Mädchenmeute erobert Lesethron am Herder-Gymnasium
Emma Faulborn war die Beste
Freitag, 16. Dezember 2016, 20:40 Uhr
Die im Januar des Jahres neu eröffnete Bibliothek am Herder-Gymnasium konnte bereits zahlreiche Besucher, Neugierige und Leseratten begrüßen. Jetzt wurde dort gelesen, wie Heike Roeder berichtet...
Dietrich Rose mit den ausgezeichneten Vorlesern in der Bibliothek - Trine Hildenbrand, Toni Reinboth, Josephin Schnalke, Emma Faulborn (v.l.) (Foto: Heike Roeder)
Auch Klassen fanden schon mehrfach den Weg in den Keller des Gebäudes, um sich von Jürgen Wünsche bzw. seinen fleißigen Helfern in die Sphären des Bibliothekswesens einführen zu lassen. Zum ersten Mal konnte die Räumlichkeit nun auch genutzt werden, um den Vorlesewettbewerb der Klassenstufe 6 durchzuführen.
Dazu trafen sich die jeweils zwei Besten der Klassenausscheide, um in den Wettstreit der Lesenden zu treten. Zudem stellte jede sechste Klasse ein Jury-Mitglied.
Alle acht Teilnehmer des Wettbewerbes kennen die Bibliothek bereits aus eigenen Erfahrungen, sodass sie das andere Umfeld nicht als fremd empfanden und sich ihrer gewählten Lektüre uneingeschränkt zuwenden konnten.
Wie in jedem Jahr stellte der Schirmherr der Veranstaltung, Dietrich Rose, nicht nur ein Jury-Mitglied, sondern auch Gutscheine für die vorlesenden Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Zudem hatte er wieder ein Buch im Gepäck, auf das er die Anwesenden aufmerksam machte. Mit herrlich schwarzem Humor bestückt war es dieses Mal die Gangsta-Oma von David Walliams, die Rose vorstellte.
Wurde zu Beginn Ben bedauert, dass er jeden Freitag bei seiner Oma verbringen muss, wenn seine tanzverrückten Eltern das Tanzbein schwingen und die Spiele der Oma für ihn einfach nur langweilig sind, ändert sich das, denn Oma hat ein Geheimnis: Sie war früher eine berühmte Juwelendiebin! Und jetzt plant sie ihr größtes Ding: Sie will die Kronjuwelen der englischen Königin stehlen! Ben ist Feuer und Flamme. Was für ein Abenteuer! Von nun an können die Freitage gar nicht schnell genug kommen.
Seitens der jungen Leser wurde sofort Interesse an diesem Buch bekundet.
Die eigenen Bücher, die sowohl inhaltlich als auch mit Blick auf den Autoren vorgestellt werden mussten, ehe eine treffende Textstelle vorgetragen werden konnte, deckten ein breites Spektrum ab. Isabell Scholz z.B entschied sich für Ronjas Begegnung mit den Graugnomen aus Astrid Lindgrens Räubertochter-Klassiker.
Einem anderen Helden wendete sich Toni Reinboth aus der 6/2 zu und belegte letztendlich den dritten Platz im Wettbewerb. Er stellte Rumo – den Wolpertinger aus Walter Moers’ Bestseller »Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär« – vor, der sich selbstständig macht, kämpfend und liebend Feinde besiegt, Freunde gewinnt und das Böse kennenlernt.
Spannend, ergreifend und komisch zugleich präsentierte Toni einen Auszug aus dem Abenteuer des Rumo mit seinem sprechenden Schwert, der bis in die Untenwelt abtaucht, um seine Freundin Rala zu finden.
Luisa Dolling nahm die Zuhörer mit in den Funklerwald, in dem die Bewohner keine Neuankömmlinge dulden. Das Luchsmädchen Lumi stellt sich dem entgegen und kämpft um und für die Waschbären, die eine neue Heimat suchen.
Fasziniert von der persönlichen Begegnung mit Timo Pavela während einer Lesung im Herder-Gymnasium entschied sich Trine Hildenbrand aus der 6/4 für Ella und der Millionendieb und macht sich mit der Heldin auf die Suche nach einem millionenschweren Lottoschein, der plötzlich verschwunden ist, und belegte ebenfalls den dritten Platz.
Ein großes Herz für kleine Tiere bewies Marie Dolling, die Tallulah, eine ganz besondere Katze mit einer großen Kraft, vorstellte. Und dieser kleine Vierbeiner muss alle Kraft aufbieten, um seine neue Familie zu retten.
Die Siegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs am Herder-Gymnasium Faulborn aus der 6.1 (Foto: Heike Roeder)
Besonders überzeugend stellte Emma Faulborn ihre Autorin Kirsten Fuchs vor und präsentierte deren Mädchenmeute. Sprachlich gewandt und mit einem sehr beeindruckenden Lesevortrag katapultierte sich die Schülerin der Klasse 6/1 damit auf den 1. Platz und wird die Schule beim regionalen Vorlesewettbewerb Anfang 2017 vertreten.
Nur widerwillig fährt Charlotte Nowak, fünfzehn und sehr schüchtern, mit sieben anderen Mädchen ins Sommerferiencamp. Doch dort ist schnell alles anders als erwartet: Dinge verschwinden, und als eines Morgens die Gruppenleiterin ausrastet, flüchten die Mädchen, klauen ein Hundefängerauto samt Hunden und fahren ins Erzgebirge, wo eine von ihnen einen alten Stollen kennt.
Hier schlagen sie sich durch immer freiere, immer aufregendere und schönere Sommertage zwischen Waldabenteuern und nächtlichen Streifzügen zu Supermarkt-Containern – und Charly Nowak merkt, dass sie nicht nur schüchtern ist. Doch plötzlich stoßen die Mädchen auf eine brisante DDR-Hinterlassenschaft, die Außenwelt holt sie ein, und dann kommt auch noch die erste Liebe. Charly muss das, was sie gerade an Mut und Freundschaft entdeckt hat, unter Beweis stellen …
So unterschiedlich wie die Themen und Genre auch waren, alles eint die acht Schülerinnen und Schüler: Sie lesen gern. Bücher gehören zu ihrem Leben. Und da scheint es keineswegs verwunderlich, wenn auf dem Weihnachtswunschzettel eine weitere Lektüre ganz oben steht, wie fünf der jungen Teilnehmer selbstbewusst verrieten.
Heike Roeder
Autor: red
Dietrich Rose mit den ausgezeichneten Vorlesern in der Bibliothek - Trine Hildenbrand, Toni Reinboth, Josephin Schnalke, Emma Faulborn (v.l.) (Foto: Heike Roeder)
Auch Klassen fanden schon mehrfach den Weg in den Keller des Gebäudes, um sich von Jürgen Wünsche bzw. seinen fleißigen Helfern in die Sphären des Bibliothekswesens einführen zu lassen. Zum ersten Mal konnte die Räumlichkeit nun auch genutzt werden, um den Vorlesewettbewerb der Klassenstufe 6 durchzuführen.
Dazu trafen sich die jeweils zwei Besten der Klassenausscheide, um in den Wettstreit der Lesenden zu treten. Zudem stellte jede sechste Klasse ein Jury-Mitglied.
Alle acht Teilnehmer des Wettbewerbes kennen die Bibliothek bereits aus eigenen Erfahrungen, sodass sie das andere Umfeld nicht als fremd empfanden und sich ihrer gewählten Lektüre uneingeschränkt zuwenden konnten.
Wie in jedem Jahr stellte der Schirmherr der Veranstaltung, Dietrich Rose, nicht nur ein Jury-Mitglied, sondern auch Gutscheine für die vorlesenden Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Zudem hatte er wieder ein Buch im Gepäck, auf das er die Anwesenden aufmerksam machte. Mit herrlich schwarzem Humor bestückt war es dieses Mal die Gangsta-Oma von David Walliams, die Rose vorstellte.
Wurde zu Beginn Ben bedauert, dass er jeden Freitag bei seiner Oma verbringen muss, wenn seine tanzverrückten Eltern das Tanzbein schwingen und die Spiele der Oma für ihn einfach nur langweilig sind, ändert sich das, denn Oma hat ein Geheimnis: Sie war früher eine berühmte Juwelendiebin! Und jetzt plant sie ihr größtes Ding: Sie will die Kronjuwelen der englischen Königin stehlen! Ben ist Feuer und Flamme. Was für ein Abenteuer! Von nun an können die Freitage gar nicht schnell genug kommen.
Seitens der jungen Leser wurde sofort Interesse an diesem Buch bekundet.
Die eigenen Bücher, die sowohl inhaltlich als auch mit Blick auf den Autoren vorgestellt werden mussten, ehe eine treffende Textstelle vorgetragen werden konnte, deckten ein breites Spektrum ab. Isabell Scholz z.B entschied sich für Ronjas Begegnung mit den Graugnomen aus Astrid Lindgrens Räubertochter-Klassiker.
Einem anderen Helden wendete sich Toni Reinboth aus der 6/2 zu und belegte letztendlich den dritten Platz im Wettbewerb. Er stellte Rumo – den Wolpertinger aus Walter Moers’ Bestseller »Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär« – vor, der sich selbstständig macht, kämpfend und liebend Feinde besiegt, Freunde gewinnt und das Böse kennenlernt.
Spannend, ergreifend und komisch zugleich präsentierte Toni einen Auszug aus dem Abenteuer des Rumo mit seinem sprechenden Schwert, der bis in die Untenwelt abtaucht, um seine Freundin Rala zu finden.
Luisa Dolling nahm die Zuhörer mit in den Funklerwald, in dem die Bewohner keine Neuankömmlinge dulden. Das Luchsmädchen Lumi stellt sich dem entgegen und kämpft um und für die Waschbären, die eine neue Heimat suchen.
Fasziniert von der persönlichen Begegnung mit Timo Pavela während einer Lesung im Herder-Gymnasium entschied sich Trine Hildenbrand aus der 6/4 für Ella und der Millionendieb und macht sich mit der Heldin auf die Suche nach einem millionenschweren Lottoschein, der plötzlich verschwunden ist, und belegte ebenfalls den dritten Platz.
Ein großes Herz für kleine Tiere bewies Marie Dolling, die Tallulah, eine ganz besondere Katze mit einer großen Kraft, vorstellte. Und dieser kleine Vierbeiner muss alle Kraft aufbieten, um seine neue Familie zu retten.
Die Siegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs am Herder-Gymnasium Faulborn aus der 6.1 (Foto: Heike Roeder)
Besonders überzeugend stellte Emma Faulborn ihre Autorin Kirsten Fuchs vor und präsentierte deren Mädchenmeute. Sprachlich gewandt und mit einem sehr beeindruckenden Lesevortrag katapultierte sich die Schülerin der Klasse 6/1 damit auf den 1. Platz und wird die Schule beim regionalen Vorlesewettbewerb Anfang 2017 vertreten.
Nur widerwillig fährt Charlotte Nowak, fünfzehn und sehr schüchtern, mit sieben anderen Mädchen ins Sommerferiencamp. Doch dort ist schnell alles anders als erwartet: Dinge verschwinden, und als eines Morgens die Gruppenleiterin ausrastet, flüchten die Mädchen, klauen ein Hundefängerauto samt Hunden und fahren ins Erzgebirge, wo eine von ihnen einen alten Stollen kennt.
Hier schlagen sie sich durch immer freiere, immer aufregendere und schönere Sommertage zwischen Waldabenteuern und nächtlichen Streifzügen zu Supermarkt-Containern – und Charly Nowak merkt, dass sie nicht nur schüchtern ist. Doch plötzlich stoßen die Mädchen auf eine brisante DDR-Hinterlassenschaft, die Außenwelt holt sie ein, und dann kommt auch noch die erste Liebe. Charly muss das, was sie gerade an Mut und Freundschaft entdeckt hat, unter Beweis stellen …
So unterschiedlich wie die Themen und Genre auch waren, alles eint die acht Schülerinnen und Schüler: Sie lesen gern. Bücher gehören zu ihrem Leben. Und da scheint es keineswegs verwunderlich, wenn auf dem Weihnachtswunschzettel eine weitere Lektüre ganz oben steht, wie fünf der jungen Teilnehmer selbstbewusst verrieten.
Heike Roeder
