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Kegler bereiteten viel Freude

Montag, 30. Januar 2017, 13:42 Uhr
Heike Fiedler gelang der überraschende Ehrenpunkt für die Nordhäuserinnen (Foto: Uwe Tittel) Heike Fiedler gelang der überraschende Ehrenpunkt für die Nordhäuserinnen (Foto: Uwe Tittel)
Ein sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Keglerinnen und Keglern aus dem Kreis Nordhausen. Vier Siege aus fünf Partien stehen auf der Habenseite. Die Männer der SG Bleicherode/Sollstedt und die Senioren der TSG Salza verteidigten ihre Spitzenlpositionen in der 1. Landesklasse bzw. Landesliga...

Erfolge auch für die Senioren des Nordhäuser SV und die Frauen der TSG Salza. Nur die ersatzgeschwächten Frauen des NSV unterlagen trotz ordentlicher Leistung beim Tabellenführer.


Trotz Niederlage nicht unzufrieden

Wie zu erwarten gab es für die Frauen des Nordhäuser SV beim souveränen Landesliga-Spitzenreiter SSV Erfurt Nord nichts zu gewinnen. Zumal man wegen Krankheitsausfällen die Partie nur mit doppeltem Ersatz bestreiten konnte. Unter diesen Umständen zog man sich sich sogar sehr achtbar aus der Affäre. Heike Fiedler, die drei Bahnen lang sehr konstant gut spielte, erst zum Ende hin etwas schwächelte, holte sogar überraschend einen Punkt für die Gäste. Dazu durfte sie sich über ein Ergebnis von über 500 Holz freuen. Bigit Galonska hatte leider keinen guten Auftakt, verlor die erste Bahn mit 105:126.

Diesem Rückstand lief sie in der Folge vergeblich hinterher. Siege auf der zweiten und der letzten Bahn reichten nicht aus, um das Spiel noch zu drehen. Im zweiten Paar musste sich dann Ursula Lautenbach wie zu befürchten glatt mit 0:4 geschlagen geben. Dennoch zog sie sich gegen die Topten-Führende Bärbel Mendehl achtbar aus der Affäre, spielte vier gleichmäßige Bahnen. Leider hatte NSV-Kapitän Tina Romhardt nicht ihren besten Tag. Dabei schien sie nach zunächst mit 117:135 klar verlorener erster Bahn auf gutem Weg, gewann Bahn Zwei mit überragenden 151:129. Doch das war´s gegen die Tagesbestleistung spielende Anke Lorenz, die recht mühelos die restlichen beiden Bahnen für sich entschied. Vor allem im Räumen (46:11 Fehlwürfe!) waren die NSV-Frauen deutlich unterlegen.

Landesliga Frauen 120 Wurf
SSV Erfurt Nord – Nordhäuser SV5:1(2044:1952/11:5)
Heike Fiedler1:0(502:501/2:2)
Birgit Galonska0:1(484:497/2:2)
Ursula Lautenbach0:1(460:521/0:4)
Tina Romhardt0:1(506:539/1:3)



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Heike Fiedler gelang der überraschende Ehrenpunkt für die Nordhäuserinnen

Starkes Salzaer Anfangspaar

Mit zwei wichtigen Siegpunkten im Gepäck kehrten die Frauen der TSG Salza von ihrem Gastspiel aus Gräfinau-Angstedt zurück und verbesserten sich damit in der Tabelle auf den vierten Platz. Die Vorentscheidung in der Partie fiel bereits im ersten Paar, in dem beide Salzaerinnen starke Resultate von deutlich über 500 Holz ablieferten und einen hohen Vorsprung von 131 Holz heraus spielten.

Kapitän Steffi Boenki hatte einen überragenden Start, hatte schon nach den ersten beiden Bahnen (148:114/139:124) den Punkt praktisch schon sicher. Ein kleines „Loch“ mit nur 115:109 dann auf der dritten Bahn, zum Schluss aber wieder mit 133:12 absolut souverän zur Tagesbestleistung. Bei Heike Hase schien es zunächst deutlich schwerer zu werden, denn ihre Gegnerin begann sehr stark mit 140:128. Doch damit hatte die Gräfinauerin ihr Pulver schon verschossen, während Heike Hase nun zwei tolle Bahnen mit 142:120 und 148:103 hinlegte. Da konnte sie die schwache letzte und mit 104:104 geteilte Bahn locker wegstecken. Ewas bangen mussten die Gäste dann aber doch noch. Vor allem weil Ines Werner einen rabenschwarzen Tag hatte, überhaupt keine Einsellung zur Bahn fand.

Bahn Eins konnte sie noch knapp mit 116:115 gewinnen, den Rest musste sie mehr oder weniger deutlich abgeben. Michelle Boldt sorgte anfangs für Entwarnung, gewann nach der knapp verlorenen ersen Bahn die zweite sehr deutlich. Doch brach auch sie ein und so kamen die Gastgeberinnen noch einmal bedrohlich auf. Am Ende aber reichte der hohe Vorsprung aus dem ersten Paar doch zum noch sicheren Gesamterfolg.

Landesliga Frauen 120 Wurf
KSV 90 Gräfnau-Angstedt II – TSG Salza2:4(1891:1932/7,5:8,5)
Steffi Boenki1:0(535:459/4:0)
Heike Hase1:0(522:467/2,5:1,5)
Ines Werner0:1(437:475/1:3)
Michelle Boldt0:1(438:490/1:3)

SG auch von Wechmar nicht zu stoppen

Das Führungstrio in der Staffel IV der 1. Landesklasse der Männer gab sich auch am 14. Spieltag keine Blöße. Mihla gewann sein Heimspiel gegen Leimbach 6:2, Concordia Eisenach gegen Waltershausen 5:3 und die SG Bleicherode/Sollstedt gegen die SSG Wechmar sogar mit 7,5:0,5 und verteidigte damit die Tabellenführung. Dabei spielten die Gäste aus Wechmar recht gut mit, holten immerhin acht der möglichen 24 Bahnpunkte. Aber die einmal mehr mit mannschaftlicher Geschlossenheit überzeugenden Gastgeber gerieten dennoch nie in ernsthafte Gefahr.

Maik Schäfer spielte zu Beginn sehr wechselhaft. Starken Leistungen auf der ersten und dritten Bahn stand schwaches Spiel auf den beiden anderen Bahnen entgegen. Dennoch reichte es für einen Fünfhunderter und letztlich sicherem Sieg. Daniel Schäfer musste sich zunächst mit einem Unentschieden begnügen, war seinem Gegner dann aber klar überlegen und so ging es mit einer 2:0-Führung für die SG ins Mittelpaar. Hier ging es zwischen Rainer König und André Herrmann, dem Besten der Gäste, sehr spannend zu. 127:127 endete Bahn Eins. Dann brachte sich der Wechmarer mit 136:114 deutlich nach vorn.

Rainer König konnte dann mit 117:111 nur wenig gut machen. Der Punkt schien weg. Aber eine tolle mit 142:124 gewonnene letzte Bahn brachte doch noch den Punkt. Und da Mario Czerwinski nur seine dritte Bahn abgeben musste und auf der vierten etwas Mühe hatte war bei 4:0 Punkten und 96 Holz Vorsprung im letzten Paar für Wechmar praktisch nichts mehr zu holen. Hier überraschte dann auf Seiten der SG Maik Jalowski mit einem klaren 3:1-Erfolg. Nur die verlorene dritte Bahn war schwach, ansonsten eine sehr gute Leistung. Nur Lucas Hauswald verpasste diesmal einen Einzelsieg. Er ärgerte sich über seine zu schwache letzte Bahn, durch die sein Gegner nach Bahnen und in der Holzzahl noch ausgleichen konnte und so ein Remis erreichte.

1. Landesklasse Männer 120 Wurf
SG Bleicherode/Sollstedt – SSG Wechmar7,5:0,5(2964:2849/16:8)
Maik Schäfer1:0(500:471/2:2)
Daniel Schäfer1:0(488:460/3,5:0,5)
Rainer König1:0(500:498/2,5:1,5)
MarioCzerwinski1:0(496:459/3:1)
Maik Jalowski1:0(491:472/3:1)
Lucas Hauswald0,5:0,5(489:489/2:2)

Geschlossene Mannschaftsleistung der NSV-Senioren

Erst einmal hatten die Verbandsliga-Senioren des Nordhäuser SV in dieser Saison in einem Auswärtsspiel die 1700-Punkte-Marke übertroffen. Das war mit 1750 Holz in Weida. Das hatte aber damals nicht zum Sieg gereicht. Nun wurden es in Gotha 1707 Holz und ein sehr deutlicher Sieg, mit dem man sich eindrucksvoll für die Heimpleite zuletzt gegen Vieselbach rehabilitierte. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit war frappierend.

Nur um vier Holz lagen die vier Nordhäuser von einander getrennt. Da hatten die Gothaer, die weit von ihrer starken Vorjahresform entfernt waren, keine Chance und waren schließlich in allen vier Einzelspielen unterlegen. Wirklich spannend allein die Partie im ersten Paar zwischen Roland Rahn und Andreas Heyer, dem besten Gothaer an diesem Tage. In die Vollen waren beide fast gleichgut, im Räumen aber hatte der Nordhäuser trotz mehr Fehlwürfen klare Vorteile. Für den deutlichsten Einzelsieg sorgte Kapiän Reiner Hagemeier, der seinem Gegner sowohl in die Vollen als auch im Räumen klar überlegen war. Und so ging es mit schon komfortabler Führung von 51 Holz für den NSV in den zweiten Durchgang. Hier zeigte sich Rainer Wille gegenüber den letzten Spielen deutlich verbessert, landete einen sicheren Sieg. Etwas zwiespältig nur das Spiel von Karl-Josef Gleitze. Überragenden 315 Holz in die Vollen ließ er nur noch 113 Räumer bei 10 Fehlwürfen, das schlechteste Räumergebnis der Gäste, folgen. Dennoch war auch sein Einzelsieg nie wirklich gefährdet. Die Nordhäuser bleiben dennoch auf Tabelenplatz Vier hängen, denn Gebesee, Vieselbach und Unterwirbach haben ihre Spiele ebenfalls gewonnen.

Verbandsliga Senioren 100 Wurf
KSV Wacker 99 Gotha – Nordhäuser SV1609:1707
Roland Rahn428:419
Reiner Hagemeier424:382
Rainer Wille427:399
Karl-Josef Gleitze428:409

Salzaer Sieg mit kleinen Schönheitsfehlern

Mit einem locker heraus gespielten Heimsieg über den Tabellenvorletzten Empor Buttstädt haben Salzas Senioren die Tabellenführung in der Landesliga 120 Wurf verteidigt. Klare Fronten schon nach dem ersten Paar, das für Salza zwei glatte Vier-Bahnen-Siege brachte. Beide Gästespielen hatten den Gastgebern nichts Ernsthaftes engegen zu setzen. Dieter Werner spielte sehr gleichmäßig, Ersatzmann Erwin Fessel überragend auf den Bahnen Zwei und Vier, womit er sogar bester Salzaer wurde. 180 Holz Vorsprung bereits für die Gastgeber. Da war alles schon kar. Ein weiterer Vier-Bahnen-Sieg dann auch für Karl-Heinz Meister, lediglich mit dem kleinen Schönheitsfehler versehen, als Einziger im TSG-Quartett knapp die 500-Holz-Marke verfehlt zu haben. Er konnte es mit einem Lächeln quittieren. Ein etwa gequältes Lächeln auch bei Kapitän Rainer Schubert, denn er musste sich sogar geschlagen geben. Sein Gegenüber hatte zunächst ganz stark begonnen und die erste Bahn mit 147:127 gewonnen. Dann aber war der Salzaer da, lag vor der letzten Bahn deutlich mit 32 Holz in Führung. Auf der letzten Bahn aber ging nicht mehr viel, vor allem das letzte Räumen war viel zu schwach und so zog Andreas Schüler mit einem hohen 141:106 noch vorbei, wurde zugleich Tagesbester.
Uwe Tittel

Landesliga Senioren 120 Wurf
TSG Salza – SV Empor Buttstädt 5:1(2031:1780/14:2)
Dieter Werner1:0(507:455/4:0)
Erwin Fessel1:0(514:391/4:0)
Karl-Heinz Meister1:0(498:419/4:0)
Rainer Schubert0:1(512:515/2:2)

Autor: red

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