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Nach Kalifornien-Trip

Tiefensee zieht positive Bilanz

Sonntag, 05. Februar 2017, 15:44 Uhr
Eine überaus positive Bilanz zieht Wirtschaftsminister Tiefensee nach seiner Kalifornien-Reise, die gestern zu Ende ging: „Die Menschen in den USA sind durch Trumps Kurs genauso verunsichert wie wir in Europa. Deswegen war der jetzige Zeitpunkt unserer Reise genau der richtige, um zu zeigen, dass der Wille zur Zusammenarbeit mit unseren amerikanischen Partnern und Freunden ungebrochen ist“...

Messe-Besuch in Kaliformien (Foto: TMWWDG) Messe-Besuch in Kaliformien (Foto: TMWWDG)
Deutschland werde in den USA nach wie vor als ein interessanter, wichtiger und zuverlässiger Partner gesehen. Davon profitiert auch Thüringen: Man habe neue Kontakte in der Wirtschaft knüpfen, interessante Einblicke in Firmen des Silicon Valley erhalten und die wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter ausbauen können, so Tiefensee.

Die Reise habe gestandenen Unternehmen, aber vor allem auch Start-up-Unternehmen aus dem Freistaat eine gute Plattform des Austauschs geboten. So fanden in San Francisco zahlreiche Runden zur Kontaktanbahnung – etwa mit der German American Business Association (GABA), die deutsche Unternehmen mit US-amerikanischen in Verbindung bringt – oder ein „Pitch“ mit potenziellen Investoren statt. „Das ist gerade für junge Unternehmen wichtig, die zwar gute Ideen, aber noch nicht die langfristig tragfähigen Netzwerke und Ressourcen haben“, betonte Tiefensee. Unternehmensbesuche im Silicon Valley – etwa bei Facebook, Hewlett Packard oder BMW Technologies – boten interessante Einblicke, und auf der weltweit größten Photonik-Messe punkteten nicht zuletzt Thüringer Firmen mit innovativen Lösungen.

Auch die Wissenschaftskontakte konnten weiter ausgebaut werden. Bei seinen Besuchen der Universitäten Berkeley, Stanford und in Los Angeles betonte Tiefensee die Wichtigkeit der thüringisch-amerikanischen Wissenschaftsbeziehungen. Vertreter der Friedrich-Schiller-Universität Jena waren mitgereist, um vor Ort den Ausbau der Zusammenarbeit mit der Universität in Berkeley zu besprechen – etwa mit einem Stipendienprogramm, über das amerikanische Studenten ab April 2017 finanzielle Unterstützung für ihr Studium in Jena erhalten.

Zudem konnten Kooperationen zwischen dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) und zwei kalifornischen Forschungseinrichtungen - dem Lawrence Livermore National Lab (LLNL) zum Thema Hochleistungslaserkonzepte und der Stanford University zum Thema Computational Imaging - abgeschlossen werden. Die Bauhaus-Universität Weimar und University of Southern California in L.A. verständigten sich auf eine Zusammenarbeit zur Digitalisierung von Prozessen im Bauwesen, in dem die kalifornische Universität besonders innovative Forschung betreibt.

„Diese Partnerschaften von Wirtschaft und Wissenschaft sind der Beweis dafür, dass der Austausch von Wissen funktioniert und für beide Seiten von großem Interesse ist“, so Tiefensee: „Gerade im Bereich der Hochtechnologien sind internationale Forschungskooperationen und gemeinsame Märkte über Grenzen hinweg überlebenswichtig – dazu gibt es keine Alternative.“ Das werde auch die neue Trump-Administration einsehen müssen, wenn sie den amerikanischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und letztlich dem Wirtschafts- und Technologiestandort keinen dauerhaften Schaden zufügen wolle.
Autor: red

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