Am falschen Ort zur falschen Zeit
Montag, 06. August 2001, 10:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Volksfest in Nordhausen. Zwei Tage lang präsentierte sich die Altstadt von ihrer besten Seite. Tausende kamen zum Altstadtfest. Für Nordhäuser Jugendliche eine gute Gelegenheit, auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.
Es sind immer die falschen Zeiten und Momente, die sich jugendliche Antifaschisten für ihre Projekte aussuchen. Während des Altstadtfestes wollte eine Gruppe Jugendlicher für ein antifaschistisches und alternatives Jugendzentrum in Nordhausen werben. Die Jugendlichen dachten sich, das geht so einfach: Mit einem Transparent am Sonntag auf die Bühne und ein paar coole Sprüche ablassen. Obwohl der Text des Transparentes eher unpolitisch war, wurde der Zutritt verweigert, es soll zu einem kleinen Handgemenge gekommen sein, berichtet ein Besucher des Festes.
Die Veranstalter haben nach Meinung der nnz richtig gehandelt, die Bühnen des Altstadtfestes sollen den Künstlern zur Verfügung stehen. Selbst kommunale Politiker klopfen bei dieser Gelegenheit keine Sprüche, sondern besinnen sich auf das Wesentliche: Den Spaß und die Stimmung. Das Altstadtfest wird auch in seinen kommenden Auflagen ein Volksfest bleiben. Und da haben Kundgebungen absolut nichts zu suchen. Die Jugendlichen sprachen gegenüber nnz frustriert von einer unwissenden Spaßgesellschaft. Damit trafen sie den Nagel aber genau auf den Kopf. Es gibt in und um Nordhausen viele Menschen, die irgendeinmal nicht über den Ernst der Politik reden wollen, die mal abschalten und Spaß haben wollen. Heute ist der Spaß vorbei, der Ernst des Lebens beginnt, und vielleicht kann dann auch wieder über ein Jugendzentrum diskutiert werden, dann ohne Transparente und Forderungen aber mit Sachlichkeit.
Autor: nnzEs sind immer die falschen Zeiten und Momente, die sich jugendliche Antifaschisten für ihre Projekte aussuchen. Während des Altstadtfestes wollte eine Gruppe Jugendlicher für ein antifaschistisches und alternatives Jugendzentrum in Nordhausen werben. Die Jugendlichen dachten sich, das geht so einfach: Mit einem Transparent am Sonntag auf die Bühne und ein paar coole Sprüche ablassen. Obwohl der Text des Transparentes eher unpolitisch war, wurde der Zutritt verweigert, es soll zu einem kleinen Handgemenge gekommen sein, berichtet ein Besucher des Festes.
Die Veranstalter haben nach Meinung der nnz richtig gehandelt, die Bühnen des Altstadtfestes sollen den Künstlern zur Verfügung stehen. Selbst kommunale Politiker klopfen bei dieser Gelegenheit keine Sprüche, sondern besinnen sich auf das Wesentliche: Den Spaß und die Stimmung. Das Altstadtfest wird auch in seinen kommenden Auflagen ein Volksfest bleiben. Und da haben Kundgebungen absolut nichts zu suchen. Die Jugendlichen sprachen gegenüber nnz frustriert von einer unwissenden Spaßgesellschaft. Damit trafen sie den Nagel aber genau auf den Kopf. Es gibt in und um Nordhausen viele Menschen, die irgendeinmal nicht über den Ernst der Politik reden wollen, die mal abschalten und Spaß haben wollen. Heute ist der Spaß vorbei, der Ernst des Lebens beginnt, und vielleicht kann dann auch wieder über ein Jugendzentrum diskutiert werden, dann ohne Transparente und Forderungen aber mit Sachlichkeit.
