Inklusion?
Förderzentren müssen erhalten bleiben
Donnerstag, 12. Januar 2017, 08:56 Uhr
In der jüngsten Sitzung Anfang Januar diskutierten die Mitglieder des Kreisfachausschusses Bildung der CDU intensiv die derzeit bekannten Informationen zum Schwerpunktbereich Inklusion im geplanten neuen Thüringer Schulgesetz, das die Landesregierung in naher Zukunft erlassen möchte...
Die Anwesenden waren sich einig, dass die Teilhabe von Menschen mit Benachteiligungen am Bildungsprozess in vollem Umfang gewährleistet werden muss. Gemeinsames Lernen und Leben sowie eine individuelle Förderung des einzelnen Kindes soll in den Kindertagesstätten und Schulen aller Schularten ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit sein.
Hierzu muss eine Diagnostik frühzeitig einsetzen, um den Kinder die Chance eines guten Eintritts in die Schule zu ermöglichen und Schwierigkeiten mit entsprechenden Maßnahmen pädagogisch und therapeutisch zeitig entgegenzuwirken (Erhalt der Möglichkeiten der Frühförderung und Arbeit mit Förderschwerpunkten ab Klasse 1). Im Mittelpunkt aller Maßnahmen muss dabei das anvertraute Kind stehen.
Sehr skeptisch betrachteten die Gesprächsteilnehmer die zur Umsetzung eines solch komplexen Vorhabens notwendigen personellen, fachlichen und sächlichen Gelingensvoraussetzungen wie
Einigkeit herrschte darüber, die Möglichkeit unbedingt zu erhalten, dass Kinder mit allen Förderschwerpunkten ihre Schulzeit auch im geschützten Raum eines entsprechenden Förderzentrums verleben können. Eine große Gefahr für die Entwicklung des Kindes sieht der Ausschuss auch in verordnetem lernzielgleichen Unterrichten von Kindern mit und ohne Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht. Dies steht dem Grundanliegen der Akzeptanz von Individualität absolut entgegen.
Abschließend bekräftigt der Kreisfachausschuss seine klare Befürwortung der gleichberechtigten Teilhabe aller an schulischer Bildung. Diese Aufgabe benötigt Zeit, unbedingte Besonnenheit, Offenheit für Varianten und die ehrliche Einbeziehung aller am Prozess Beteiligten. Die Sicht auf die Vielfalt der Kinder und auf den Einzelnen muss das Tempo und das Ziel des Handelns bestimmen.
Carola Böck – Vorsitzende KFA Bildung/Kultur
Autor: redDie Anwesenden waren sich einig, dass die Teilhabe von Menschen mit Benachteiligungen am Bildungsprozess in vollem Umfang gewährleistet werden muss. Gemeinsames Lernen und Leben sowie eine individuelle Förderung des einzelnen Kindes soll in den Kindertagesstätten und Schulen aller Schularten ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit sein.
Hierzu muss eine Diagnostik frühzeitig einsetzen, um den Kinder die Chance eines guten Eintritts in die Schule zu ermöglichen und Schwierigkeiten mit entsprechenden Maßnahmen pädagogisch und therapeutisch zeitig entgegenzuwirken (Erhalt der Möglichkeiten der Frühförderung und Arbeit mit Förderschwerpunkten ab Klasse 1). Im Mittelpunkt aller Maßnahmen muss dabei das anvertraute Kind stehen.
Sehr skeptisch betrachteten die Gesprächsteilnehmer die zur Umsetzung eines solch komplexen Vorhabens notwendigen personellen, fachlichen und sächlichen Gelingensvoraussetzungen wie
- einen auskömmlichen Lehrerbesatz,
- die Relation von Schülern ( mit und ohne Förderbedarf) - Lehrern- Förderschullehrern/ Sonderpädagogischen Fachkräften
- die fachliche Qualifizierung
- die Zusammensetzung und Größe von Klassen mit inklusivem Charakter
- das Raumangebot
- den Mangel an entsprechenden Unterrichtsmitteln und Technik
Einigkeit herrschte darüber, die Möglichkeit unbedingt zu erhalten, dass Kinder mit allen Förderschwerpunkten ihre Schulzeit auch im geschützten Raum eines entsprechenden Förderzentrums verleben können. Eine große Gefahr für die Entwicklung des Kindes sieht der Ausschuss auch in verordnetem lernzielgleichen Unterrichten von Kindern mit und ohne Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht. Dies steht dem Grundanliegen der Akzeptanz von Individualität absolut entgegen.
Abschließend bekräftigt der Kreisfachausschuss seine klare Befürwortung der gleichberechtigten Teilhabe aller an schulischer Bildung. Diese Aufgabe benötigt Zeit, unbedingte Besonnenheit, Offenheit für Varianten und die ehrliche Einbeziehung aller am Prozess Beteiligten. Die Sicht auf die Vielfalt der Kinder und auf den Einzelnen muss das Tempo und das Ziel des Handelns bestimmen.
Carola Böck – Vorsitzende KFA Bildung/Kultur
