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Wie weiter mit dem Scheunenhof?

Freitag, 20. August 2004, 14:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern tagten die Gläubiger des insolventen Scheunenhof in Sundhausen. Was dabei herauskam, das hat jetzt die nnz erfahren.


Der Scheunenhof ist verkauft. Bereits vor einigen Tagen war dazu der entsprechende Kaufvertrag unterschrieben worden. Neuer Besitzer ist Henry van Asten, der in Nordhausen die Tierzucht betreibt. Nach dem OK der Gläubiger soll nun nach Informationen der nnz auch die Besitzübertragung sehr schnell erfolgen.

Neben dem Angebot von van Asten soll es nach Recherchen der nnz auch eine zweite Offerte gegeben haben. Die soll von einer Frankfurter Gesellschaft stammen, in deren Auftrag eine Nordhäuserin bislang die Verhandlungen geführt haben soll (siehe dazu auch im nnz-Archiv). Das Angebot der Frankfurter soll zwar höher als das des Tierzüchters gewesen sein, doch soll laut Aussage eines Gläubigers diese Offerte keine Finanzierungszusage gehabt haben. Im Fall des Henry van Asten sei die finanzielle Seite nicht nur seriöser gewesen, auch soll das Geld bereits auf dem Konto des Insolvenzverwalter eingetroffen sein. Die Rede ist in Insiderkreise von etwas mehr als 500.000 Euro. Zur Erinnerung: In den Scheunenhof sind in den zurückliegenden Jahren mehrere Millionen Euro Fördermittel des Landes Thüringen und der EU geflossen.

Nicht verändert worden sein soll eine Dienstbarkeit im Grundbuch. Die besagt, daß im Scheunenhof auch weiterhin ein Bauernmarkt abgehalten werden muß. Wie der nnz bestätigt wurde, bleibt somit die Zweckbestimmung des Hofes erhalten. In den kommenden Tagen soll es erste Gespräche mit den Nutzern und Mieter innerhalb des Geflechts der Firmen geben, die sich auf dem Scheunenhof etabliert haben. Einen entsprechenden Brief habe der Insolvenzverwalter rausgeschickt.
Autor: nnz

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