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Gespart

Nordhausen auf Gesundungspfad

Freitag, 09. Dezember 2016, 16:03 Uhr
Nordhausen befindet sich finanziell weiter auf dem Gesundungspfad. Das sagte jetzt Nordhausen Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh mit Blick auf die Verabschiedung des Haushalts für 2017 durch den Nordhäuser Stadtrat...


Der Stadtrat hatte das Budget 2017 mit drei beschlossenen Änderungsanträge verabschiedet: Aussetzung der Besetzung einer weiteren Juristenstelle, Besetzung von weiteren Stellen im Bauhof und im Grünpflegbereich.

Die Kreditschulden von anfangs 40 Millionen konnten gesenkt werden auf 25 Millionen Euro. der Kassenkredit - jederzeit verfügbare Mittel ist binnen Jahresfrist um 2,3 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro gesunken. „Die Haushaltsdisziplin hat sich ausgezahlt“, so Dr. Zeh. Trotzdem müsse weiterhin Haushaltsdisziplin gehalten werden, da man noch immer auf Bedarfszuweisungen angewiesen sei.

Finanzbürgermeisterin Jutta Krauth sagte, man wolle ab dem Jahr 2020 so die städtischen Finanzen so stabilisiert haben, dass man ohne Bedarfszuweisungen auskommen.

Die Personalkosten sind gegenüber 2016 um 974.125 Euro gesunken. Das ist im Wesentlichen auf den Wegfall einer Beigeordnetenstelle zurückzuführen sowie auf die Abgabe der Hortnerinnenstellen an den Freistaat Thüringen.

Das Budget aufgestellt nach den Regeln der kaufmännischen Buchführung - für das Jahr 2017 hat folgende Eckpunkte:
  • Der Haushalt hat bei den Erträgen ein Volumen von rund 73, 7 Millionen Euro; dem stehen Aufwendungen von nur 73,6 Millionen Euro gegenüber. Der daraus resultierende Überschuss von 93.000 Euro wird für den Abbau von Fehlbeträgen aus dem Vorjahr verwendet.

  • Die Stadt erwartet Schlüsselzuweisungen von insgesamt 12,1 Millionen Euro. Dies entspricht etwa dem Niveau des Vorjahres. Die Einnahmen aus eigenen Steuern betragen insgesamt 21,8 Millionen Euro. Steuererhöhungen sind für das Jahr 2017 nicht vorgesehen.

  • Die den Städten und Gemeinden zustehenden Anteile aus der Einkommenssteuer und Umsatzsteuer betragen für Nordhausen insgesamt 13, 9 Millionen Euro. Dies ist ein Plus von 1,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

  • Erträge aus Gewinnausschüttungen und Beteiligungen an Unternehmen werden in Höhe von 1,3 Millionen erwartet. Sie setzen sich u.a. zusammen aus Ausschüttungen von 250.000 Euro von der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft, 500.000 Euro aus der Stadtwerke Holding sowie 550.000 Euro vom Wasserverband Nordhausen.

  • Für Unterhaltungsaufwendungen einschließlich Infrastruktur (Brücken, Straßen etc.) sind 6,7 Millionen Euro geplant. Die Zuschüsse für Ortsteile, Kultur, Sport, Jugend und Soziales auf gleichem Niveau wie 2016. Der Stellenplan weist 396 Stellen aus gegenüber 428 Stellen im Vorjahr. Damit fallen 23 Stellen weg.

  • Für die Tilgung von Investitionskrediten sind ca. 4 Mio. Euro geplant. Für Investitionen sind insgesamt 7, 3 Millionen Euro geplant inklusive möglicher Zuschüsse und Fördermittel. 800.000 Euro davon fließen u.a. in Sportstätten und Spielplätze, 250.000 in die Planung der Sanierung für das Theater.
Autor: red

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