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Ehrhold: Keine Neuverritzung zulassen

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 15:35 Uhr
Im Forum der nnz hatte ein Einwohner der Gemeinde Harztor über Bohrungen im Bereich der Ellricher Klippen berichtet und Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold eine wohlwollende Zustimmung unterstellt. Jetzt hat Ehrhold reagiert...


Hinsichtlich Erkundungsbohrungen und Aufsuchungen gibt es keine „wohlwollende Genehmigung" des Bürgermeisters der Stadt Ellrich. Dafür ist die Stadt nicht zuständig sondern das Bergamt.

Derzeit erfolgt die Fortschreibung des Raumordnungsplanes Nordthüringen auch zur Thematik Rohstoffsicherung. In diesem Plan sind nun mal Flächen für die Rohstoffgewinnung für einen Betrachtungszeitraum von 30 Jahren auszuweisen. Erfolgt das nicht, ist der Plan angreifbar und wird vielleicht gerichtlich aufgehoben, wie bei Plänen die Thematik Wind betreffend im Raum Mittelthüringen bereits erfolgt.

Das könnte zur Folge haben, dass überall bergrechtliche Verfahren eröffnet werden, wo sich Rohstoffe befinden. Ein sich absolutes Verweigern zu dieser Thematik hat also keinen Sinn und ist auch nicht zielführend.

Wichtig auch für mich ist, das möglichst die unberührte Natur und Einmaligkeit der Rüdigsdorfer Schweiz so für künftige Generationen erhalten bleibt, wie sie sich jetzt darstellt. Also müssen Lösungen für Flächen mit bestehenden vorhandenen Bergrechten, die den Unternehmen verkauft wurden, mit möglichen anderen gleichwertigen Flächen gefunden werden.

Deshalb muss man versuchen, Alternativen zu finden und eine dieser Alternativen sind nun mal Prüfungen von Erweiterungen bestehender Abbaufelder. Hierdurch wird auch der politischen Forderung der Region, keine Neuverritzung, Rechnung getragen. Ich denke nichts anderes erfolgt mit den derzeitigen Erkundungsbohrungen.
Matthias Ehrhold, Bürgermeister
Autor: red

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