Nochmal Poeten
Montag, 23. August 2004, 15:27 Uhr
Limlingerode (nnz). Gerade haben sich Poeten und anderes Pack in Nordhausen die Klinke in die Hand gegeben, da sagen sich zwei andere Poeten im Landkreis Nordhausen an …
Zwei höchst interessante Poeten kommen am Samstag (28.8.) ab 14.30 Uhr in der Dichterstätte in Limlingerode zu Wort: Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz. Christian Morgenstern lebte von 1871 bis 1914. In dieser relativ kurzen Zeitspanne hinterließ er ein vielfältiges literarisches Werk. Zu seiner Natur-, Liebes- und Bekenntnislyrik gesellte sich die
satirisch-humoristische. Zu letzterer gehören seine Galgenlieder, die Verse um Palmström und Der Gingganz. Morgenstern wurde ein bekannter deutscher Kabarettdichter, z.B. für das Überbrettl und Schall und Rauch.
Der Dichter mußte mit seinen Kräften haushalten, da er lungenleidend war. Deshalb war er gezwungen, sich häufig weit ab vom Weltgetriebe in Sanatorien aufzuhalten. Seine Verse zeigen ihn als einen Mann voller Phantasie, voll eines lebendigen, kreativen Geistes.
Joachim Ringelnatz, eigentlich Hans Bötticher, wurde am 7. August 1883 in Wurzen geboren. Vor dem Abitur verwies man ihn vom Königlichen Staatsgymnasium. Deshalb holte er es in einer Privatschule nach. Im Laufe der Jahre versucht er sich in etwa dreißig Berufen. 1909 trat er als Hausdichter im Kabarett Simpl in München auf. Dann war er von 1914 bis 1918 bei der Marine, zuletzt Kommandant eines Minensuchbootes. Jetzt folgte die Fliegerei. Nach dem ersten Weltkrieg war er arbeitslos, 1920 wieder Kabarettdichter im Münchner Simpl. Von dort ging er an Max Reinhardts Berliner Kleinkunstbühne Schall und Rauch. Bis 1933 gab er Vortragsabende in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Tschechoslowakei.
Daneben war er als Kunstmaler tätig. Ringelnatz starb am 17. November 1934 in Berlin. Seine Gedichtbände, z.B. Kleine Wesen, Die Schnupftabakdose, Turngedichte, Kuddel Daddeldu, Flugzeuggedanken machten in bekannt. Wer diese beiden deutschen Dichter im Duett und trotzdem solo in ihren Versen erleben möchte, ist für den 28. August 2004 herzlich eingeladen.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzZwei höchst interessante Poeten kommen am Samstag (28.8.) ab 14.30 Uhr in der Dichterstätte in Limlingerode zu Wort: Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz. Christian Morgenstern lebte von 1871 bis 1914. In dieser relativ kurzen Zeitspanne hinterließ er ein vielfältiges literarisches Werk. Zu seiner Natur-, Liebes- und Bekenntnislyrik gesellte sich die
satirisch-humoristische. Zu letzterer gehören seine Galgenlieder, die Verse um Palmström und Der Gingganz. Morgenstern wurde ein bekannter deutscher Kabarettdichter, z.B. für das Überbrettl und Schall und Rauch.
Der Dichter mußte mit seinen Kräften haushalten, da er lungenleidend war. Deshalb war er gezwungen, sich häufig weit ab vom Weltgetriebe in Sanatorien aufzuhalten. Seine Verse zeigen ihn als einen Mann voller Phantasie, voll eines lebendigen, kreativen Geistes.
Joachim Ringelnatz, eigentlich Hans Bötticher, wurde am 7. August 1883 in Wurzen geboren. Vor dem Abitur verwies man ihn vom Königlichen Staatsgymnasium. Deshalb holte er es in einer Privatschule nach. Im Laufe der Jahre versucht er sich in etwa dreißig Berufen. 1909 trat er als Hausdichter im Kabarett Simpl in München auf. Dann war er von 1914 bis 1918 bei der Marine, zuletzt Kommandant eines Minensuchbootes. Jetzt folgte die Fliegerei. Nach dem ersten Weltkrieg war er arbeitslos, 1920 wieder Kabarettdichter im Münchner Simpl. Von dort ging er an Max Reinhardts Berliner Kleinkunstbühne Schall und Rauch. Bis 1933 gab er Vortragsabende in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Tschechoslowakei.
Daneben war er als Kunstmaler tätig. Ringelnatz starb am 17. November 1934 in Berlin. Seine Gedichtbände, z.B. Kleine Wesen, Die Schnupftabakdose, Turngedichte, Kuddel Daddeldu, Flugzeuggedanken machten in bekannt. Wer diese beiden deutschen Dichter im Duett und trotzdem solo in ihren Versen erleben möchte, ist für den 28. August 2004 herzlich eingeladen.
Heidelore Kneffel
