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Noch präziser, noch schneller, mit Musik und Film

Neues MRT im Südharz Klinikum

Montag, 28. November 2016, 15:13 Uhr
Seit einer Woche steht das neue Magnetresonanztomographiegerät (MRT) des Nordhäuser Südharz Klinikums den Mitarbeitern des Institutes für Radiologie für die notwendigen Diagnosen zur Verfügung. Die neue “Röhre” löst das „alte“ MRT ab, das vor 15 Jahren aufgebaut und in den folgenden Jahren regelmäßig auf den neuesten Softwarestand gebracht wurde...

Musik und Kino im MRT (Foto: Südharz Klinikum) Musik und Kino im MRT (Foto: Südharz Klinikum)
Das Klinikum hat die Investition in Höhe von rund einer Million Euro vollständig aus eigenen Mitteln finanziert, obwohl der Freistaat Thüringen eigentlich für die gerätetechnische Ausstattung mitverantwortlich ist.

Mit dem neuen MRT sind wesentliche Verbesserungen für die Patienten verbunden. Bisher wurden rund 50 Patienten diagnostiziert. “So ist zum Beispiel die Röhre zehn Zentimeter weiter als die des Vorgängermodells. Der Patient kann während der Untersuchungen, die zwischen 12 und 45 Minuten dauern, Musik hören oder einen Film seiner Wahl ansehen. Der Patient wird so sehr schnell seine Anspannung los, er wird emotional runtergebracht”, beschreibt es der Chefarzt.

Platzangst und auch Unruhe und Bewegungsartefakte sollten so keine große Rolle mehr spielen. "Wir erhoffen uns, künftig auch bei Kleinkindern Untersuchungen im MRT ohne Narkose durchführen zu können, da die Kinder durch Trickfilme oder Geschichten abgelenkt werden und so während der Untersuchung still halten. Das MRT hat zusätzlich ein spezielles lärmreduzierendes Konzept."

Eine kürzere Untersuchungsdauer, vor allem für den Bereich des Oberbauches, ist möglich durch die sogenannten mDixon-Technologie, es können hier parallel Bilddaten generiert werden. Auch die Darstellung von Gefäßen kann mit dem neuen Scanner optimiert werden, hier kann mitunter auf die Gabe von Kontrastmitteln verzichtet werden. Darüber hinaus kann die Nachbearbeitung der Bilder wesentlich effektiver gestaltet werden, was insbesondere die Analyse von Herzuntersuchungen im MRT verbessern wird.

Die Kardiobildgebung ist im Südharz Klinikum in Nordhausen ein diagnostischer Schwerpunkt, die Radiologie hat hier nicht nur modernste Hard- und Software zur Verfügung, sondern mit Dr. Claudia Kurrat und Dr. Joachim Feger auch erfahrene Experten, die, als besonderes Qualitätszeichen, nach den Kriterien der deutschen Röntgengesellschaft in der Stufe 2 zertifiziert sind.

Die wissenschaftliche Arbeit des radiologischen Instituts wurde unlängst durch einen Publikationspreis ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit den Kinderradiologen der Universität Jena entstand eine gemeinsame Veröffentlichung zum Thema Knochenmineralisationsmessungen bei Kindern und Jugendlichen, die nun durch einen Preis der Deutschen Gesellschaft für Kinderradiologie ausgezeichnet wurde.
Autor: red

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