Grünen Vorsitzende zu Gast bei Feuer Powertrain
Die große Transformation
Freitag, 18. November 2016, 14:38 Uhr
Die Zeit des Verbrennungsmotors wird, früher oder später, vorbei sein. Geht es nach den Grünen eher früher, spätestens ab 2030 soll das Ölzeitalter auf deutschen Straßen auslaufen. Damit kommen auch große Veränderungen auf die Automobilbranche und ihre Zulieferer zu, auch auf international aufgestellte Kurbelwellenhersteller...
Ein Elektromotor braucht keine Kurbelwelle. Wenn also eines Tages nur noch Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, wer braucht dann noch eine Firma wie Feuer Powertrain? Die Kurbelwellenhersteller mit Sitz in Nordhausen gehört als einer von vielen Zulieferern der Automobilindustrie zum Rückgrat der deutschen Wirtschaft.
Wie es auch in 15 Jahren weitergehen kann, darüber sprach man im Werk heute mit Katrin Göring-Eckardt, Bundesvorsitzende der Grünen. Die hatten jüngst beschlossen, den Verbrennungsmotor bis 2030 zum Auslaufmodell zu machen. Geht es nach den Grünen, soll es Neuzulassungen dann nur noch als Elektroauto geben. "Das ist keine rein Grüne Sache, sondern eine Veränderung die auf uns zu kommt.", sagte Göring-Eckardt der nnz, Beschlüsse der EU-Kommission und des Bundesrates deuteten in die gleiche Richtung.
Diese "große Transformation" sei ohne einen Wandel und ohne ein Umdenken in der Industrie nicht zu realisieren. Für eine Zeit könnten sich Zulieferer über den ausländischen Markt, der unter Umständen noch länger auf Verbrennungsmotoren setzen könnte, oder auf andere Geschäftsbereiche wie Nutzfahrzeuge, die im Umschwung zur Elektromobilität noch länger brauchen werden, über Wasser halten. Doch diese Zeit sei endlich. Man müsse jetzt anfangen, über Alternativprodukte nachzudenken.
Die Bundesvorsitzende von Bündnis '90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, besuchte heute Feuer Powertrain (Foto: Angelo Glashagel)
Die Automobilindustrie sei von der Entwicklung in Teilen überrascht worden und mit ihr die Zuliefererbetriebe, erklärte Göring-Eckhardt, ein Umdenken setze zur Zeit ein, auch weil man als Grüne eine konkretes Datum ins Spiel gebracht habe. Von staatlicher Seite müsse "Druck und Schub" ausgeübt werden um die Entwicklung zu begleiten. Beispiele das dass funktionieren kann gäbe es, sagte die Grünenvorsitzende und verwies auf die Einführung der Katalysatorpflicht, die es allein auf Betreiben der Industrie nicht gegeben hätte.
Zur Elektromobilität gehört aber auch die entsprechende Infrastruktur. Ohne ein flächendeckendes Netz an Strom-Zapfsäulen bleibt die E-Mobilität für die Bevölkerung umständlich und unpraktisch. Diesen Bereich stärker zu fördern sei eine originär staatliche Aufgabe. Es reiche nicht immer nur neue Straßen zu bauen und Bändchen durchzuschneiden. "Herr Dobrindt kann von mir aus jede einzelne E-Zapfsäule einweihen, aber er muss dafür sorgen, das es sie gibt.", sagte Göring-Eckardt mit Blick auf das Verkehrsministerium. Desweiteren müsse man sicherstellen, das der verbrauchte Strom auch aus sauberen Quellen komme. Insgesamt gebe es sehr viel zu tun, so die Grünenchefin weiter, "ich glaube aber das wir sehr weit kommen können, wenn wir rechtzeitig anfangen".
Angelo Glashagel
Autor: redEin Elektromotor braucht keine Kurbelwelle. Wenn also eines Tages nur noch Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, wer braucht dann noch eine Firma wie Feuer Powertrain? Die Kurbelwellenhersteller mit Sitz in Nordhausen gehört als einer von vielen Zulieferern der Automobilindustrie zum Rückgrat der deutschen Wirtschaft.
Wie es auch in 15 Jahren weitergehen kann, darüber sprach man im Werk heute mit Katrin Göring-Eckardt, Bundesvorsitzende der Grünen. Die hatten jüngst beschlossen, den Verbrennungsmotor bis 2030 zum Auslaufmodell zu machen. Geht es nach den Grünen, soll es Neuzulassungen dann nur noch als Elektroauto geben. "Das ist keine rein Grüne Sache, sondern eine Veränderung die auf uns zu kommt.", sagte Göring-Eckardt der nnz, Beschlüsse der EU-Kommission und des Bundesrates deuteten in die gleiche Richtung.
Diese "große Transformation" sei ohne einen Wandel und ohne ein Umdenken in der Industrie nicht zu realisieren. Für eine Zeit könnten sich Zulieferer über den ausländischen Markt, der unter Umständen noch länger auf Verbrennungsmotoren setzen könnte, oder auf andere Geschäftsbereiche wie Nutzfahrzeuge, die im Umschwung zur Elektromobilität noch länger brauchen werden, über Wasser halten. Doch diese Zeit sei endlich. Man müsse jetzt anfangen, über Alternativprodukte nachzudenken.
Die Bundesvorsitzende von Bündnis '90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, besuchte heute Feuer Powertrain (Foto: Angelo Glashagel)
Die Automobilindustrie sei von der Entwicklung in Teilen überrascht worden und mit ihr die Zuliefererbetriebe, erklärte Göring-Eckhardt, ein Umdenken setze zur Zeit ein, auch weil man als Grüne eine konkretes Datum ins Spiel gebracht habe. Von staatlicher Seite müsse "Druck und Schub" ausgeübt werden um die Entwicklung zu begleiten. Beispiele das dass funktionieren kann gäbe es, sagte die Grünenvorsitzende und verwies auf die Einführung der Katalysatorpflicht, die es allein auf Betreiben der Industrie nicht gegeben hätte.
Zur Elektromobilität gehört aber auch die entsprechende Infrastruktur. Ohne ein flächendeckendes Netz an Strom-Zapfsäulen bleibt die E-Mobilität für die Bevölkerung umständlich und unpraktisch. Diesen Bereich stärker zu fördern sei eine originär staatliche Aufgabe. Es reiche nicht immer nur neue Straßen zu bauen und Bändchen durchzuschneiden. "Herr Dobrindt kann von mir aus jede einzelne E-Zapfsäule einweihen, aber er muss dafür sorgen, das es sie gibt.", sagte Göring-Eckardt mit Blick auf das Verkehrsministerium. Desweiteren müsse man sicherstellen, das der verbrauchte Strom auch aus sauberen Quellen komme. Insgesamt gebe es sehr viel zu tun, so die Grünenchefin weiter, "ich glaube aber das wir sehr weit kommen können, wenn wir rechtzeitig anfangen".
Angelo Glashagel
