Wohnraum für Großfamilien
Darf's etwas mehr sein?
Freitag, 24. Februar 2017, 15:00 Uhr
Wohnraum war in den letzten Jahren in Nordhausen ein rares Gut, zumindest dann, wenn man mehr als zwei bis drei Räume für Kind und Kegel benötigt. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft geht das Thema jetzt an, die ersten Wohnungen werden in den kommenden Wochen bezugsfertig sein...
Wer in Nordhausen eine 5-Raum-Wohnung finden will, der braucht auch eine Portion Glück, das Angebot ist spärlich. Das hat man inzwischen auch bei der SWG eingesehen, Im Mai vergangenen Jahres hat man sich deswegen daran gemacht, zwei alte Häuser wieder auf Vordermann zu bringen. "In Gründerzeitbauten hat man ganz andere Grundrisse", sagte Inge Klaan am Vormittag beim Rundgang durch die beiden Wohnhäuser, "so würde man heute gar nicht mehr bauen".
In der Bochumer Straße 36 konnte man so drei 5-Raum-Wohnungen mit jeweils 124 qm Wohnfläche schaffen, die sich über die gesamte Breite des Gebäudes ziehen. Wenige Meter weiter, in der Hesseröder Straße 25, sind neben zwei "kleineren" 3-Raum-Wohungen mit jeweils rund 93 qm noch einmal drei Wohnungen mit vier Räumen entstanden, die zwischen 111 und 126 qm groß sind. Beide Gebäude habe man "vom Keller bis zum Dachboden" komplett saniert, erklärte Frau Klaan, 1,12 Millionen Euro hat das die SWG gekostet, geplant hatte man mit 1,2 Millionen.
Die Decken hoch, die Räume groß, viel Licht - was will man mehr? Stuckverzierungen an der Decke aus dem Baujahr 1906 vielleicht, Holzdielen, extra große Balkonflächen oder auch ein Blockheizkraftwerk im Keller, das nicht nur für Wärme, sondern auch für Strom sorgt. Letzteres findet sich im Keller des Gebäudes in der Hesseröder Straße. Aufgebaut und betrieben wird das "BHKW" von der EVN. Über die Kooperation will man die Mieter auch an der Stromgewinnung beteiligen,das sei nicht nur gut für das Gewissen, sondern auch für den Geldbeutel, meinte Klaan. Ob das Experiment gut geht, werde sich zeigen, für die Mieter bestehe schließlich weiterhin Wahlfreiheit in Sachen Stromanbieter.
Dass der Bedarf für größeren Wohnraum vorhanden ist, weiß man bei der SWG, dennoch ist man vorsichtig mit der weiteren Entwicklungen. Im Bereich Bochumer/Hesseröder Straße hält man noch andere alte Gebäude, die zum Teil über Jahre nicht bewohnt wurden und könnte diese sanieren und auf dem Wohnungsmarkt anbieten, so denn das jetzige Angebot auch angenommen wird. Die Dachgeschosswohnung mit Blick auf die Altstadt ist jedenfalls schon weg.
SWG-Chefin Inge Klaan - weitere Objekte sind in Planung (Foto: Angelo Glashagel)
Qualitativ hochwertigen Wohnraum würden viele Nordhäuser in diesem Bereich der Stadt schlicht nicht vermuten, meinte Inge Klaan. Das zu ändern hat man sich alle Mühe gegeben, von der Kreuzung vor der Haustür ist drinnen nichts zu hören, Stellplätze soll es in der Hesseröder Straße hinter dem Haus und in der Bochumer Straße bei der Ballspielhalle geben, erläuterte SWG Chefin Klaan, in den nächsten Tagen und Wochen wolle man auch auf den Außenflächen noch "Form und Farbe" einbringen.
In der Hesseröderstraße werden demnächst auch die Gewerberäume im Erdgeschoss frei, die Rolandapotheke wird ausziehen. Theoretisch könne man auch hier noch Wohnungen bereit stellen, die dann auch barrierefrei gestaltet werden könnten.
Noch sind aber die Handwerker zugange, in der Hesseröder Straße ist der Startschuss zum Bezug für den 1. April geplant, in der Bochumer Straße wird es schon einen Monat früher losgehen.
Angelo Glashagel
Autor: redWer in Nordhausen eine 5-Raum-Wohnung finden will, der braucht auch eine Portion Glück, das Angebot ist spärlich. Das hat man inzwischen auch bei der SWG eingesehen, Im Mai vergangenen Jahres hat man sich deswegen daran gemacht, zwei alte Häuser wieder auf Vordermann zu bringen. "In Gründerzeitbauten hat man ganz andere Grundrisse", sagte Inge Klaan am Vormittag beim Rundgang durch die beiden Wohnhäuser, "so würde man heute gar nicht mehr bauen".
In der Bochumer Straße 36 konnte man so drei 5-Raum-Wohnungen mit jeweils 124 qm Wohnfläche schaffen, die sich über die gesamte Breite des Gebäudes ziehen. Wenige Meter weiter, in der Hesseröder Straße 25, sind neben zwei "kleineren" 3-Raum-Wohungen mit jeweils rund 93 qm noch einmal drei Wohnungen mit vier Räumen entstanden, die zwischen 111 und 126 qm groß sind. Beide Gebäude habe man "vom Keller bis zum Dachboden" komplett saniert, erklärte Frau Klaan, 1,12 Millionen Euro hat das die SWG gekostet, geplant hatte man mit 1,2 Millionen.
Die Decken hoch, die Räume groß, viel Licht - was will man mehr? Stuckverzierungen an der Decke aus dem Baujahr 1906 vielleicht, Holzdielen, extra große Balkonflächen oder auch ein Blockheizkraftwerk im Keller, das nicht nur für Wärme, sondern auch für Strom sorgt. Letzteres findet sich im Keller des Gebäudes in der Hesseröder Straße. Aufgebaut und betrieben wird das "BHKW" von der EVN. Über die Kooperation will man die Mieter auch an der Stromgewinnung beteiligen,das sei nicht nur gut für das Gewissen, sondern auch für den Geldbeutel, meinte Klaan. Ob das Experiment gut geht, werde sich zeigen, für die Mieter bestehe schließlich weiterhin Wahlfreiheit in Sachen Stromanbieter.
Dass der Bedarf für größeren Wohnraum vorhanden ist, weiß man bei der SWG, dennoch ist man vorsichtig mit der weiteren Entwicklungen. Im Bereich Bochumer/Hesseröder Straße hält man noch andere alte Gebäude, die zum Teil über Jahre nicht bewohnt wurden und könnte diese sanieren und auf dem Wohnungsmarkt anbieten, so denn das jetzige Angebot auch angenommen wird. Die Dachgeschosswohnung mit Blick auf die Altstadt ist jedenfalls schon weg.
SWG-Chefin Inge Klaan - weitere Objekte sind in Planung (Foto: Angelo Glashagel)
Qualitativ hochwertigen Wohnraum würden viele Nordhäuser in diesem Bereich der Stadt schlicht nicht vermuten, meinte Inge Klaan. Das zu ändern hat man sich alle Mühe gegeben, von der Kreuzung vor der Haustür ist drinnen nichts zu hören, Stellplätze soll es in der Hesseröder Straße hinter dem Haus und in der Bochumer Straße bei der Ballspielhalle geben, erläuterte SWG Chefin Klaan, in den nächsten Tagen und Wochen wolle man auch auf den Außenflächen noch "Form und Farbe" einbringen. In der Hesseröderstraße werden demnächst auch die Gewerberäume im Erdgeschoss frei, die Rolandapotheke wird ausziehen. Theoretisch könne man auch hier noch Wohnungen bereit stellen, die dann auch barrierefrei gestaltet werden könnten.
Noch sind aber die Handwerker zugange, in der Hesseröder Straße ist der Startschuss zum Bezug für den 1. April geplant, in der Bochumer Straße wird es schon einen Monat früher losgehen.
Angelo Glashagel





