Rückkehr
Mittwoch, 25. August 2004, 17:31 Uhr
Nordhausen (nnz). Angeregt von überlebenden Häftlingen des KZ Mittelbau-Dora und organisiert von der AG Spurensuche in der Südharzregion sowie der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora wird mit dem Projekt Weg des Lebens seit dem Jahr 2000 an die Opfer der Todesmärsche des KZ Mittelbau erinnert. In diesem Jahr wird auf dem Weg des Lebens zum Ausgangspunkt zurückgekehrt.
In vier Etappen sind bis zum vergangenen Jahr insgesamt über 1000 Schüler symbolisch die Route des Todesmarsches der 1150 Häftlinge der SS-Baubrigade III abgelaufen. Dieser Todesmarsch führte vom 6. bis zum 13. April 1945 von den Außenlagern der Baubrigade III in Osterhagen, Nüxei und Mackenrode zu Fuß über den Harz nach Wernigerode und von dort in offenen Viehwaggons bis in die nördlich von Magdeburg gelegene Altmark. Hunderte von Häftlingen überlebten die Todesmärsche und Massaker in der Letzlinger Heide und bei Gardelegen nicht. An sie und die Leiden der Überlebenden soll das Projekt Weg des Lebens erinnern.
Mit der ersten Etappe von Osterhagen und Nüxei nach Wieda begann das Projekt Weg des Lebens im April 2000. Am 30. August 2004 wird das Projekt an seinen Ausgangspunkt zurückkehren. Hintergrund ist die Überlegung, dass die Todesmärsche im April 1945 im Grunde die Fortsetzung dessen waren, was die Häftlinge der SS-Baubrigade III bereits in den Monaten zuvor hatten erleiden müssen: Täglich wurden sie von ihren Lagerstandorten in Wieda, Nüxei, Osterhagen und Mackenrode zu den Baustellen der Helmetalbahn getrieben, jener nie fertiggestellten Bahnlinie zwischen Nordhausen und Osterhagen, mit der die Verkehrsanbindung des Rüstungszentrums rund um das KZ Mittelbau-Dora verbessert werden sollte.
Für viele Häftlinge wurden die täglichen An- und Abmarschwege zwischen den Unterkünften und den Baustellen entlang der Helmetalbahn zu Todesmärschen, denn die Zwangsarbeit auf den Baustellen der Helmetalbahn führte schnell zur vollständigen Erschöpfung. Verschlimmert wurde die Lage der Häftlinge noch durch Misshandlungen durch die SS, den allgegenwärtigen Hunger und katastrophale hygienische Bedingungen in den Lagern. Hunderte von Häftlingen starben zwischen Sommer 1944 und Anfang 1945 beim Bau der Helmetalbahn. An sie soll der Gedenktag am 30. August 2004 erinnern. Mehrere ehemalige Häftlinge haben ihre Teilnahme an der Veranstaltung angekündigt. Für viele wird es aufgrund des fortgeschrittenen Alters das letzte Mal sein, dass sie die Stätten ihres Leidens aufsuchen.
Autor: nnzIn vier Etappen sind bis zum vergangenen Jahr insgesamt über 1000 Schüler symbolisch die Route des Todesmarsches der 1150 Häftlinge der SS-Baubrigade III abgelaufen. Dieser Todesmarsch führte vom 6. bis zum 13. April 1945 von den Außenlagern der Baubrigade III in Osterhagen, Nüxei und Mackenrode zu Fuß über den Harz nach Wernigerode und von dort in offenen Viehwaggons bis in die nördlich von Magdeburg gelegene Altmark. Hunderte von Häftlingen überlebten die Todesmärsche und Massaker in der Letzlinger Heide und bei Gardelegen nicht. An sie und die Leiden der Überlebenden soll das Projekt Weg des Lebens erinnern.
Mit der ersten Etappe von Osterhagen und Nüxei nach Wieda begann das Projekt Weg des Lebens im April 2000. Am 30. August 2004 wird das Projekt an seinen Ausgangspunkt zurückkehren. Hintergrund ist die Überlegung, dass die Todesmärsche im April 1945 im Grunde die Fortsetzung dessen waren, was die Häftlinge der SS-Baubrigade III bereits in den Monaten zuvor hatten erleiden müssen: Täglich wurden sie von ihren Lagerstandorten in Wieda, Nüxei, Osterhagen und Mackenrode zu den Baustellen der Helmetalbahn getrieben, jener nie fertiggestellten Bahnlinie zwischen Nordhausen und Osterhagen, mit der die Verkehrsanbindung des Rüstungszentrums rund um das KZ Mittelbau-Dora verbessert werden sollte.
Für viele Häftlinge wurden die täglichen An- und Abmarschwege zwischen den Unterkünften und den Baustellen entlang der Helmetalbahn zu Todesmärschen, denn die Zwangsarbeit auf den Baustellen der Helmetalbahn führte schnell zur vollständigen Erschöpfung. Verschlimmert wurde die Lage der Häftlinge noch durch Misshandlungen durch die SS, den allgegenwärtigen Hunger und katastrophale hygienische Bedingungen in den Lagern. Hunderte von Häftlingen starben zwischen Sommer 1944 und Anfang 1945 beim Bau der Helmetalbahn. An sie soll der Gedenktag am 30. August 2004 erinnern. Mehrere ehemalige Häftlinge haben ihre Teilnahme an der Veranstaltung angekündigt. Für viele wird es aufgrund des fortgeschrittenen Alters das letzte Mal sein, dass sie die Stätten ihres Leidens aufsuchen.
