26. Südharz-Hunderter
Eine ungewöhnliche Wanderung
Montag, 12. Dezember 2016, 06:53 Uhr
Erstmals lag die Startzeit in den Abendstunden, erstmals hatte eine langjährig angewanderte Gaststätte zur geplanten Einkehrzeit nicht geöffnet und erstmals wurde ein Fahrrad von Nordhausen nach Halle geschoben...
Ursprünglich war der 26. Südharz-Hunderter für das Wochenende 3./4.12. vorgesehen, was jedoch aus dienstlichen Gründen nicht abgesichert werden konnte.
Am Ersatzwochenende 9./10.12. jedoch war der Harzer Erlebnishof in Grillenberg (km 49) wegen einer Weihnachtsveranstaltung erstmals seit 2005 nicht zur geplanten Einkehrzeit 22:30 am 9.12. für uns Wanderer zugänglich, was eine erneute Umplanung notwendig machte.
Als geeignete Startzeit wurde nach Rücksprache mit den angemeldeten Teilnehmern dann 18:30 am vergangenen Freitag ausgewählt. Dabei würden wir den Harzer Erlebnishof am Sonnabend gegen 6:30 zum möglichen Frühstück erreichen. Erstmals begann damit ein Südharz-Hunderter statt zur Mittagszeit in den Abendstunden eines Freitags.
Diese Entscheidung führte jedoch dazu, dass mehrere Teilnehmer, die sich erst relativ spät in der vergangenen Woche angemeldet hatten, auf Grund persönlicher Planungen kurzfristig keine Möglichkeit mehr sahen, bereits am Freitag nach Nordhausen zu kommen.
Ein Start in den Abendstunden wird wahrscheinlich eine Notlösung bleiben, da an zwei Abenden hintereinander im Dunkeln gelaufen werden muss und am Ziel Halle die Gefahr besteht, die oft letzten Züge nach Hause nicht mehr zu erreichen.
Schließlich fanden sich am Freitagabend sechs Langstreckenwanderer am Nordhäuser Hauptbahnhof ein, darunter Jürgen Hadel (Jg. 1960, Vogtland) und Detlef Koch(Jg. 1950, Berlin), die mit bald 400 in Deutschland die meisten erwanderten Touren über 100 und mehr Kilometer nonstop verbuchen können. Silco Tost aus Laucha wanderte planmäßig bis nach Grillenberg, wo er eine Urkunde über 49 Kilometer in Empfang nahm.
Für das nächste Mal plant er die 100 ein. Das Ziel S-Bahnhof Halle-Nietleben erreichten die beiden Erstgenannten sowie Matthias Blaue (Jg. 1973, Laucha) und der Autor des Beitrages. Genau genommen erwanderte Letzterer jedoch nur 97 Kilometer: Auf Grund meiner mehrmonatigen, allmählich abklingenden Achillessehnenentzündung hatte ich mich, wie bereits zum 25. Südharz-Hunderter, dafür entschieden, erneut das Mountainbike mitzunehmen.
Diesmal jedoch, um nur im Notfall, also bei einem Wiederaufflammen stärkerer Schmerzen, zu radeln. Das Wandern verlief dann jedoch deutlich beschwerdefreier als noch vor einigen Wochen. Bis zu Kilometer 97 (Kolonie Waldheil am Stadtrand von Halle) wurde das Fahrrad geschoben – wohl auch ein Novum bei einem Hunderter.
Dann musste ich mich doch noch dazu entscheiden, in den Sattel zu steigen: Wegen einer 30-minütigen Verspätung gegenüber unserem Zeitplan wäre die S-Bahn um 20:18 zum Zug nach Nordhausen sonst nicht mehr zu erreichen gewesen. Die Verspätung hatten wir uns auf dem sehr gemütlichen Eisleber Weihnachtsmarkt zugezogen, wo ein ungeplanter Glühweinstopp eingelegt worden war.
Anfangs etwas erschwert wurde die Tour durch die aufgeweichten und verschlammten Wege im Raum Steigerthal, durch Nebel und einen leicht unangenehmen Nieselregen, der uns auf den ersten 49 km begleitete. Dann jedoch zeigte sich das Wetter von seiner besseren, ja sogar ungewöhnlich milden Seite.
Bedanken möchten wir uns bei den wie immer für uns Wanderer aufgeschlossenen Gaststätten Thyrafuchs in Uftrungen (km 19), Harzer Erlebnishof in Grillenberg (km 49) sowie beim Strandhotel Aseleben (km 80), sozusagen die Energiespender, die uns noch schwerere Rucksäcke ersparen. Die Schlammwege zwischen Steigerthal und Uftrungen bekam insbesondere der Teppich im Thyrafuchs zu spüren. Dennoch wurden wir dort wieder mit ausgesprochen schmackhaften italienischen Speisen verwöhnt, noch dazu nach dem Ende der üblichen Öffnungszeiten. Ein besonderer Dank geht daher an das dortige Team.
Die Fotos zeigen die Starter am Freitagabend im Nordhäuser Bahnhof, das Team beim gemütlichen Abendessen gegen 23 Uhr im Thyrafuchs und den Wanderleiter mit seinem "geschobenen" Fahrrad vor dem Weihnachtsmarkt in Eisleben.
Der 27.Südharz-Hunderter findet am 11. und 12.02.2017 statt. Interessenten können sich gern bis zum 8.2. unter bodo_schwarzberg@yahoo.de melden.
Bodo Schwarzberg
Autor: redUrsprünglich war der 26. Südharz-Hunderter für das Wochenende 3./4.12. vorgesehen, was jedoch aus dienstlichen Gründen nicht abgesichert werden konnte.
Am Ersatzwochenende 9./10.12. jedoch war der Harzer Erlebnishof in Grillenberg (km 49) wegen einer Weihnachtsveranstaltung erstmals seit 2005 nicht zur geplanten Einkehrzeit 22:30 am 9.12. für uns Wanderer zugänglich, was eine erneute Umplanung notwendig machte.
Als geeignete Startzeit wurde nach Rücksprache mit den angemeldeten Teilnehmern dann 18:30 am vergangenen Freitag ausgewählt. Dabei würden wir den Harzer Erlebnishof am Sonnabend gegen 6:30 zum möglichen Frühstück erreichen. Erstmals begann damit ein Südharz-Hunderter statt zur Mittagszeit in den Abendstunden eines Freitags.
Diese Entscheidung führte jedoch dazu, dass mehrere Teilnehmer, die sich erst relativ spät in der vergangenen Woche angemeldet hatten, auf Grund persönlicher Planungen kurzfristig keine Möglichkeit mehr sahen, bereits am Freitag nach Nordhausen zu kommen.
Ein Start in den Abendstunden wird wahrscheinlich eine Notlösung bleiben, da an zwei Abenden hintereinander im Dunkeln gelaufen werden muss und am Ziel Halle die Gefahr besteht, die oft letzten Züge nach Hause nicht mehr zu erreichen.
Schließlich fanden sich am Freitagabend sechs Langstreckenwanderer am Nordhäuser Hauptbahnhof ein, darunter Jürgen Hadel (Jg. 1960, Vogtland) und Detlef Koch(Jg. 1950, Berlin), die mit bald 400 in Deutschland die meisten erwanderten Touren über 100 und mehr Kilometer nonstop verbuchen können. Silco Tost aus Laucha wanderte planmäßig bis nach Grillenberg, wo er eine Urkunde über 49 Kilometer in Empfang nahm.
Für das nächste Mal plant er die 100 ein. Das Ziel S-Bahnhof Halle-Nietleben erreichten die beiden Erstgenannten sowie Matthias Blaue (Jg. 1973, Laucha) und der Autor des Beitrages. Genau genommen erwanderte Letzterer jedoch nur 97 Kilometer: Auf Grund meiner mehrmonatigen, allmählich abklingenden Achillessehnenentzündung hatte ich mich, wie bereits zum 25. Südharz-Hunderter, dafür entschieden, erneut das Mountainbike mitzunehmen.
Diesmal jedoch, um nur im Notfall, also bei einem Wiederaufflammen stärkerer Schmerzen, zu radeln. Das Wandern verlief dann jedoch deutlich beschwerdefreier als noch vor einigen Wochen. Bis zu Kilometer 97 (Kolonie Waldheil am Stadtrand von Halle) wurde das Fahrrad geschoben – wohl auch ein Novum bei einem Hunderter.
Dann musste ich mich doch noch dazu entscheiden, in den Sattel zu steigen: Wegen einer 30-minütigen Verspätung gegenüber unserem Zeitplan wäre die S-Bahn um 20:18 zum Zug nach Nordhausen sonst nicht mehr zu erreichen gewesen. Die Verspätung hatten wir uns auf dem sehr gemütlichen Eisleber Weihnachtsmarkt zugezogen, wo ein ungeplanter Glühweinstopp eingelegt worden war.
Anfangs etwas erschwert wurde die Tour durch die aufgeweichten und verschlammten Wege im Raum Steigerthal, durch Nebel und einen leicht unangenehmen Nieselregen, der uns auf den ersten 49 km begleitete. Dann jedoch zeigte sich das Wetter von seiner besseren, ja sogar ungewöhnlich milden Seite.
Bedanken möchten wir uns bei den wie immer für uns Wanderer aufgeschlossenen Gaststätten Thyrafuchs in Uftrungen (km 19), Harzer Erlebnishof in Grillenberg (km 49) sowie beim Strandhotel Aseleben (km 80), sozusagen die Energiespender, die uns noch schwerere Rucksäcke ersparen. Die Schlammwege zwischen Steigerthal und Uftrungen bekam insbesondere der Teppich im Thyrafuchs zu spüren. Dennoch wurden wir dort wieder mit ausgesprochen schmackhaften italienischen Speisen verwöhnt, noch dazu nach dem Ende der üblichen Öffnungszeiten. Ein besonderer Dank geht daher an das dortige Team.
Die Fotos zeigen die Starter am Freitagabend im Nordhäuser Bahnhof, das Team beim gemütlichen Abendessen gegen 23 Uhr im Thyrafuchs und den Wanderleiter mit seinem "geschobenen" Fahrrad vor dem Weihnachtsmarkt in Eisleben.
Der 27.Südharz-Hunderter findet am 11. und 12.02.2017 statt. Interessenten können sich gern bis zum 8.2. unter bodo_schwarzberg@yahoo.de melden.
Bodo Schwarzberg



