Neujahrsgrüße für 2017
Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh
Freitag, 30. Dezember 2016, 17:02 Uhr
Es ist eine Tradition geworden, dass nicht nur nationale Politiker ihre Grußworte an das Volk schicken. Auch Vor Ort ist das so. Weiter geht es mit Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh.
Liebe Nordhäuserinnen und Nordhäuser, liebe Freunde und Gäste unserer Stadt,
Friede und Einigkeit haben alle Städte erbaut.
Mit diesem Sprichwort grüße ich Sie herzlich zum Jahreswechsel. Denn dies ist auch unsere persönliche Erfahrung in und mit unseren Familien und Freunden. Das ist auch die geschichtliche Erfahrung unserer Stadt.
Das Jahr 2016 hat für unser Land leider friedlos geendet.
Wir stehen alle noch unter dem Eindruck des Anschlages von Berlin, unter dem Eindruck der vielen Opfer, der Verletzten und Traumatisierten. Wir sind fassungslos über die Brutalität und die Menschenverachtung des Anschlages. Wir sind wütend und auch hilflos. ‚Ich weiß nicht mehr, was in der Welt los ist. Alles ist unsicher´, so sagte es ein Augenzeuge des Anschlags.
Ja, unsere Welt ist in Unordnung. Sie ist unübersichtlicher geworden. Denjenigen, die in der Welt Terroranschläge verüben, ist gemeinsam, dass sie unsere Lebensart, unsere Werte und unsere Demokratie hassen. Umso mehr müssen wir in unserem Land unsere Werte, wie Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit stärken. Die Achtung der Würde jedes Einzelnen, egal welcher Herkunft, Rasse und Religion, bleibt das Fundament unseres Miteinander. Es ist in unserem Grundgesetz in Artikel 1 festgeschrieben. Deshalb müssen wir diese Werte auch gegen Feinde der Verfassung und der Demokratie schützen und verteidigen. Das gilt für die Politik im Großen wie auch im Kleinen hier in der Region.
Je mehr die Welt scheinbar in Unordnung gerät, umso stärker ist das Bedürfnis nach Ruhe- und Rückzugsräumen, nach Identitätsempfinden. Nach der Familie und den Freunden sind es unsere Städte und Dörfer, die diese Vertrautheit bieten. Für uns ist es unsere schöne, altehrwürdige Stadt Nordhausen. Hier sind uns die Menschen vertraut, die Nachbarn, die Stadtteile, die Kindergärten und Schulen, die Häuser und Straßen. Identifikation und Halt geben uns auch die gemeinsamen Feste, die Gedenk- und Feiertage, unser Roland, das Theater, die Straßenbahn und unsere reizvolle Vorharzlandschaft mit der Harzer Schmalspurbahn.
Lassen Sie uns deshalb im kommenden Jahr wieder mehr das pflegen, was uns verbindet. Stellen wir mehr in den Hintergrund, was uns trennt. Gegenseitiges Misstrauen, pauschale Verdächtigungen und Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Politiker sind nicht per se korrupt, Journalisten nicht Lügner, Banker nicht die Ursache allen Übels und Asylbewerber nicht die Terroristen. Einfache Antworten auf die Fragen unserer Zeit gibt es nicht. Die radikalen Vereinfacher dieser Welt haben keine Lösungen. Sie verführen mit ihren dumpfen Parolen nur die Menschen. Abschottung hat uns nie weiter gebracht, sondern nur Weltoffenheit und Toleranz.
Lassen Sie uns gemeinsam auf unsere Stadt achten. Mit ihren Beschlüssen haben Verwaltung und Stadtrat im zurückliegenden Jahr wieder einen wichtigen Beitrag zur fortschreitenden Gesundung der städtischen Finanzen geleistet. Das ist nachhaltige Politik auch zum Wohl unserer Kinder und Enkel. 2020 soll Nordhausen so entschuldet sein, dass wir ohne Zuschüsse und damit ohne Auflagen Nordhausen neue Gestaltungsspielräume eröffnen können.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich im Ehrenamt ohne Bezahlung für unser Gemeinwohl einsetzen. Das gilt für die sozialen Bereiche ebenso, wie für die kulturellen, sportlichen und umweltschützerischen. Ich bedanke mich auch bei allen, die sich für unsere Sicherheit, für unsere Gesundheit und für eine geordnete Verwaltung einsetzen, die sich um unsere Versorgung kümmern und letztlich auch um die Entsorgung allen Unrats. Ich bedanke mich bei allen, die sich in der Gesellschaft für ein friedliches und gutes Miteinander einsetzen mit ihren Fähigkeiten, an welcher Stelle auch immer.
Friede und Einigkeit haben alle Städte erbaut. Das muss auch in Zukunft gelten! Vor uns liegt ein in mehrerer Hinsicht besonderes Jahr. Wir wollen wichtige Nordhäuser Jubiläen begehen: Unsere Stadt feiert ihren 1090–jährigen Geburtstag, unser Theater wird am 29.September 100 Jahre alt. Die Harzquerbahn wurde vor 120 Jahren eröffnet. Darüber hinaus wird 2017 für uns im Hinblick auf das 500.Reformationsjubiläum ein intensives Jahr. Viele geplante Veranstaltungen im Rahmen der 12 Schritte zum Reformationsjubiläum werden uns durch das Jahr begleiten. Lassen Sie uns diese Jubiläen nutzen zur Besinnung darauf, was uns als Stadt ausmacht. Lassen Sie es uns nutzen, zurückzuschauen, wie gut Nordhausen in seiner langen Geschichte Zeiten der Unsicherheit gemeistert hat.
Friede und Einigkeit sollen für Nordhausen im Jahr 2017 unsere Richtschnur sein. Suchen wir in diesem Geist immer wieder ein friedvolles Miteinander und größtmögliche Gemeinsamkeit in unserem Handeln. Dann werden wir auch in Zukunft in unserer Stadt beste Erfolge haben.
Ich wünsche uns allen, unserer Stadt und unserem Land, ein friedvolles Jahr 2017. Und ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Ihren Freunden persönlich ein gesundes und erfülltes Neues Jahr.
Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister
Autor: redLiebe Nordhäuserinnen und Nordhäuser, liebe Freunde und Gäste unserer Stadt,
Friede und Einigkeit haben alle Städte erbaut.
Mit diesem Sprichwort grüße ich Sie herzlich zum Jahreswechsel. Denn dies ist auch unsere persönliche Erfahrung in und mit unseren Familien und Freunden. Das ist auch die geschichtliche Erfahrung unserer Stadt.
Das Jahr 2016 hat für unser Land leider friedlos geendet.
Wir stehen alle noch unter dem Eindruck des Anschlages von Berlin, unter dem Eindruck der vielen Opfer, der Verletzten und Traumatisierten. Wir sind fassungslos über die Brutalität und die Menschenverachtung des Anschlages. Wir sind wütend und auch hilflos. ‚Ich weiß nicht mehr, was in der Welt los ist. Alles ist unsicher´, so sagte es ein Augenzeuge des Anschlags.
Ja, unsere Welt ist in Unordnung. Sie ist unübersichtlicher geworden. Denjenigen, die in der Welt Terroranschläge verüben, ist gemeinsam, dass sie unsere Lebensart, unsere Werte und unsere Demokratie hassen. Umso mehr müssen wir in unserem Land unsere Werte, wie Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit stärken. Die Achtung der Würde jedes Einzelnen, egal welcher Herkunft, Rasse und Religion, bleibt das Fundament unseres Miteinander. Es ist in unserem Grundgesetz in Artikel 1 festgeschrieben. Deshalb müssen wir diese Werte auch gegen Feinde der Verfassung und der Demokratie schützen und verteidigen. Das gilt für die Politik im Großen wie auch im Kleinen hier in der Region.
Je mehr die Welt scheinbar in Unordnung gerät, umso stärker ist das Bedürfnis nach Ruhe- und Rückzugsräumen, nach Identitätsempfinden. Nach der Familie und den Freunden sind es unsere Städte und Dörfer, die diese Vertrautheit bieten. Für uns ist es unsere schöne, altehrwürdige Stadt Nordhausen. Hier sind uns die Menschen vertraut, die Nachbarn, die Stadtteile, die Kindergärten und Schulen, die Häuser und Straßen. Identifikation und Halt geben uns auch die gemeinsamen Feste, die Gedenk- und Feiertage, unser Roland, das Theater, die Straßenbahn und unsere reizvolle Vorharzlandschaft mit der Harzer Schmalspurbahn.
Lassen Sie uns deshalb im kommenden Jahr wieder mehr das pflegen, was uns verbindet. Stellen wir mehr in den Hintergrund, was uns trennt. Gegenseitiges Misstrauen, pauschale Verdächtigungen und Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Politiker sind nicht per se korrupt, Journalisten nicht Lügner, Banker nicht die Ursache allen Übels und Asylbewerber nicht die Terroristen. Einfache Antworten auf die Fragen unserer Zeit gibt es nicht. Die radikalen Vereinfacher dieser Welt haben keine Lösungen. Sie verführen mit ihren dumpfen Parolen nur die Menschen. Abschottung hat uns nie weiter gebracht, sondern nur Weltoffenheit und Toleranz.
Lassen Sie uns gemeinsam auf unsere Stadt achten. Mit ihren Beschlüssen haben Verwaltung und Stadtrat im zurückliegenden Jahr wieder einen wichtigen Beitrag zur fortschreitenden Gesundung der städtischen Finanzen geleistet. Das ist nachhaltige Politik auch zum Wohl unserer Kinder und Enkel. 2020 soll Nordhausen so entschuldet sein, dass wir ohne Zuschüsse und damit ohne Auflagen Nordhausen neue Gestaltungsspielräume eröffnen können.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich im Ehrenamt ohne Bezahlung für unser Gemeinwohl einsetzen. Das gilt für die sozialen Bereiche ebenso, wie für die kulturellen, sportlichen und umweltschützerischen. Ich bedanke mich auch bei allen, die sich für unsere Sicherheit, für unsere Gesundheit und für eine geordnete Verwaltung einsetzen, die sich um unsere Versorgung kümmern und letztlich auch um die Entsorgung allen Unrats. Ich bedanke mich bei allen, die sich in der Gesellschaft für ein friedliches und gutes Miteinander einsetzen mit ihren Fähigkeiten, an welcher Stelle auch immer.
Friede und Einigkeit haben alle Städte erbaut. Das muss auch in Zukunft gelten! Vor uns liegt ein in mehrerer Hinsicht besonderes Jahr. Wir wollen wichtige Nordhäuser Jubiläen begehen: Unsere Stadt feiert ihren 1090–jährigen Geburtstag, unser Theater wird am 29.September 100 Jahre alt. Die Harzquerbahn wurde vor 120 Jahren eröffnet. Darüber hinaus wird 2017 für uns im Hinblick auf das 500.Reformationsjubiläum ein intensives Jahr. Viele geplante Veranstaltungen im Rahmen der 12 Schritte zum Reformationsjubiläum werden uns durch das Jahr begleiten. Lassen Sie uns diese Jubiläen nutzen zur Besinnung darauf, was uns als Stadt ausmacht. Lassen Sie es uns nutzen, zurückzuschauen, wie gut Nordhausen in seiner langen Geschichte Zeiten der Unsicherheit gemeistert hat.
Friede und Einigkeit sollen für Nordhausen im Jahr 2017 unsere Richtschnur sein. Suchen wir in diesem Geist immer wieder ein friedvolles Miteinander und größtmögliche Gemeinsamkeit in unserem Handeln. Dann werden wir auch in Zukunft in unserer Stadt beste Erfolge haben.
Ich wünsche uns allen, unserer Stadt und unserem Land, ein friedvolles Jahr 2017. Und ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Ihren Freunden persönlich ein gesundes und erfülltes Neues Jahr.
Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister
