GAUMENFREUDEN IM HONIGLADEN
Bienenliebe wurde zum Beruf
Samstag, 11. März 2017, 11:30 Uhr
Der Großvater war Förster. Nebenbei auch Imker. Aus Leidenschaft. In Clausthal-Zellerfeld. Der Mann schätzte die Nützlichkeit der Bienen, vor allem aber ihren Honig. Schon der Gesundheit wegen...
Imker Wolfgang Olbrich vor seinem Honigladen in der Altstadt. Foto: Kurt Frank
Nordhausen. Interessiert beobachtete Enkel Wolfgang Olbrich, wie liebevoll der Opa die fleißigen Insekten behandelte. Die schwirrten und summten um die Bienenstöcke, trugen unermüdlich Pollen ein. Der Forstmann freute sich, dass sein Enkel mit der Zeit für das Imkern Interesse zeigte. Zunächst aber sollten erst Jahrzehnte verstreichen, bis beim Enkel die Imkerei zum Beruf wurde.
Wolfgang Olbrich lernte Landmaschinenmechaniker und Elektriker. Bis 2010 reparierte er Land –und Baumaschinen. Als Selbstständiger. Deutschlandweit. Bei Wind und Wetter. Es kam der Tag, wo er sich fragte, ob er diese anstrengende Arbeit bis zur Rente würde durchhalten können. Wohl kaum, sagte er sich insgeheim. Olbrich wurde Berufsimker.
Am 4. Juli 2016 eröffneten er und Ehefrau Robertdine in der Barfüßerstraße 4 ihren Honigladen. Vor dem Kauf kann man hier leckeren Honig aus der Region probieren. Auch die vielen Köstlichkeiten rund um den Honig entdecken und schmecken, testen die Propolis -und Blütenpollen-Produkte.
Zu den Köstlichkeiten gehört der Honigwein, den Robertdine Olbrich präsentiert. Foto: Kurt Frank
Propolis ist der Schutzschild der Honigbiene. Es schützt den Bienenstock auf natürliche Weise gegen Viren, Bakterien und Pilzbefall. Forscher fanden heraus, dass es in einem Bienenstock fast so steril ist wie in einem Operationssaal. Propolis ist ein modernes und bewährtes Arzneimittel, das gegen allerlei Beschwerden hilft. Zu den besonderen Köstlichkeiten gehören neben derzeit fünf verschiedenen Honigsorten die Honigweine und -liköre.
Der 60-Jährige hat um die 40 Bienenvölker auf seinen Streuobstwiesen bei Kindelbrück stehen. Die Obstbäume haben noch nie eine chemische Keule gesehen. Alles Naturbelassen. Garantiert Bio-Ware. Kein gemischter Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern, wie er beim Discounter zu haben und fein gedruckt auf dem Etikett zu lesen ist. Demnächst will der Imker im Hauptbahnhof eine Informationsvitrine aufstellen und das sehr bekömmliche Nahrungsmittel bewerben.
Wolfgang Olbrich hält auch Vorträge. Schon die Kinder, sagt er, sollen lernen, welche Mühe es kostet, Honig herzustellen. Vor allem aber will er ihnen Natur nahe bringen, ihre Vielfalt erhalten und schützen helfen. Interessantes aus der Welt der Bienen weiß der Imker zu erzählen.
So werde die Sommerbiene nur sechs Wochen alt, die überwinternde hingegen neun Monate. Eine Königin kann es auf vier Jahre bringen. Im Mai/Juni könne sie bis zu 3000 Eier am Tag legen. Aus befruchteten Eiern würden weibliche Bienen, aus unbefruchteten Drohnen. In zwei Minuten könne eine Biene einen Kilometer weit fliegen. Für ein Pfund Honig müsste sie dreieinhalb Mal um die Erde fliegen und Pollen sammeln.
Kurt Frank
Autor: redImker Wolfgang Olbrich vor seinem Honigladen in der Altstadt. Foto: Kurt Frank
Nordhausen. Interessiert beobachtete Enkel Wolfgang Olbrich, wie liebevoll der Opa die fleißigen Insekten behandelte. Die schwirrten und summten um die Bienenstöcke, trugen unermüdlich Pollen ein. Der Forstmann freute sich, dass sein Enkel mit der Zeit für das Imkern Interesse zeigte. Zunächst aber sollten erst Jahrzehnte verstreichen, bis beim Enkel die Imkerei zum Beruf wurde.
Wolfgang Olbrich lernte Landmaschinenmechaniker und Elektriker. Bis 2010 reparierte er Land –und Baumaschinen. Als Selbstständiger. Deutschlandweit. Bei Wind und Wetter. Es kam der Tag, wo er sich fragte, ob er diese anstrengende Arbeit bis zur Rente würde durchhalten können. Wohl kaum, sagte er sich insgeheim. Olbrich wurde Berufsimker.
Am 4. Juli 2016 eröffneten er und Ehefrau Robertdine in der Barfüßerstraße 4 ihren Honigladen. Vor dem Kauf kann man hier leckeren Honig aus der Region probieren. Auch die vielen Köstlichkeiten rund um den Honig entdecken und schmecken, testen die Propolis -und Blütenpollen-Produkte.
Zu den Köstlichkeiten gehört der Honigwein, den Robertdine Olbrich präsentiert. Foto: Kurt Frank
Propolis ist der Schutzschild der Honigbiene. Es schützt den Bienenstock auf natürliche Weise gegen Viren, Bakterien und Pilzbefall. Forscher fanden heraus, dass es in einem Bienenstock fast so steril ist wie in einem Operationssaal. Propolis ist ein modernes und bewährtes Arzneimittel, das gegen allerlei Beschwerden hilft. Zu den besonderen Köstlichkeiten gehören neben derzeit fünf verschiedenen Honigsorten die Honigweine und -liköre.
Der 60-Jährige hat um die 40 Bienenvölker auf seinen Streuobstwiesen bei Kindelbrück stehen. Die Obstbäume haben noch nie eine chemische Keule gesehen. Alles Naturbelassen. Garantiert Bio-Ware. Kein gemischter Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern, wie er beim Discounter zu haben und fein gedruckt auf dem Etikett zu lesen ist. Demnächst will der Imker im Hauptbahnhof eine Informationsvitrine aufstellen und das sehr bekömmliche Nahrungsmittel bewerben.
Wolfgang Olbrich hält auch Vorträge. Schon die Kinder, sagt er, sollen lernen, welche Mühe es kostet, Honig herzustellen. Vor allem aber will er ihnen Natur nahe bringen, ihre Vielfalt erhalten und schützen helfen. Interessantes aus der Welt der Bienen weiß der Imker zu erzählen.
So werde die Sommerbiene nur sechs Wochen alt, die überwinternde hingegen neun Monate. Eine Königin kann es auf vier Jahre bringen. Im Mai/Juni könne sie bis zu 3000 Eier am Tag legen. Aus befruchteten Eiern würden weibliche Bienen, aus unbefruchteten Drohnen. In zwei Minuten könne eine Biene einen Kilometer weit fliegen. Für ein Pfund Honig müsste sie dreieinhalb Mal um die Erde fliegen und Pollen sammeln.
Kurt Frank


