Betrachtet
Holländer am Südharz
Dienstag, 03. Januar 2017, 19:00 Uhr
Nun hat Wacker Nordhausen endlich wieder einen Cheftrainer. Renè van Eck soll den Verein, also eigentlich die erste Mannschaft, an die Spitze der Tabelle führen...
Soll Wacker wieder nach vorn bringen: Renè van Eck (Foto: nnz)
Nach einem Bayer nun ein Holländer. Man ist geneigt zu sagen: Wacker wird immer internationaler. Spaß beiseite - die Lage ist ernst. Bitter ernst. Denn vor dem neuen Trainer, dessen Verweildauer statistisch gesehen ein Jahr pro Verein ist, und vor den Präsidialen liegen harte Zeiten. Sportlich und vielleicht auch finanziell.
Da kommt einer, der erst einmal keinen längerfristigen Vertrag (Laufzeit wurde nicht exakt genannt), dafür ein "kleines Geld" will, gerade richtig. Richtig ist aber gleichfalls - jeder hat eine Chance verdient, auch der 50jährige gebürtige Rotterdamer. Nur kritisch ist diese Personalie durchaus zu bewerten.
Über seine Vita als Fußballspieler und als Fußballlehrer hatten wir bereits berichtet. Und da steht am bisherigen Ende der Job eines Trainers, der arbeitslose Fußball-Profis für den niederländischen Verband trainierte. Das - mit Verlaub - ist nicht der Karriereolymp eines Trainers. Ich kann mich täuschen, aber im allgemeinen wird das so bewertet.
Wie die Kontakte von Nordhausen nach Rotterdam zustande kamen, darüber wird viel gemunkelt. Angeblich hat Wacker-Präsident Nico Kleofas den Neuen angerufen, sagte er heute. Von wem hatte er die Nummer, wer stellte den Erst-Kontakt tatsächlich her? Verbindungen gibt es, denn Sascha Herröder, nach langer Verletzung wieder im Kader, war Spieler bei Alemmania Aachen, als van Eck dort Trainer war. Und so wundert es auch nicht, warum dessen Vater, Siegfried Herröder, heute Nachmittag in der Kalkhütte beim Pressegespräch mit zugegen war. Und da wäre man geneigt zu denken, dass van Eck ein zweiter Albersinger wird, nur mit anderen Trainingsmethoden.
Ich bin der festen Meinung, hätte es für das Präsidium von Wacker Nordhausen einen breiteren finanziellen Spielraum gegeben, dann wäre heute ein anderer Trainer vorgestellt worden. Viele Namen machten bereits seit Wochen die Runde, zum Beispiel Steffen Baumgart.
Wie schon einmal geschrieben - jeder soll seine Chance bekommen, auch René van Eck, den die Fans herzlich in Empfang nehmen mögen. Und vielleicht bringt er mit seiner härteren Gangart im Training einen schlafenden Löwen wieder in die Spur. An den Abgängen in den kommenden Tagen und an den Mannschaftsaufstellungen der ersten Punktspiele wird man ableiten können, wo Wacker demnächst hinsteuert? Und vor allem: mit wem?
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Soll Wacker wieder nach vorn bringen: Renè van Eck (Foto: nnz)
Nach einem Bayer nun ein Holländer. Man ist geneigt zu sagen: Wacker wird immer internationaler. Spaß beiseite - die Lage ist ernst. Bitter ernst. Denn vor dem neuen Trainer, dessen Verweildauer statistisch gesehen ein Jahr pro Verein ist, und vor den Präsidialen liegen harte Zeiten. Sportlich und vielleicht auch finanziell.
Da kommt einer, der erst einmal keinen längerfristigen Vertrag (Laufzeit wurde nicht exakt genannt), dafür ein "kleines Geld" will, gerade richtig. Richtig ist aber gleichfalls - jeder hat eine Chance verdient, auch der 50jährige gebürtige Rotterdamer. Nur kritisch ist diese Personalie durchaus zu bewerten.
Über seine Vita als Fußballspieler und als Fußballlehrer hatten wir bereits berichtet. Und da steht am bisherigen Ende der Job eines Trainers, der arbeitslose Fußball-Profis für den niederländischen Verband trainierte. Das - mit Verlaub - ist nicht der Karriereolymp eines Trainers. Ich kann mich täuschen, aber im allgemeinen wird das so bewertet.
Wie die Kontakte von Nordhausen nach Rotterdam zustande kamen, darüber wird viel gemunkelt. Angeblich hat Wacker-Präsident Nico Kleofas den Neuen angerufen, sagte er heute. Von wem hatte er die Nummer, wer stellte den Erst-Kontakt tatsächlich her? Verbindungen gibt es, denn Sascha Herröder, nach langer Verletzung wieder im Kader, war Spieler bei Alemmania Aachen, als van Eck dort Trainer war. Und so wundert es auch nicht, warum dessen Vater, Siegfried Herröder, heute Nachmittag in der Kalkhütte beim Pressegespräch mit zugegen war. Und da wäre man geneigt zu denken, dass van Eck ein zweiter Albersinger wird, nur mit anderen Trainingsmethoden.
Ich bin der festen Meinung, hätte es für das Präsidium von Wacker Nordhausen einen breiteren finanziellen Spielraum gegeben, dann wäre heute ein anderer Trainer vorgestellt worden. Viele Namen machten bereits seit Wochen die Runde, zum Beispiel Steffen Baumgart.
Wie schon einmal geschrieben - jeder soll seine Chance bekommen, auch René van Eck, den die Fans herzlich in Empfang nehmen mögen. Und vielleicht bringt er mit seiner härteren Gangart im Training einen schlafenden Löwen wieder in die Spur. An den Abgängen in den kommenden Tagen und an den Mannschaftsaufstellungen der ersten Punktspiele wird man ableiten können, wo Wacker demnächst hinsteuert? Und vor allem: mit wem?
Peter-Stefan Greiner
