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Immer schön am Ball bleiben!

Freitag, 03. August 2001, 13:56 Uhr
Der Karten-Vorverkauf läuft seit dem 23. Juli auf Hochtouren. Dabei zeichnete sich bereits ab, wie groß das Einzugsgebiet der Ball- und Netzfanatiker ist. Auf Grund der hohen Nachfrage wurde der Vorverkauf auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt. Kein Zweifel: Das Volleyball-Länderspiel der deutschen gegen die japanische National-Mannschaft am kommenden Sonntag in der Wiedigsburg-Halle wird in Nordhausen das Sportereignis seit langem.

Sowohl die japanische als auch die deutsche Mannschaft reisen mit einem Aufgebot von 18 Spielern an. Das Ticket für die Europa-Meisterschaft ist für Deutschland bereits gelöst. In den drei Spielen gegen Japan bereitet man sich nun auf die WM-Qualifikation vor. Die Begegnung am Sonntag ist in diesem Zusammenhang die dritte und letzte zwischen beiden Teams. Heute stehen sie sich in Höxter gegenüber, am morgigen Samstag geht es in Rotenburg/ Fulda zur Sache.

Für die Schützlinge um Bundestrainer Stelian Moculescu ist es gleichzeitig die letzte Möglichkeit, sich an die schnell spielenden Japaner, die auch sehr stark in der Abwehr sind, zu gewöhnen und sich auf deren Stil einzustellen. Auch Moculescu selbst braucht diese Vorbereitung, um seiner Mannschaft noch letzte wichtige Hinweise geben zu können. Außerdem steht die eindeutige Wahl des Libero noch aus. Von großer Bedeutung sind diese Entscheidungen vom 17. bis 19. August, wenn die Deutschen im finnischen Tampere um die Vorentscheidung zur Weltmeisterschaft kämpfen. Ihre Gegner aus Jugoslawien, Bosnien und Finnland werden bestimmt nichts verschenken.

Momentan scheinen die Japaner jedoch die besseren Ausgangsbedingungen zu haben. Die Spieler stammen ausschließlich aus der Profiliga und spielen teilweise mit der Erfahrung aus etwa 100 Länderspielen. Gegen Kuba wurden in vier Spielen drei Siege erzielt. Bei sieben Olympischen Spielen holten sie drei Medaillen, darunter eine in Gold. Bis jetzt brachten sie bei 68 Begegnungen 41 Siege gegen Deutschland nach Hause. Die Qualität der Mannschaft wird noch deutlicher, wenn man einen Blick auf die FIVB-Weltrangliste wirft: Der Abstand zwischen Rang 19 (Japan) und 42 (Deutschland) ist schon erheblich.

Doch die Lage für das deutsche Team ist keinesfalls hoffnungslos. Wie die Japaner auch konnte es in diesem Jahr bei zwölf Spielen in der Weltliga Erfahrungen sammeln, zweimal gelang ein Triumph über die Niederlande. Bei drei der letzten vier Vergleiche hatte es auch gegen die Asiaten die Nase vorn.
Schon jetzt hat der Teamchef der Deutschen vorgesorgt. Mit einer neuen Aufstellung hat er sich um ein ausgewogenes Verhältnis aus sprunggewaltigen, talentierten und routinierten Spielern bemüht. In den vergangenen Wochen wurde intensiv an Technik, Reaktion und Verständigung untereinander gefeilt. Und nicht zu vergessen: Man hat Heimvorteil.

Es steht also noch offen, welches Land am Sonntag Abend die Fahnen schwenken wird. Wer sich dieses spannende Duell nicht entgehen lassen möchte, der finde sich bis spätestens 16.00 Uhr in der Wiedigsburg-Halle in Nordhausen ein. Daumen drücken nicht vergessen!
Manuela Jauer (nnz)
Autor: nnz

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