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Hommage an Peter Tschaikowsky

Sonntag, 27. November 2016, 09:34 Uhr
Mit einer Komposition von Christoph Ehrenfellner endete gestern beim im 3. Sinfoniekonzert der erste Teil mit sehr viel Beifall wie bei einem Schlussapplaus...

Das 3. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters war gestern Peter I. Tschaikowsky gewidmet, einem der größten russischen Komponisten. Es begann mit seinem „Slawischen Marsch“ von Tschaikowsky op.31, brilliant gespielt ditigiert von Generalmusikdirektor Michael Helmrath.

Hommage an Peter Tschaikowsky (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hommage an Peter Tschaikowsky (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Danach spielte das Loh-Orchester ein Werk von Christoph Ehrenfellner, dem Composer in Residence der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, das dieser als „Hommage an Tschaikowsky“ bezeichnet: seine „Fantaisie pathétique“ für großes Orchester, op.17.

Hommage an Peter Tschaikowsky (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hommage an Peter Tschaikowsky (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ehrenfellner kündigte das Werk selbst an. Ehrenfellner hat ein ganz besonderes Verhältnis zu Tschaikowskys Musik:
„Tschaikowsky, das ist für mich Musik von einer glühenden Leidenschaft, einem Appassionato, das seinesgleichen weit herum suchen muss. In sentimentalen Momenten möchte ich fast wie Undine um das Grab ihres geliebten Ritters Huldbrand ein Bächlein von Tränen weinen, um jedes geliebte Werk und Thema, um all das Leid und Drama, das sich um Tschaikowskys Leben rankt.“ Bereits im Jahr 2011 schuf der Österreicher ein Werk, das sich mit der 6. Sinfonie („Pathétique“) Tschaikowskys musikalisch auseinandersetzt.

Musik von und über Tschaikowsky: Der Komponist hat sich dafür ein prägnantes Thema aus Tschaikowskys letzter Sinfonie herausgenommen und daraus eine eigene in drei Abschnitte geteilte, sehr emotionale Musik geschrieben, wobei persönlich der zweite und dritte Teil besonders ansprachen.

Hommage an Peter Tschaikowsky (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hommage an Peter Tschaikowsky (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zurecht mit sehr viel Beifall bedacht konnten sich Orchster, Helmrath und Ehrenfellner in die Konzertpause begeben. Ihre Uraufführung erlebte die „Fantaisie Pathétique“ übrigens schon im Jahr 2012 in der Filature Mulhouse durch das Orchestre Symphonique de Mulhouse unter der Leitung von Daniel Klajner, dem heutigen Intendanten der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Übrigens hatte Ehrenfellner das er bei seinem neuen Werk op.34 bereits beim dritten Satz angekommen ist (Thema Luther), das nächstes Jahr zur Aufführung kommen soll.


Nach Tschaikowsky und Ehrenfellner gab es nach der Pause die stimmungsvolle sinfonische Dichtung „Steppenskizze aus Mittelasien“ von Alexander Borodin zu hören, übrigens Zeitgenosse und Landsmann von Peter Tschaikowskys ist. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Michael Helmrath.

Hommage an Peter Tschaikowsky (Foto: Foto Liv Migdal: Monika Lawrenz) Hommage an Peter Tschaikowsky (Foto: Foto Liv Migdal: Monika Lawrenz)

Foto Liv Migdal: Monika Lawrenz

Zum Abschluss des 3. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters bezauberte die junge Geigerin Liv Migdal die in Sondershausen Jahren schon mehrfach für Begeisterung gesorgt hat. Sie spielte Peter Tschaikowskys einziges Violinkonzert, eines der populärsten Werke für dieses Streichinstrument.

Das 3. Sinfoniekonzert findet nochmals am 27. November um 18 Uhr im Theater Nordhausen statt. Um 17.15 Uhr laden Michael Helmrath und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann zu einer Einführung ein, in der auch der Komponist Christoph Ehrenfellner über sein Stück sprechen wird. Auch für die jungen Gäste zwischen 7 und 13 Jahre gibt es wieder eine besondere Einführung: Während der ersten Konzerthälfte bereitet Juliane Hirschmann interessierte Kinder und Schüler auf Tschaikowskys Violinkonzert vor.

Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52).
Autor: khh

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