Manfred's Querblick
Wählen, dieses Jahr ist es wieder so weit
Freitag, 03. März 2017, 18:17 Uhr
Wir, also das Volk soll sich wieder eine Regierung wählen. Hoffentlich wird es diesmal besser als beim letzten Mal. Als ich das letzte mal meine Stimme abgegeben hatte und das Ergebnis am Abend im Fernsehen gesehen habe, war ich "sprachlos". Na ja wenn man seine Stimme abgibt... soll man sich eben über Sprachlosigkeit nicht weiter wundern...
Schau ich mir jetzt die Angebote der Parteien an, fällt es sehr schwer eine zu favorisieren. So richtig deutlich sagt aber auch keine was sie ändern will oder was sie als eventuelle Regierung für unsereinen tun will.
In der zurückliegenden Ära "Merkel", kam mir unsere Kanzlerin mehr wie eine Außenministerin vor, als eine Kanzlerin die sich um ihr Volk kümmern sollte oder wollte. Sicherlich darf man die internationale Politik als eine deutsche Bundeskanzlerin nicht vernachlässigen aber eben die Interessen des eigenen Volkes in der Innenpolitik auch nicht.
In den vielen Amtszeiten hat sie für mich, als kleinen Mann absolut nichts getan, zumindest war das nicht spürbar. Die "Agenda 2010" vom Schröder blieb unverändert! Die demütigende Verfahrensweise wie mit den Menschen, die "Hartz IV" Empfänger sind, umgegangen wird, blieb erhalten, die progressive Steuer bei den Löhnen blieb erhalten, der Aufschrei der CDU unter der Regierung Schröder bei der Ökosteuer auf den Benzinpreis, blieb erhalten.
Als die CDU und die SPD zusammen regierten wurde die Mehrwertsteuer von 16% auf 19% erhöht, die eine sagte im Wahlkampf mit ihr gebe es keine Erhöhung und die andere proklamierte 2% sollten es mehr werden, und, 3% mehr wurden es. Daran sollte man sich bei der Stellensuche für das Kreuzchen auf dem Wahlzettel schon mal erinnern. Also zieht man einen Strich drunter und rechnet zusammen und überdenkt was konkret hat die Regierung Merkel und ihre verbündete Partei, die SPD, wirklich für den kleinen Mann getan? Dann fällt es schon schwer etwas zu finden...
Das ich als kleiner "Dödel" mit meiner Meinung offensichtlich nicht so ganz alleine da stehe kann man daran messen wie viele sich von der demokratischen Willensbekundung, dem "wählen gehen", mehr und mehr abwendeten in der Vergangenheit. Wie viele Menschen in diesem Land nicht mehr wählen gehen, weil sie eine gewisse Ohnmacht und eine Sinnlosigkeit empfinden. So nach dem Motto, es ist doch egal, wer da oben dran ist, es ändert sich ja doch nichts. Nur so als Inventur es ist die Hälfte der Einwohner.
Die wenigen die noch gehen, haben entweder noch Hoffnung, dass die nächsten, die jetzt dran kommen, es doch besser machen, oder sind Parteitreu. Sie wählen die beiden Favoriten CDU oder SPD aus genannten Gründen oder sie klammern sich an die kleineren demokratischen Alternativen, wie Grüne Bündnis 90, oder die Linke, oder die FDP. Größer ist das Angebot an demokratischen Parteien zur Zeit nicht.
Die einen sagen die "Grünen" haben zu bizarre Vorstellungen (zum Beispiel, Sex auf Krankenschein, oder einmal in der Woche fleischloses Essen) die "Linken" scheinen Ihnen zu radikal, obwohl sie die Partei war, die mit ihrer gebetsmühlenartig vorgetragenen Forderung nach dem Mindestlohn, diesen immerhin erreicht haben (auch wenn sich das Trittbrett fahrende Parteien auf ihre Fahnen geschrieben haben). Ja und die FDP sie ist zumindest die Partei, die liberales Denken proklamiert und Europa als Chance und an erster Stelle sieht. Für diese Partei ist der freie Handel und die soziale Marktwirtschaft eine der Grundsäulen Europas. Aber die Existenzsicherung der kleinen Leute kommt in ihrem Programm nicht vor.
Das ist sicherlich alles richtig, aber wenn der Reichtum nach oben unbegrenzt sein darf (und das ist er in diesem Deutschland), dann muß die Armut nach unten deutliche Grenzen haben!
So nun noch die Parteien, die ihr demokratisches Grundverständnis nicht ganz so deutlich zeigen können, gut die NPD ist ein Auslaufmodell auch ohne richterliches Verbot, aber die AfD ist ein nicht zu übersehender Ersatz geworden. Demagogisch verkauft sie den Wählern angeblich alte Werte und alte Wertvorstellungen. Sie prägt sich deutschnational und ist gegen die EU. Derartige politische Strömungen gibt es in ganz Europa. Nur ein zerstückeltes Europa der Nationalstaaten hat politisch und ökonomisch längst nicht so viel Gewicht wie ein geeintes und ein friedliches Europa. Ohne Kriege geht eben am besten wenn man sich einig ist! Hauptsächlich deshalb und kann man diese Parteien nicht wählen wollen.
So jetzt kommt sie, die "Gretchenfrage" wenn soll ich wählen? Wem soll oder kann ich noch glauben?
Wer sorgt dafür dass die Armut nach unten begrenzt wird?
Welche Partei schreibt in ihr Programm, dass sie wenigsten in kleinen Schritten etwas für den "kleinen Mann" tun will?
Welche Partei würde sich denn noch, an die vor der Wahl gegebenen Versprechen messen lassen wollen?
Tja! Nun stehe ich wieder am Anfang meiner Überlegungen!
Es ist wirklich nicht besonders einfach ein Demokrat zu sein, nicht wählen gehen sagen alle, sei falsch und das wählen gehen sei richtig. Aber wenn die, die ich wählen soll oder könnte mir etwas vorgaukeln, also etwas versprechen und es dann doch anders machen ist die fundamentale Basis für das abgeben der Stimme ausgeräumt!
Das mit der Mehrwertsteuer hatten wir eben schon, aber es gab ja noch mehr. Mit mir wird es keine Maut geben..." so der Text von Frau Merkel im Wahlkampf und jeder konnte es beobachten, vergessen...
Der Atomausstieg war von "Rot-Grün" beschlossen, von der Kanzlerin dann doch noch mal verlängert und nach dem Desaster in Japan kam der Ausstieg dann sofort. Ich meine, es war richtig, aber glaubwürdig war das in der Abfolge auf keinen Fall.
Wie formulierte der Herr Müntefering dass so schön, er fände es nicht fair, die Politiker daran zu messen was sie vor der Wahl versprochen haben! So und nun bin ich aber doch froh, dass ich bis zum September noch Zeit habe meine demokratische Entscheidungsfindung zu organisieren. Ihnen geht es genau so? Wir dürfen also gespannt sein,
Ihr
Manfred Querblick
Autor: redSchau ich mir jetzt die Angebote der Parteien an, fällt es sehr schwer eine zu favorisieren. So richtig deutlich sagt aber auch keine was sie ändern will oder was sie als eventuelle Regierung für unsereinen tun will.
In der zurückliegenden Ära "Merkel", kam mir unsere Kanzlerin mehr wie eine Außenministerin vor, als eine Kanzlerin die sich um ihr Volk kümmern sollte oder wollte. Sicherlich darf man die internationale Politik als eine deutsche Bundeskanzlerin nicht vernachlässigen aber eben die Interessen des eigenen Volkes in der Innenpolitik auch nicht.
In den vielen Amtszeiten hat sie für mich, als kleinen Mann absolut nichts getan, zumindest war das nicht spürbar. Die "Agenda 2010" vom Schröder blieb unverändert! Die demütigende Verfahrensweise wie mit den Menschen, die "Hartz IV" Empfänger sind, umgegangen wird, blieb erhalten, die progressive Steuer bei den Löhnen blieb erhalten, der Aufschrei der CDU unter der Regierung Schröder bei der Ökosteuer auf den Benzinpreis, blieb erhalten.
Als die CDU und die SPD zusammen regierten wurde die Mehrwertsteuer von 16% auf 19% erhöht, die eine sagte im Wahlkampf mit ihr gebe es keine Erhöhung und die andere proklamierte 2% sollten es mehr werden, und, 3% mehr wurden es. Daran sollte man sich bei der Stellensuche für das Kreuzchen auf dem Wahlzettel schon mal erinnern. Also zieht man einen Strich drunter und rechnet zusammen und überdenkt was konkret hat die Regierung Merkel und ihre verbündete Partei, die SPD, wirklich für den kleinen Mann getan? Dann fällt es schon schwer etwas zu finden...
Das ich als kleiner "Dödel" mit meiner Meinung offensichtlich nicht so ganz alleine da stehe kann man daran messen wie viele sich von der demokratischen Willensbekundung, dem "wählen gehen", mehr und mehr abwendeten in der Vergangenheit. Wie viele Menschen in diesem Land nicht mehr wählen gehen, weil sie eine gewisse Ohnmacht und eine Sinnlosigkeit empfinden. So nach dem Motto, es ist doch egal, wer da oben dran ist, es ändert sich ja doch nichts. Nur so als Inventur es ist die Hälfte der Einwohner.
Die wenigen die noch gehen, haben entweder noch Hoffnung, dass die nächsten, die jetzt dran kommen, es doch besser machen, oder sind Parteitreu. Sie wählen die beiden Favoriten CDU oder SPD aus genannten Gründen oder sie klammern sich an die kleineren demokratischen Alternativen, wie Grüne Bündnis 90, oder die Linke, oder die FDP. Größer ist das Angebot an demokratischen Parteien zur Zeit nicht.
Die einen sagen die "Grünen" haben zu bizarre Vorstellungen (zum Beispiel, Sex auf Krankenschein, oder einmal in der Woche fleischloses Essen) die "Linken" scheinen Ihnen zu radikal, obwohl sie die Partei war, die mit ihrer gebetsmühlenartig vorgetragenen Forderung nach dem Mindestlohn, diesen immerhin erreicht haben (auch wenn sich das Trittbrett fahrende Parteien auf ihre Fahnen geschrieben haben). Ja und die FDP sie ist zumindest die Partei, die liberales Denken proklamiert und Europa als Chance und an erster Stelle sieht. Für diese Partei ist der freie Handel und die soziale Marktwirtschaft eine der Grundsäulen Europas. Aber die Existenzsicherung der kleinen Leute kommt in ihrem Programm nicht vor.
Das ist sicherlich alles richtig, aber wenn der Reichtum nach oben unbegrenzt sein darf (und das ist er in diesem Deutschland), dann muß die Armut nach unten deutliche Grenzen haben!
So nun noch die Parteien, die ihr demokratisches Grundverständnis nicht ganz so deutlich zeigen können, gut die NPD ist ein Auslaufmodell auch ohne richterliches Verbot, aber die AfD ist ein nicht zu übersehender Ersatz geworden. Demagogisch verkauft sie den Wählern angeblich alte Werte und alte Wertvorstellungen. Sie prägt sich deutschnational und ist gegen die EU. Derartige politische Strömungen gibt es in ganz Europa. Nur ein zerstückeltes Europa der Nationalstaaten hat politisch und ökonomisch längst nicht so viel Gewicht wie ein geeintes und ein friedliches Europa. Ohne Kriege geht eben am besten wenn man sich einig ist! Hauptsächlich deshalb und kann man diese Parteien nicht wählen wollen.
So jetzt kommt sie, die "Gretchenfrage" wenn soll ich wählen? Wem soll oder kann ich noch glauben?
Wer sorgt dafür dass die Armut nach unten begrenzt wird?
Welche Partei schreibt in ihr Programm, dass sie wenigsten in kleinen Schritten etwas für den "kleinen Mann" tun will?
Welche Partei würde sich denn noch, an die vor der Wahl gegebenen Versprechen messen lassen wollen?
Tja! Nun stehe ich wieder am Anfang meiner Überlegungen!
Es ist wirklich nicht besonders einfach ein Demokrat zu sein, nicht wählen gehen sagen alle, sei falsch und das wählen gehen sei richtig. Aber wenn die, die ich wählen soll oder könnte mir etwas vorgaukeln, also etwas versprechen und es dann doch anders machen ist die fundamentale Basis für das abgeben der Stimme ausgeräumt!
Das mit der Mehrwertsteuer hatten wir eben schon, aber es gab ja noch mehr. Mit mir wird es keine Maut geben..." so der Text von Frau Merkel im Wahlkampf und jeder konnte es beobachten, vergessen...
Der Atomausstieg war von "Rot-Grün" beschlossen, von der Kanzlerin dann doch noch mal verlängert und nach dem Desaster in Japan kam der Ausstieg dann sofort. Ich meine, es war richtig, aber glaubwürdig war das in der Abfolge auf keinen Fall.
Wie formulierte der Herr Müntefering dass so schön, er fände es nicht fair, die Politiker daran zu messen was sie vor der Wahl versprochen haben! So und nun bin ich aber doch froh, dass ich bis zum September noch Zeit habe meine demokratische Entscheidungsfindung zu organisieren. Ihnen geht es genau so? Wir dürfen also gespannt sein,
Ihr
Manfred Querblick

