Auffahrunfall mit 50 km/h
Freitag, 17. September 2004, 15:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Noch schaut die junge Frau ganz zuversichtlich, doch in wenigen Minuten wird sie einen Auffahrunfall mit 50 km/h auf ein stehendes Fahrzeug erleben. Was würde ihr passieren, wenn´s nicht nur ein Test wäre?
Auffahrunfall mit 50 km/h (Foto: nnz)
Bei einem Auffahrunfall mit 50 km/h auf ein stehendes Hindernis hätte sie kaum noch eine Minute zu leben, zumindest wenn sie nicht angeschnallt ist. Ihr Körper wäre dann etwa zwei Tonnen schwer und würde mit großer Wucht auf das Lenkrad des Fahrzeuges oder gleich durch die Frontscheibe geschleudert.
Wie wichtig die Benutzung des Sicherheitsgurtes ist, konnten die Schüler des IKL Bildungszentrums live erleben und ausprobieren. Die Verkehrswacht brachte einen Gurtschlitten auf das Schulgelände, der genau die beschriebene Situation simuliert. Mehrere junge Frauen hatten Mut und probierten das Gerät aus. Hinterher waren sie schon ein wenig schockiert. Einer lustigen Achterbahnfahrt ähnelte die Benutzung zumindest nicht.
Auch andere Verkehrsdelikte konnten ausprobiert werden, so zum Beispiel das Fahren unter Alkoholeinfluß. Natürlich ist es nur eine Computersimulation, aber sie verfehlt die Wirkung auf die Jugendlichen nicht. Nach langen Diskonächten wollen sie oft nicht wahrhaben, daß sie so benebelt und garantiert fahruntüchtig sind. "Das hätte ich nicht gedacht"; meint ein Junge nach dem Test.
Besonders Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren treten überproportional in der Unfallstatistik auf. Sie haben zu wenig Erfahrung, lieben das Risiko und wollen mit ihren Fahrkünsten vor den Mädchen angeben. Alkohol und Drogen stellen häufig eine zusätzliche Gefährdung dar.
Die Kreisverkehrswacht hat gemeinsam mit ihren Partnern von der DEKRA, dem Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, dem DRK und der Polizei die jungen Fahrer im Blick. Neben schockierenden Erfahrungen an Überschlagsimulator, Gurtschlitten oder Reaktionstestgeräten, können die Jugendlichen auch an Podiumsdiskussionen mit der Polizei teilnehmen oder sich an Infoständen beraten lassen.
Ein Verkehrsquiz mit attraktiven Preisen rund ums Auto rundet die Veranstaltung ab. Etwa 300 junge Fahrer nahmen nach Auskunft von Projektleiter Dieter Köhler an diesem Verkehrssicherheitstag teil.
Autor: wf
Auffahrunfall mit 50 km/h (Foto: nnz)
Bei einem Auffahrunfall mit 50 km/h auf ein stehendes Hindernis hätte sie kaum noch eine Minute zu leben, zumindest wenn sie nicht angeschnallt ist. Ihr Körper wäre dann etwa zwei Tonnen schwer und würde mit großer Wucht auf das Lenkrad des Fahrzeuges oder gleich durch die Frontscheibe geschleudert. Wie wichtig die Benutzung des Sicherheitsgurtes ist, konnten die Schüler des IKL Bildungszentrums live erleben und ausprobieren. Die Verkehrswacht brachte einen Gurtschlitten auf das Schulgelände, der genau die beschriebene Situation simuliert. Mehrere junge Frauen hatten Mut und probierten das Gerät aus. Hinterher waren sie schon ein wenig schockiert. Einer lustigen Achterbahnfahrt ähnelte die Benutzung zumindest nicht.
Auch andere Verkehrsdelikte konnten ausprobiert werden, so zum Beispiel das Fahren unter Alkoholeinfluß. Natürlich ist es nur eine Computersimulation, aber sie verfehlt die Wirkung auf die Jugendlichen nicht. Nach langen Diskonächten wollen sie oft nicht wahrhaben, daß sie so benebelt und garantiert fahruntüchtig sind. "Das hätte ich nicht gedacht"; meint ein Junge nach dem Test.
Besonders Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren treten überproportional in der Unfallstatistik auf. Sie haben zu wenig Erfahrung, lieben das Risiko und wollen mit ihren Fahrkünsten vor den Mädchen angeben. Alkohol und Drogen stellen häufig eine zusätzliche Gefährdung dar.
Die Kreisverkehrswacht hat gemeinsam mit ihren Partnern von der DEKRA, dem Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, dem DRK und der Polizei die jungen Fahrer im Blick. Neben schockierenden Erfahrungen an Überschlagsimulator, Gurtschlitten oder Reaktionstestgeräten, können die Jugendlichen auch an Podiumsdiskussionen mit der Polizei teilnehmen oder sich an Infoständen beraten lassen.
Ein Verkehrsquiz mit attraktiven Preisen rund ums Auto rundet die Veranstaltung ab. Etwa 300 junge Fahrer nahmen nach Auskunft von Projektleiter Dieter Köhler an diesem Verkehrssicherheitstag teil.
