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Nur Mittelmaß

Donnerstag, 19. August 2004, 14:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Thüringer Industrie hat bei vielen Kennzahlen im ersten Halbjahr deutlich zulegen können. Die nnz hat sich mal die einzelnen Landkreise angesehen und da schneidet der Landkreis Nordhausen nicht gut ab...


Im 1. Halbjahr 2004 erzielten die Betriebe einen Umsatz in Höhe von 11,2 Milliarden Euro und überboten das vergleichbare Vorjahresergebnis um 8,6 Prozent. Sechs der 17 Landkreise und eine der sechs kreisfreien Städte erzielten im 1. Halbjahr 2004 Umsätze von über 600 Millionen Euro und erbrachten mehr als die Hälfte des Thüringer Industrieumsatzes.

- die Stadt Eisenach (1 154 Millionen Euro),
- der Wartburgkreis (895 Millionen Euro),
- der Landkreis Gotha (893 Millionen Euro),
- der Landkreis Sömmerda (847 Millionen Euro),
- der Saale-Orla-Kreis (768 Millionen Euro),
- der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (701 Millionen Euro),
- der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (665 Millionen Euro).

Vergleichsweise niedrige Umsätze erzielten die Betriebe der Stadt Weimar (147 Millionen Euro), der Stadt Gera (142 Millionen Euro) und der Stadt Suhl (135 Millionen Euro).

Betrug in den ersten sechs Monaten 2003 die Exportquote (Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz) im Durchschnitt 25,2 Prozent, so erhöhte sich diese bis zum 1. Halbjahr 2004 auf 27,2 Prozent. Hohe Exportquoten erreichten der Landkreis Sömmerda sowie die Stadt Eisenach, deren Werte aus Geheimhaltungsgründen nicht veröffentlicht werden dürfen.
Es folgten

- die Stadt Jena mit 44,2 Prozent,
- die Stadt Gera mit 36,4 Prozent
- der Kyffhäuserkreis mit 32,8 Prozent,
- der Saale-Orla-Kreis mit 32,4 Prozent,
- der Landkreis Gotha 29,4 Prozent und
- der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 27,7 Prozent.

Kleinere Anteile des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt wurden in der Stadt Suhl mit 9,7 Prozent und im Landkreis Altenburger Land mit 9,3 Prozent gemeldet.

Im Durchschnitt des 1. Halbjahres 2004 waren in den Thüringer Industriebetrieben 144 871 Personen tätig, 3 104 mehr als ein Jahr zuvor. Die meisten Beschäftigten wurden in den Landkreisen

- Wartburgkreis mit 12 680 Personen (+ 467 Beschäftigte zum Vorjahr),
- Gotha mit 11 317 Personen (+ 764),
- Schmalkalden-Meiningen mit 10 918 Personen (+ 126),
- Saale-Orla-Kreis mit 9 449 Personen (+ 241),
- Saalfeld-Rudolstadt mit 8 479 Personen (+ 182),
- Ilm-Kreis mit 7 707 Personen (+ 424) und
- Eichsfeld mit 7 117 Personen (+ 467) ermittelt.
Eine niedrige Industriebeschäftigtenzahl wiesen die Stadt Weimar mit 2 102 Personen, die Stadt Suhl mit 2 262 Personen und die Stadt Gera mit 2 844 Personen aus.

Die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) lag in Thüringen im 1. Halbjahr 2004 bei 78.000 Euro und stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent. Die höchsten Umsätze je Beschäftigten wurden für die nachstehenden Kreise errechnet:
- Landkreis Sömmerda (200.000 Euro),
- Stadt Eisenach (181.000 Euro),
- Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (83.000 Euro),
- Saale-Orla-Kreis (81.000 Euro),
- Landkreis Gotha (79.000 Euro) und
- Landkreis Altenburger Land (78.000 Euro).

Geringere Umsätze je Beschäftigten wurden für den Landkreis Sonneberg (55 Tausend Euro) und die Stadt Gera (50 Tausend Euro) ausgewiesen.
Autor: nnz

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