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Frauen im Widerstand

Nichts war vergeblich

Freitag, 24. März 2017, 11:21 Uhr
In den meisten Fällen, wenn vom Widerstand gegen den Nationalsozialismus die Rede ist, fallen die Namen von Männern. Frauen hingegen bleiben in den Schilderungen meist im Hintergrund. Anlässlich des 72. Jahrestages der Befreiung, zeigt die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora die Biografien von 18 Frauen, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv waren...

Neben Sophie Scholl gab es viele weitere Frauen, die sich als Widerstandskämpferinnen engagierten. Die Schau präsentiert – bis auf einige prominente Namen – die Lebensläufe von wenig bekannten Frauen. Sie handelten allein oder in politischem Zusammenhang und kamen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Auch die Aktivitäten der Frauen unterschieden sich. Sie verfassten Flugblätter, boten Verfolgten Unterschlupf an und klärten im Ausland über das Unrecht in Deutschland auf. Trotz des großen Risikos, das diese Frauen eingingen, wird deutlich, dass Widerstand gegen den Nazi-Terror möglich war.

Neben den Biografien der Widerstandsaktivistinnen werden in der Ausstellung Handarbeiten gezeigt, die von Frauen in Gefängnissen und Konzentrationslagern gefertigt wurden. Die kunstvollen Gegenstände sind Zeugnis für den Überlebenswillen der Gefangenen und für ihre Art, sich dem System zu widersetzen. Eine Vertiefungsstation gibt Einblicke in die Produktion und Verbreitung illegaler Schriften sowie die Grundzüge konspirativen Arbeitens im Widerstand.

Entwickelt wurde die Ausstellung „Nichts war vergeblich“ vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, der 2017 sein fünfzigjähriges Bestehen feiert. Die Ausstellung wird am 3. April 2017 um 18.00 Uhr im Museumsgebäude der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Anwesenheit des Kurators Thomas Altmeyer eröffnet. Sie ist bis zum 30. September 2017 von Dienstag bis Sonntag (10.00 bis 18.00 Uhr) in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, ehemalige Feuerwache zu sehen.
Autor: red

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