UNTERWEGS MIT den landsenioren
Erlebnistour Thüringer Wald
Donnerstag, 01. Dezember 2016, 17:09 Uhr
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben und erzählen. Die Nordhäuser Landsenioren können es, waren sie doch gestern auf Erlebnistour. Im Thüringer Wald. Der bietet weitaus mehr als Bäume, Täler, Bäche, Wiesen oder das Rennsteiglied...
Nordhausen/Thüringer Wald. Bernhard Wagner wäre stolz auf seine Nachkommen. 1877 hatte er in Lippelsdorf mit der Porzellanherstellung begonnen. Da ahnte er nicht, dass die fünf folgenden Generationen seiner Familie der Liebe zum Porzellan treu bleiben würden.
Brennholz vor der Haustür, feine Rohstoffe, vor allem aber Mut und Fantasie ließen Bernhard Wagner und seine Mitstreiter vor 139 Jahren Neues wagen. Mit dem Verkauf von kunstvollen Figuren machte sich Wagner & Apel einen klangvollen Namen.
Zwei Ururenkelinnen nebst Urenkel führten gestern die Gäste aus dem Südharz durch ihre Manufaktur. Mit Liebe, Geduld und handwerklichem Geschick fertigt das Unternehmen naturgetreue Tier -und Vogelplastiken, liebliche Kinderfiguren, dekorative Weihnachts -und Geschenkartikel, einfach Schönes aus dem weißen Gold. Ein Blick auf geschickte Hände in den Werkstätten verdeutlichte kunstvolles und filigranes Schaffen.
Die netten Damen und ihr Vater tauchten ein in die wechselvolle Geschichte ihrer Manufaktur. So drohte Anfang der 70er Jahre das Aus der Familientradition. Die sozialistische Enteignung machte die Familie zu Arbeitnehmern im eigenen Unternehmen. 1990 die Reprivatisierung. Der Firmengründer würde staunen, sehe er heute seine Manufaktur. Restauriert wird sie auf alte Weise liebevoll von seinen Nachkommen in Lippelsdorf 54 geführt.
Schwäne für Neuschwanstein, Luther-Figuren für Wittenberg, Geschirr für Fernsehkoch Tim Mälzer – die Erzeugnisse von Wagner & Apel sind nicht nur im eigenem Land begehrt, weltweit zeugen sie von deutscher Wertarbeit aus dem Thüringer Wald.
Leuchtgehänge als Adventsträume, bunte Kugeln und Schmuck für den Weihnachtsbaum, funkelnde Gläser zu festlichen Anlässen, gläserne Pilze und Wichteln als Dekoration – all das und einiges mehr bietet die Farbglashütte in Lauscha. Eine Blondine erklärte bei der Hüttenführung, was die Hauptbestandteile einer Glasschmelze sind und was aus Glas alles gezaubert werden könne. Wem von den Südharz-Besuchern noch keine Idee für das Fest eingefallen war, hatte Gelegenheit, ein gläsernes Geschenk mit Herz zu wählen. Als Spiegelbild der Seele.
Auch die Farbglashütte ist ein handwerklicher Betrieb, der mit alten Hüttentechniken, modernem Denken und wissenschaftlichen Erkenntnissen zeitgemäße, innovative Produkte gestaltet. Für Menschen, die schöne Dinge lieben. Seit 1853 wird auf traditionelle Weise Glas hergestellt.
Die Hüttenführerin pries das Können der Glasbläser, konnte aber nicht erklären, warum die Geschäftsleitung das gesamte Haus mit einem totalen Fotografierverbot belegte. Betriebsspionage? Ausgeschlossen! Auch Reinhard Penzler aus Görsbach hatte die Kamera für ein Erinnerungsfoto parat. Ihm und anderen blieb nur ein Kopfschütteln. So hätte auch der Autor eine Erlaubnis vorher bei der Geschäftsleitung beantragen müssen. Unverständlich!
Gern hätte man auch einem Glasbläser bei seiner Feinarbeit über die Schultern geschaut und hautnah beobachtet, was aus einem heißen Glasklumpen geformt werden kann. Trotz dieser Abstriche bot die Farbglashütte ein nachhaltiges Erlebnis. Präsentation und Einkaufswelt beeindruckten.
Das Hotel Schieferhof in Neuhaus am Rennweg beeindruckte mit seiner Küche. Die Südharzer ließen es sich zwischen Porzellan -und Glaserlebnis schmecken, was aus Topf und Pfanne kam. Das Haus, über 100 Jahre alt, erzählt Geschichte. Mit dem kleinen Naturpark, Bankettsaal, Saunabereich, Seminarräumen, Bar, Restaurant, Terrasse, Weinkeller, 38 Zimmern.
Wie zum Abschluss einer jeden Fahrt mit dem Busunternehmen Keitel aus Hainrode üblich, erhält der Fahrer aus den Händen des Vereinsvorsitzenden einen Briefumschlag. Über deren Inhalt konnte sich diesmal Steffen Keitel freuen. Und über die 48 Personen an Bord, womit der Wagen voll beladen war. Chef Herbert Weschcke schloss in seinen Abschiedsworten den Dank an Marina Döring für ihre gute Organisation ein.
Kurt Frank
Autor: redNordhausen/Thüringer Wald. Bernhard Wagner wäre stolz auf seine Nachkommen. 1877 hatte er in Lippelsdorf mit der Porzellanherstellung begonnen. Da ahnte er nicht, dass die fünf folgenden Generationen seiner Familie der Liebe zum Porzellan treu bleiben würden.
Brennholz vor der Haustür, feine Rohstoffe, vor allem aber Mut und Fantasie ließen Bernhard Wagner und seine Mitstreiter vor 139 Jahren Neues wagen. Mit dem Verkauf von kunstvollen Figuren machte sich Wagner & Apel einen klangvollen Namen.
Zwei Ururenkelinnen nebst Urenkel führten gestern die Gäste aus dem Südharz durch ihre Manufaktur. Mit Liebe, Geduld und handwerklichem Geschick fertigt das Unternehmen naturgetreue Tier -und Vogelplastiken, liebliche Kinderfiguren, dekorative Weihnachts -und Geschenkartikel, einfach Schönes aus dem weißen Gold. Ein Blick auf geschickte Hände in den Werkstätten verdeutlichte kunstvolles und filigranes Schaffen.
Die netten Damen und ihr Vater tauchten ein in die wechselvolle Geschichte ihrer Manufaktur. So drohte Anfang der 70er Jahre das Aus der Familientradition. Die sozialistische Enteignung machte die Familie zu Arbeitnehmern im eigenen Unternehmen. 1990 die Reprivatisierung. Der Firmengründer würde staunen, sehe er heute seine Manufaktur. Restauriert wird sie auf alte Weise liebevoll von seinen Nachkommen in Lippelsdorf 54 geführt.
Schwäne für Neuschwanstein, Luther-Figuren für Wittenberg, Geschirr für Fernsehkoch Tim Mälzer – die Erzeugnisse von Wagner & Apel sind nicht nur im eigenem Land begehrt, weltweit zeugen sie von deutscher Wertarbeit aus dem Thüringer Wald.
Leuchtgehänge als Adventsträume, bunte Kugeln und Schmuck für den Weihnachtsbaum, funkelnde Gläser zu festlichen Anlässen, gläserne Pilze und Wichteln als Dekoration – all das und einiges mehr bietet die Farbglashütte in Lauscha. Eine Blondine erklärte bei der Hüttenführung, was die Hauptbestandteile einer Glasschmelze sind und was aus Glas alles gezaubert werden könne. Wem von den Südharz-Besuchern noch keine Idee für das Fest eingefallen war, hatte Gelegenheit, ein gläsernes Geschenk mit Herz zu wählen. Als Spiegelbild der Seele.
Auch die Farbglashütte ist ein handwerklicher Betrieb, der mit alten Hüttentechniken, modernem Denken und wissenschaftlichen Erkenntnissen zeitgemäße, innovative Produkte gestaltet. Für Menschen, die schöne Dinge lieben. Seit 1853 wird auf traditionelle Weise Glas hergestellt.
Die Hüttenführerin pries das Können der Glasbläser, konnte aber nicht erklären, warum die Geschäftsleitung das gesamte Haus mit einem totalen Fotografierverbot belegte. Betriebsspionage? Ausgeschlossen! Auch Reinhard Penzler aus Görsbach hatte die Kamera für ein Erinnerungsfoto parat. Ihm und anderen blieb nur ein Kopfschütteln. So hätte auch der Autor eine Erlaubnis vorher bei der Geschäftsleitung beantragen müssen. Unverständlich!
Gern hätte man auch einem Glasbläser bei seiner Feinarbeit über die Schultern geschaut und hautnah beobachtet, was aus einem heißen Glasklumpen geformt werden kann. Trotz dieser Abstriche bot die Farbglashütte ein nachhaltiges Erlebnis. Präsentation und Einkaufswelt beeindruckten.
Das Hotel Schieferhof in Neuhaus am Rennweg beeindruckte mit seiner Küche. Die Südharzer ließen es sich zwischen Porzellan -und Glaserlebnis schmecken, was aus Topf und Pfanne kam. Das Haus, über 100 Jahre alt, erzählt Geschichte. Mit dem kleinen Naturpark, Bankettsaal, Saunabereich, Seminarräumen, Bar, Restaurant, Terrasse, Weinkeller, 38 Zimmern.
Wie zum Abschluss einer jeden Fahrt mit dem Busunternehmen Keitel aus Hainrode üblich, erhält der Fahrer aus den Händen des Vereinsvorsitzenden einen Briefumschlag. Über deren Inhalt konnte sich diesmal Steffen Keitel freuen. Und über die 48 Personen an Bord, womit der Wagen voll beladen war. Chef Herbert Weschcke schloss in seinen Abschiedsworten den Dank an Marina Döring für ihre gute Organisation ein.
Kurt Frank











