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Trauer und Entsetzen in Nordhausen

Donnerstag, 02. August 2001, 12:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Zwei große Traueranzeigen schockierten heute die Leser einer in Nordhausen erscheinenden Tageszeitung. Da war vom Tod zweier Menschen zu lesen. Sie wurden am 6. Juli umgebracht. nnz mit den Hindergründen.


Die Beisetzung 40jährigen Mutter und ihres 15jährigen Sohnes soll am Samstag auf dem Nordhäuser Friedhof erfolgen. In dem Text der Traueranzeige ist zu lesen: „Unser Entsetzen über die unverständliche Tat des Mörders zerreißt unsere Herzen“. Der Mörder war der Lebensgefährte der 40jährigen Frau. Die Tat ereignete sich in Bremen. Am 19. Juli wurde der 55jährige von der Polizei gefasst, er hatte die Taten sofort gestanden, so die Beamten der Bremer Kripo. Über die Hintergründe des Doppelmordes ist im Archiv der Nachrichtenagentur AP folgendes zu lesen:

„Nach eigenen Angaben erwürgte der Mann seine Partnerin im Affekt. Den Sohn habe der Arbeitslose mit einem Hammer erschlagen, weil dieser ihn bei der Leiche überraschte. Mutter und Sohn hätten mit dem 55-Jährigen zusammengelebt, berichtete die Polizei. Nach dessen Angaben hatte er mit seiner Lebensgefährtin Streit bekommen, weil diese sich von ihm trennen wollte. Dabei habe auch ein Tötungsdelikt eine Rolle gespielt, das er als Jugendlicher begangen habe. Damals habe er einen Bauern mit einem Hammer getötet. Der Mann sei damals wegen Schuldunfähigkeit für sieben Jahre in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen worden, so die Polizei. Mutter und Sohn waren bereits vor zwei Wochen ermordet worden. Entdeckt wurden die Leichen erst am Donnerstag (19.7.01). In der Wohnung fand die Polizei einen Brief, in dem der Lebensgefährte die Taten zugab und von Streitigkeiten sprach. Seit der Tat war der Mann mit einem Leihwagen auf der Flucht und unternahm nach Polizeiangaben mehrere Selbstmordversuche. Er wurde in Bremen nach einem Hinweis aus der Bevölkerung gefasst.“
Autor: nnz

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