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Heimspiel-Doppel SVC Frauen Verbandsliga

Damen feiern vorzeitige Meisterschaft

Sonntag, 26. Februar 2017, 15:45 Uhr
Ein Pass, ein Sprung, ein Jubel: Franziska Thürmer schmettert den Ball, den sie zuvor von Madlen Trümper serviert bekommt, über den generischen Block. Jessica Petzold hechtet dem Ball zwar hinterher, kann ihn aber nicht im Spiel halten. In diesem Moment entlädt sich auf der anderen Seite eine gehörige Portion Anspannung...


Jubelschreie erfüllen die Wiedigsburghalle. Spielerinnen liegen sich jubelnd in den Armen und hüpfen Arm in Arm im Jubelkreis. "Thüringenliga, Thüringenliga hey hey", skandieren sie.

Auf diesen Moment hatten die Verbandsliga-Volleyballerinnen des SVC Nordhausen in den zurückliegenden Monaten hingearbeitet. Am vorletzten Spieltag brachte das Team von Trainer Jens Liebold die Meisterschaft unter Dach und Fach. Die dafür noch fehlenden drei Punkte holte es sich im ersten von zwei Heimspielen. Zum Auftakt besiegte es den SV Fortuna Pößneck mit 3:0 (25:23, 25:13, 25:20) und ließ im Anschluss einen 3:1 (25:11, 21:25, 25:14, 25:18)-Sieg gegen die SSG 01 Blankenhain folgen. "Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft, die sie über die Saison gebracht haben. Noch dazu, weil sie bis jetzt alle Spiele gewonnen hat. Daher ist es sehr berechtigt, dass wir dort oben stehen und aufsteigen", sagte Liebold.

Im ersten Satz des ersten Spiels schlug der Puls schon etwas heftiger. Anfangs fanden die Nordhäuserinnen überhaupt nicht in ihren Rhythmus, Pößneck enteilte zum 10:2. Mit Ruhe und Besinnung auf die Tugenden arbeitete und kämpfte sich der SVC zurück ins Spiel. Am Ende drehte der Gastgeber einen schon fast verloren Durchgang in einen Satzgewinn. "Mit der besseren Technik, Disziplin und dem besseren Spielsystem haben wir Pößneck den Zahn gezogen", blickte Liebold zurück. Der zweite Durchgang wurde eine klare Angelegenheit, und im dritten wehrte sich Pößneck noch ein wenig. Das brachte den souveränen Spitzenreiter nicht aus dem Konzept. Für den Gastgeber folgte der verdiente Lohn: die vorzeitige Meisterschaft.

Nach der Pflicht folgte die Kür, die recht souverän gegen Blankenhain begann. Der erste Satz überraschte Liebold. "Ich hatte eigentlich mit einem Leistungsabfall gerechnet. Gerade nach dem vorherigen Spiel, in dem anschließend die Spannung abfiel. Da ich wusste, dass es nicht einfach wird, habe ich meiner Mannschaft gesagt, dass sie den ersten Satz nutzen sollten, um ins Spiel zu kommen." Sein Team spielte in der Manier eines Meisters auf. Blankenhain leistete sich zu viele individuelle Fehler. Das änderte sich im zweiten Satz, in dem der SVC seine Lockerheit verlor und Blankenhain ins Spiel brachte. In den Sätzen drei und vier ließ der SVC den Gästen wiederum keine Chance.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft. Zu dieser gehören auch die Spielerinnen, die eigentlich genau wissen, dass sie nicht jedes Mal zum Einsatz kommen. Alle Reservisten und Neulinge sind unverzichtbar für das Team. Sie fordern und fördern den Stammsechser. Alle sind im Team gleich und haben ihren Teil zum Erfolg beigetragen", betonte Liebold. Und genau jene Spielerinnen stimmten ausgelassen in den Jubel mit ein und hüpften freudig auf und ab.

SVC: Adriane Grunig, Madlen Trümper, Franziska Thürmer, Jenny Feuerstein, Nadine Lehmann, Katharina Heinrich, Jenna Junge, Michelle Klante, Janine Müller
Sandra Arm
Autor: red

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