nnz-Bücherkiste: Tödlicher Ernst
Samstag, 28. August 2004, 08:45 Uhr
Nordhausen (nnz). So einen Romanbericht gab es bisher noch nicht. Er konnte nur von einem geschrieben werden, der selbst dabei war." So urteilt der Deutschlandfunk über ein Buch, das soeben auf den Markt gekommen ist. Die nnz hat sich das Werk schon mal reingezogen...
"Gerhard Seyfried zeichnet ein authentisches Bild der 70er aus dem Inneren der Bewegung", stellt der Deutschlandfunk fest. Und der WDR ist begeistert: "Gerhard Seyfrieds Roman erzählt die Geschichte der bleiernen Zeit mit bestechender Ehrlichkeit. Er verfällt weder in Nostalgie noch in nachträgliche Distanzierung. Seine Figuren sind Menschen mit Utopien im Kopf und Wut im Bauch." Gerhard Seyfrieds neuer Roman Der Schwarze Stern der Tupamaros spielt in einer Zeit, in der Seyfried der BEWEGUNG 2. JUNI nahestand und knapp davor war, in die Illegalität abzutauchen.
Es sind die turbulenten Zeiten des deutschen Herbstes: In der Münchener "Roten Hilfe" treffen seltsame Gestalten zusammen: Anhänger der umherschweifenden Haschrebellen und der Spaßguerilla, revolutionsromantische Tupamaros, abenteuerlustige Studenten und Anarchistinnen. Sie alle eint die Wut auf die Arroganz und Brutalität der Behörden. Unter ihnen sind Jenny und Fred, die sich kennen und lieben lernen. In einem kurzen, ausgelassenen Sommer der Anarchie entwickeln sie ihre eigene Form des Widerstands: Spottverse, unverschämte Sprüche, die sie im Rücken der Polizei an Wände sprühen, Glasmurmel-Angriffe auf Bankschaufenster.
Doch die Szene verändert sich: die Spaßguerilla-Szene wird von militanten RAF-Leuten unterwandert, Lorenz entführt und Schleyer ermordet. Als Jenny verhaftet wird, aus dem Gefängnis ausbrechen kann und in den Untergrund abtaucht, weiß Fred, daß es ernst wird. Und er macht sich auf die Suche nach seiner Geliebten...
Gerhard Seyfried bietet ein authentisches Bild einer Zeit, in der Spaß und tödlicher Ernst näher beieinander lagen als je in der deutschen Geschichte - und er weiß, wovon er redet, denn das meiste, was in dem Roman beschrieben ist, haben der Autor oder gute Bekannte des Autors selbst erlebt. Erschienen ist das Buch im Berliner Eichborn-Verlag
Autor: nnz"Gerhard Seyfried zeichnet ein authentisches Bild der 70er aus dem Inneren der Bewegung", stellt der Deutschlandfunk fest. Und der WDR ist begeistert: "Gerhard Seyfrieds Roman erzählt die Geschichte der bleiernen Zeit mit bestechender Ehrlichkeit. Er verfällt weder in Nostalgie noch in nachträgliche Distanzierung. Seine Figuren sind Menschen mit Utopien im Kopf und Wut im Bauch." Gerhard Seyfrieds neuer Roman Der Schwarze Stern der Tupamaros spielt in einer Zeit, in der Seyfried der BEWEGUNG 2. JUNI nahestand und knapp davor war, in die Illegalität abzutauchen.
Es sind die turbulenten Zeiten des deutschen Herbstes: In der Münchener "Roten Hilfe" treffen seltsame Gestalten zusammen: Anhänger der umherschweifenden Haschrebellen und der Spaßguerilla, revolutionsromantische Tupamaros, abenteuerlustige Studenten und Anarchistinnen. Sie alle eint die Wut auf die Arroganz und Brutalität der Behörden. Unter ihnen sind Jenny und Fred, die sich kennen und lieben lernen. In einem kurzen, ausgelassenen Sommer der Anarchie entwickeln sie ihre eigene Form des Widerstands: Spottverse, unverschämte Sprüche, die sie im Rücken der Polizei an Wände sprühen, Glasmurmel-Angriffe auf Bankschaufenster.
Doch die Szene verändert sich: die Spaßguerilla-Szene wird von militanten RAF-Leuten unterwandert, Lorenz entführt und Schleyer ermordet. Als Jenny verhaftet wird, aus dem Gefängnis ausbrechen kann und in den Untergrund abtaucht, weiß Fred, daß es ernst wird. Und er macht sich auf die Suche nach seiner Geliebten...
Gerhard Seyfried bietet ein authentisches Bild einer Zeit, in der Spaß und tödlicher Ernst näher beieinander lagen als je in der deutschen Geschichte - und er weiß, wovon er redet, denn das meiste, was in dem Roman beschrieben ist, haben der Autor oder gute Bekannte des Autors selbst erlebt. Erschienen ist das Buch im Berliner Eichborn-Verlag
