Dankbar für Frieden
Mittwoch, 01. September 2004, 13:52 Uhr
Dankbar für Frieden (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Mit einer Gedenkminute und Kranzniederlegung haben heute – 65 Jahre nach Beginn des 2. Weltkrieges – die Nordhäuser vor dem Rathaus dem Weltfriedenstag gedacht. Mahnende Worte gab es von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD).An der Stele für die Opfer der Bombardierung der Stadt Nordhausen im Frühjahr 1945 sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, der Weltfriedenstag sollte auch Anlass zu Dankbarkeit sein – Dankbarkeit dafür, dass wir in einer so langen Periode des Friedens leben durften. Vor allem die älteren Menschen, die den Krieg noch miterlebt haben, werden wissen, was das bedeutet.
Am Wochenende werde Sie einer Einladung nach Antwerpen folgen, wo man den 60. Jahrestag der Befreiung von der deutschen Besatzung feiern werde, sagte die OB. Das Beispiel Antwerpen führt uns besonders deutlich die Tragik des Krieges vor Augen: Die Stadt wurde mit V-Waffen beschossen, die belgische Häftlinge hier im KZ Dora produzieren mussten – sie stellten also die Waffen her, mit denen ihre Verwandten zu Hause getötet wurden. Letztlich sei allerdings die Zerstörung, die von Deutschland ausgegangen sei, auch wieder zurückgekehrt – Nordhausen habe dies besonders schmerzhaft zu spüren bekommen.
Andere haben gelitten, bevor wir zu leiden hatten. Das ist das Resultat von Größenwahn in der Politik – deshalb ist es so wichtig, Politik stets und ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu betreiben, sagte die Oberbürgermeisterin.
