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Von der Handball-Thüringenliga der Frauen

NSV-Frauen nach gutem Beginn eingebrochen

Dienstag, 15. November 2016, 11:24 Uhr
Der HBV Jena ist nach Minuspunkten betrachtet derzeit der Klassenprimus in der Handball-Thüringenliga der Frauen, das Team vom Nordhäuser SV dagegen noch ohne Zählbares auf der Habenseite das Schlusslicht der Tabelle. Allein das sagt schon alles über die Rollenverteilung der Partie zwischen den Beiden am vergangenen Sonnabend in Jena aus...

Hinzu kamen bei den Nordhäuserinnen noch zahlreiche Ausfälle. Mit Claudia Dudek, Anna Schneider und Diana Bückert musste wegen Beruf oder Verletzung die komplette Aufbaureihe ersetzt werden. Dazu das weiter bestehende Torwartproblem.

Nancy Brodhuhn wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen, sie blickt Mutterfreuden entgegen. So wird zunächst Evi Kallmeyer vorerst weiter das Tor hüten. Damit war eigentlich von vorn herein klar, das es für die NSV-Rumpftruppe in Jena nichts zu holen geben würde. Die 16:36-Klatsche am Ende war dann aber doch etwas derb und so nicht notwendig.

Denn die Mannschaft fing ganz gut an, zeigte was bei entsprechendem Einsatz möglich gewesen wäre. Jenny Galonska eröffnete den Torreigen mit dem 1:0 für den NSV. Auch wenn es die einzige Führung der Gäste in diesem Spiel bleiben sollte, man spielte zunächst gut mit. Auch ein erster kleiner Hänger, als nach dem 2:2 Jena auf 7:2 (7. Minute) enteilen konnte, wurde schnell überwunden und man schaffte innerhalb von nur zwei Minuten beim 5:7 wieder den Anschluss.

Danach aber ein unverständlicher Einbruch. Die Angriffe wurden nicht mehr ausgespielt, keine Übersicht mehr und Jena zog locker auf 14:5 davon und beim Halbzeitstand von 20:8 war das Spiel schon klar entschieden. Nach der Pause zwar wieder das erste Tor für Nordhausen, diesmal durch Stephanie Kruse, ansonsten aber das gleiche Bild wie zuvor. Kaum geordnete Angriffe. Dazu Passivität in der Abwehr, die Jena leichtes Spiel ermöglichte. Man hatte sich aufgegen, agierte wie ein zaloser Tiger. Wie gesagt, eine Niederlage musste man bei den bestehenden Voraussetzungen einplanen, war kaum zu vermeiden. So hoch hätte sie aber nicht auszufallen brauchen.
Uwe Tittel
HBV Jena 90 – Nordhäuser SV 36:16 (20:8)
Evelyn Kallmeyer – Stephanie Kruse (3), Clara Fiedler (3), Viola Böttcher (1), Laura Krüger (1), Lina Freudenberg (1), Julia Nagler (1), Larissa Förster (1), Marianne Kiel, Jenny Galonska (4)
Autor: red

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