwischen der Bevölkerung war damals aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse unmöglich. George Mailfait und seine – inzwischen verstorbene – deutsche Frau Getrud stünden stellvertretend für das Bemühen, die Partnerschaft auch schon vor 1989 lebendig zu halten. Das Wirken des Ehepaares ist beispielgebend dafür, wie Menschen über nationale Schranken hinweg zusammenfinden und ihr Leben der Völkerverständigung zwischen Franzosen und Deutschen widmeten. Darüber hinaus investierten ebenfalls die Mitglieder der Freundschaftsgesellschaften beider Städte viel Zeit, Mittel und Kraft in die Partnerschaft. Er wünsche sich, so Wahlbuhl, dass der aktive Austausch zwischen den Seniorenverbänden beider Städte wieder belebt werde. Gleiches gelte auch für die Kontakte zwischen dem Humboldt-Gymnasium und dem Gymnasium in Charleville.
Claudine Ledoux sagte, die Partnerschaft habe auf beiden Seiten Horizonte erweitert. Die Freundschaft sei auf fruchtbarem Boden entstanden und dort wachse sie weiter. Der Abschluss des Vertrages habe 1978 auf beiden Seiten die Hoffnung auf ein Treffen im vereinten Europa geweckt. Dieser Wunsch, der damals sicher utopisch wirkte, ist mit dem Mauerfall wahr geworden.
Unsere beiden Völker haben genug gelitten – um messen zu können, von welch unschätzbaren Wert Freundschaft und Frieden sind, sagte Adolphe Colrat, der Präfekt des Ardennen-Departements. In einer Welt, die so oft verletzt und zerrissen werde, zeigten Charleville und Nordhausen werden, dass gemeinsame Wege der Versöhnung, des Austausches und der Freundschaft gegangen werden könnten.
Zur Nordhäuser Delegation gehörten neben dem Bürgermeister Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse, Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose sowie Marion Probst und Peter Schwarz – die Darsteller von Hexe und Roland in der Nordhäuser Rolandgruppe. Die deutsch-französische Gesellschaft wurde von den Ehepaaren Heiter und Stanislowsky vertreten.
Autor: nnzZum Auftakt der Feierlichkeiten am Freitagabend enthüllte Nordhausens Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) mit der französischen Oberbürgermeisterin Claudine Ledoux in der Rue de Nordhausen einen neuen Wegweiser, auf dem alle Partnerstädte von Charleville-Mezieres mit Entfernungen angegeben sind. Mehrere hundert Bürger waren zu diesem Straßenfest gekommen, das mit Musik und einem Trommler-Umzug gefeiert wurde. Die Strecke vom Mezierer-Rathaus bis zur Rue de Nordhausen legte die Nordhäuser Delegation in historischen Fahrzeugen des Oldtimer-Clubs der französischen Stadt zurück.
Bei der Stadtrats-Sondersitzung anlässlich des Jubiläums zog Wahlbuhl am Sonnabend ein Resümee der Partnerschaft; erinnerte dabei an den Hochwasser-Einsatz der Nordhäuser Feuerwehr in Charleville im Jahr 1995, die Kontrakte auf sportlichem und kulturellem Gebiet und die zahlreichen regelmäßigen Ferienlager-Besuche französischer Kinder in Nordhausen zu DDR-Zeiten Ein beidseitiger Austausch und damit der direkte Kontakt zwischen der Bevölkerung war damals aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse unmöglich. George Mailfait und seine – inzwischen verstorbene – deutsche Frau Getrud stünden stellvertretend für das Bemühen, die Partnerschaft auch schon vor 1989 lebendig zu halten. Das Wirken des Ehepaares ist beispielgebend dafür, wie Menschen über nationale Schranken hinweg zusammenfinden und ihr Leben der Völkerverständigung zwischen Franzosen und Deutschen widmeten. Darüber hinaus investierten ebenfalls die Mitglieder der Freundschaftsgesellschaften beider Städte viel Zeit, Mittel und Kraft in die Partnerschaft. Er wünsche sich, so Wahlbuhl, dass der aktive Austausch zwischen den Seniorenverbänden beider Städte wieder belebt werde. Gleiches gelte auch für die Kontakte zwischen dem Humboldt-Gymnasium und dem Gymnasium in Charleville.
Claudine Ledoux sagte, die Partnerschaft habe auf beiden Seiten Horizonte erweitert. Die Freundschaft sei auf fruchtbarem Boden entstanden und dort wachse sie weiter. Der Abschluss des Vertrages habe 1978 auf beiden Seiten die Hoffnung auf ein Treffen im vereinten Europa geweckt. Dieser Wunsch, der damals sicher utopisch wirkte, ist mit dem Mauerfall wahr geworden.
Unsere beiden Völker haben genug gelitten – um messen zu können, von welch unschätzbaren Wert Freundschaft und Frieden sind, sagte Adolphe Colrat, der Präfekt des Ardennen-Departements. In einer Welt, die so oft verletzt und zerrissen werde, zeigten Charleville und Nordhausen werden, dass gemeinsame Wege der Versöhnung, des Austausches und der Freundschaft gegangen werden könnten.
Zur Nordhäuser Delegation gehörten neben dem Bürgermeister Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse, Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose sowie Marion Probst und Peter Schwarz – die Darsteller von Hexe und Roland in der Nordhäuser Rolandgruppe. Die deutsch-französische Gesellschaft wurde von den Ehepaaren Heiter und Stanislowsky vertreten.
