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Zwischen Frust und Freude

Montag, 06. Februar 2017, 13:46 Uhr
Frust bei den einen, Freude bei den anderen, so das Fazit vom vergangenen Kegelwochenende. Frust bei der 1. Seniorenmannschaft des Nordhäuser SV, die nach der mit Abstand schlechtesten Saisonleistung die zweite Heimpleite in Folge erlebten. Freude dagegen bei der NSV-Zweiten, die sich der letzten noch bestehenden Abstiegssorgen entledigte...

Und Freude auch bei Salzas Senioren, die die schwere Auswärtshürde in Langula erfolgreich meisterten und weiter die Landesligastaffel anführen.

Titelverteidiger endgültig aus dem Rennen

Schlechter geht es wohl kaum noch. Nur ein Vierhunderter, mit Ach und Krach gerade noch die 1600-Marke übertroffen. Hatte man im Heimspiel gegen Vieselbach schon schlecht gespielt, so gab es nun gegen Sömmerda noch eine Steigerung im negativen Sinne. Der noch amtierende Landesmeister der Senioren (100 Wurf), das Team vom Nordhäuser SV, war völlig von der Rolle, war gegen eine solide spielende Sömmerdaer Mannschaft trotz Heimvorteils chancenlos. Am Ende gab es nur noch Frust. Dabei schien man die Niederlage gegen Vieselbach gut weggesteckt zu heben, denn in Gotha hatte man sofort wieder mit einer exzellenten Mannschaftsleistung aufgewartet. Um so unverständlicher das Trauerspiel am Sonnabend an der Rotleimwiese, mit dem man sich endgültig von einer erfolgreichen Titelverteidigung verabschiedet hat. Sechs Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Gebesee bei nur noch vier ausstehenden Spielen.

Frust schon nach dem ersen Paar. Karl-Josef Gleitze, seit Wochen in Spitzenform, kam diesmal überhaupt nicht zurecht, lag schon nach der ersten Bahn deutlich zurück. Roland Rahn hatte einen guten Beginn, brach nach dem Bahnwechsel aber völlig ein während sein Gegenüber Bernd Weidlich immer sicherer wurde am Ende mit 435 Holz Tagesbestleistung spielte. 80 Holz Rückstand für die Gastgeber und nur noch ein Fünkchen Hoffnung, dem Spiel noch eine Wende gegen zu können. Diese Hoffnung zerschlug sich dann schon im ersten Spiel in die Vollen, denn sowohl Rainer Wille als auch Uwe Schmögner gerieten sofort in Rückstand. Beide konnten dann im Räumen nur geringfügig Boden gut machen. Uwe Schmögner, obwohl gehandikapt, beendete die erste Bahn sogar noch mit einer knappen Führung, steigerte sich auf der zweiten Bahn noch, war schließlich mit Abstand bester Nordhäuser und holte den einzigen Einzelsieg für die Gastgeber. Bei Rainer Wille, der zur Zeit mit mentalen Problemen zu kämpfen hat, aber lief es weiter nicht gut. Zwar ließ er seinen Gegner nicht weiter ziehen, doch musste er ihm einen knappen Sieg überlassen.

Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV – Sömmerdaer KSV1609:1672
Karl-Josef Gleitze395:426
Roland Rahn386:435
Rainer Wille398:403
Uwe Schmögner430:408

NSV-Zweite sichert den Klassenerhalt

Während sich die NSV-Erste in der Verbandsliga endgültig aus dem Titelkampf verabschieden musste, hat sich die NSV-Zweite mit einem überlegenen Sieg gegen Weißensee eine Etage tiefer in der Landesliga aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Zwar blieb man diesmal deutlich hinter den zuletzt starken Leistungen zurück, doch präsentierte man sich erneut mit mannschaftlicher Geschlossenheit und war in keiner Phase des Spiels in Gefahr. Alle vier Einzelspiele wurden eine sichere Beute der Gastgeber. Dabei hatten die früh angereisten Gäste zu Beginn leise Hoffnungen auf einen eigenen Sieg geäußert. Doch die waren schon nach dem ersten Paar ins Reich der Utopie verbannt. Rainer Gebhardt, obwohl mit einigen Schwankungen kämpfend, hatte seinen zu schwachen Gegner genau so sicher im Griff wie der Tagesbestleistung spielende Klaus Wilke den seinen. Bei schon 119 Holz Rückstand konnte es für das zweite Weißenseer Paar bestenfalls noch um etwas Schadensbegrenzung gehen. Doch auch das gelang nicht. Denn auch Ingo Koudele und Heinz Schulz beherrschten ihre Gegner sicher und bauten den Vorsprung noch deutlich aus. Sowohl in die Vollen als auch im Räumen waren die Nordhäuser klar besser. 38 Fehlwürfe allerdings waren nicht gerade das Gelbe vom Ei. Gegen eine stärkeren Gegner als es die Weißenseer waren, könnte das unangenehme Folgen haben.

Landesliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV II – KSC 03 Weißensee1629:1451
Rainer Gebhardt389:330
Klaus Wilke421:361
Ingo Koudele405:372
Heinz Schulz414:388

Salzaer Krimisieg in Langula

Mit einem schwer erkämpften Sieg in Langula haben die Senioren der TSG Salza ihre Tabellenführung in der Landesliga 120 Wurf verteidigt. Erster Verfolger bleibt Roßleben, das sein Heimspiel gegen Weimar nach 0:2-Rückstand mit einiger Mühe noch gewinnen konnte. Der Tabellendritte USV Jena dagegen bezog in Buttstädt eine überraschende 2:4-Niederlage und hat nun drei Punkte Rückstand auf Salza.

Salza, dass in der vergangenen Saison beide Spiele gegen die Langulaer verloren hatte, wollte natürlich Revanche nehmen. Und das sah nach dem ersten Durchgang auch sehr gut aus. Glänzend Dieter Werner, der vor allem auf der zweiten (147:120) und dritten Bahn (155:129) überragend spielte, nur die letzte Bahn knapp abgab und am Ende mit Abstand der Tagesbeste war. Leider verlor Wolfgang Heinze sein Spiel sehr unglücklich. Auf der ersten Bahn lag er bis kurz vor Schluss immer in Führung. Ein Fehlwurf zuviel kostete aber noch den Sieg.

Dieter Werner legte mit toller Tagesbestleistung die Grundlage zum Salzaer Sieg in Langula. (Foto: Dieter Werner) Dieter Werner legte mit toller Tagesbestleistung die Grundlage zum Salzaer Sieg in Langula. (Foto: Dieter Werner)
Dieter Werner legte mit toller Tagesbestleistung die Grundlage zum Salzaer Sieg in Langula.

138:137 für den Langulaer. Mit einem 134:115 aber gab er sofort die richtige Antwort. Auf der Dritten Bahn lag er nach den Vollen auch deutlich in Führung. Im Räumen dann aber kaum noch gute Anwürfe und sein Gegner konnte noch vorbei ziehen. Das gleiche auf der letzten Bahn. Deshalb nur 1:1 nach dem ersten Paar. Aber 84 Holz Vorsprung für die Gäste. Eine gute Ausgangsposition. Im zweiten Paar hatte Erwin Fessel durchweg große Mühe im Räumen, war hier dem besten Langulaer Ged Kleinschmidt deutlich mit 139:181 unterlegen. Nur ein Sieg auf der zweiten Bahn und am Ende ein Minus von 38 Holz. Aber immer noch genügend Vorsprung an gefallenen Kegeln für die Gäste, was zumindest für ein Unentschieden gereicht hätte. Denn im Kampf zwischen TSG-Kapitän Rainer Schubert und Languas Bernhard Koch spielte sich ein wahrer Krimi ab. Bahn Eins ging mit 144:141 an den Langulaer. Dann 134:133 für den Salzaer, der sich danach aber genauso knapp 111:112 beugen musste. Zum Salzaer Sieg musste auf der letzten Bahn ein Sieg mit mindestens vier Holz Vorsprung her. Da schienen die Nerven kar auf Seiten von Rainer Schubert. 94:79 gewann er in die Vollen. Im Räumen aber wurde es noch einmal spannend, denn der Langulaer kämpfte und holte auf. Aber es reichte schließlich für Salza. Zwar hatte Langula am Ende mehr Bahnen für sich entschieden, doch bei 2:2 Einzelsiegen sprach das starke Mannschaftsresultat von 2071 Holz klar für die TSG.
Uwe Tittel

Landesliga Senioren 120 Wurf
SV 1883 Langula II – TSG Salza2:4(2020:2071/9:7)
Dieter Werner1:0(564:479/3:1)
Wolfgang Heinze0:1(511:512/1:3)
Erwin Fessel0:1(482:520/1:3)
Rainer Schubert1:0(514:509/2:2)

Autor: red

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