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René van Eck ist neuer Trainer - aber ohne Vertrag

Wir wollen die Spieler „munter“ machen

Dienstag, 03. Januar 2017, 15:18 Uhr
Waldhotel Kalkhütte: Heute Nachmittag. Das Wacker-Präsidium macht es wieder spannend. Ein neuer Cheftrainer soll vorgestellt werden. Und es wird nicht Tomislav Piplica sein. Nur Fußball-Insider werden den Neuen kennen…

Präsident und neuer Coach (Foto: nnz) Präsident und neuer Coach (Foto: nnz)
Renè van Eck soll neuer Cheftrainer bei Wacker Nordhausen werden. Der Niederländer ist noch 50, feiert am 18. Februar seinen nächsten Geburtstag.

Als Spieler kickte er beim 1. FC Nürnberg. Das war im Jahr 1998. Fünf Jahre später startete van Eck seine Trainerkarriere, die ihn im September 2008 nach Thüringen, zum FC Carl Zeiss Jena führte. Ein halbes Jahr nach seinem Dienstantritt wurde er beurlaubt, kam wieder zurück und verließ den Verein auf eigenem Wunsch im Juni 2010.

Weitere Stationen waren der 1. FC Nürnberg (U19), Alemannia Aachen, auch hier verlängerte er nicht. Von 2014 bis 2015 trainierte van Eck die U-19 Mannschaft des niederländischen Erstligisten Excelsior Rotterdam. Im Sommer 2015 übernahm er den FC Den Bosch als Cheftrainer. Der Club spielt in der zweiten holländischen Liga.

Der neue Mann ist also viel herumgekommen. Laut Transfermarkt liegt seine durchschnittliche Vereins- oder Klubzugehörigkeit bei einem Jahr. Vor allem die Station bei der Alemannia ist in Beziehung zu Nordhausen interessant. Denn dort trainierte van Eck auch Sascha Herröder und so schließt sich wahrscheinlich über dessen Vater Siegfried der Kreis zum heutigen Termin in der Kalkhütte.

Der neue Trainer, einer von vier Kandidaten, mit denen man gesprochen habe, habe durch sein Konzept überzeugt. Vermutlich habe aber nicht nur das den Vorstand überzeugt, sondern auch die Nähe zu einem dem Präsidenten und dem Sportdirektor nahestehenden Mann.

Doch nun zum Neuen: Er habe sich das Spiel gegen Cottbus ausgesehen und er habe auch viel mannschaftliche Qualität gesehen. Auch habe er einen schlechten Platz gesehen. Den Platz könne man nicht ändern, wohl aber das Spiel der Mannschaft. Jetzt soll dreimal pro Tag trainiert werden, schließlich seien es alles Profis. Kontakt zu Nordhausen habe er durch Präsident Nico Kleofas erhalten, durch seinen Anruf.

Laut Nico Kleofas sei in der zweiten Runde der Saison noch alles möglich, Ziel seien die Plätze 3 bis 5 und schließlich stehe man im Halbfinale des Thüringenpokals. Den Kader werde man verkleinern, in der Schwebe sind bis zu zehn Spieler, die man abgeben will. „Das sind vor allem diejenigen, die in den zurückliegenden Monaten einzuschlafen drohten.“ Die werden jetzt auf den Trainingsplan schauen und sich vermutlich von allein entscheiden, ob sie bleiben wollen oder nicht. Der Trainer bleibt auf jeden Fall bis Ende Mai, Anfang Juni in Nordhausen, erst dann soll es einen langfristigen Vertrag geben, was Kleofas Respekt abringt.

Was aus Tomislav Piplica wird, das müsse er selbst entscheiden, wie auch alle anderen Mitglieder im Funktionsteam. Der Weg scheint vorgezeichnet in Fußballsportverein Wacker Nordhausen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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