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Zorge, Bere und Helme

Hochwasser-Alarmstufe im Südharz

Donnerstag, 23. Februar 2017, 12:30 Uhr
Passanten bleiben in Nordhausen staunend stehen. Einige zücken das Smartphone und füttern ihren Facebook-Account. Vor allem in der Zorge befindet sich aktuell "viel Wasser"...

Blick auf die "volle" Zorge in Nordhausen (Foto: nnz) Blick auf die "volle" Zorge in Nordhausen (Foto: nnz)

Bis zum Montag war es entlang der Zorge sehr ruhig. Da flossen an der Messstelle zwischen Bleiche und Grimmelallee mal gerade fünf Kubikmeter pro Sekunde durch. Einen Tag später waren es bereits 40 Kubikmeter, aktuell (9 Uhr) sind es bereits 55 Kubikmeter je Sekunde.

Der Pegel der Zorge liegt aktuell bei 236 Zentimeter, das sind noch 24 Zentimeter von der ersten Alarmstufe entfernt. Das allerdings könnte sich im Verlaufe des Tages ändern, denn die Bere bringt nach wie vor viel Wasser aus dem Harz. Das intensive Tauwetter ist der Grund.

Bei Ilfeld hat die Bere die Alarmstufe 1 von 180 Zentimeter um vier Zentimeter überschritten, der Pegelstand hat sich jedoch in den zurückliegenden Stunden kaum geändert. Die Helme bei Sundhausen hat mit 130 Zentimeter gerade den sogenannten Meldebeginn erreicht.

Die aktuelle Situation hatte und hat Auswirkungen auf den Verkehr. Immer noch gesperrt ist die Straße zwischen Woffleben und Gudersleben, hier ist die Wieda über die Ufer getreten. Zwischen Niedersachswerfen und Woffleben rollt der Verkehr wieder, allerdings mit einem Begrenzung der Geschwindigkeit.

Ähnlich im Bereich Ilfeld/Netzkater. Hier mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in der Nacht Abflüsse freilegen, denn gegen 22.30 Uhr wurde eine Überflutung des Bereiches gemeldet. Später wurde die Sperrung aufgehoben und Schrittgeschwindigkeit angeordnet.

Wir werden Sie auf jeden Fall weiter über die Situation im Landkreis Nordhausen informieren.
Peter-Stefan Greiner

Update 12.30 Uhr

Entspannt hat sich die Situation auch in Netzkater. Dort waren die B4 in Höhe Netzkater und die B81 in Höhe Abzweig Rabensteiner Stollen am Mittwochabend teilweise von der Bere überflutet worden. Die Fahrbahn war zeitweise in beiden Bereichen zur Hälfte überspült. „Wir sind gegen 21.30 Uhr alarmiert worden“, berichtete Ilfelds Wehrführer André Bornemann. Die Wehrleute säuberten die Straßendurchlässe, so dass das Wasser wieder abfließen konnte. Insgesamt elf Kameraden waren für knapp eineinhalb Stunden im Einsatz.
Autor: red

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