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Herbstsynode 2016

Offene Kirchen werden unterstützt

Sonntag, 13. November 2016, 18:11 Uhr
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland will zum Reformationsjubiläum 2017 eine gute Gastgeberin sein. Geöffnete Kirchen gehören dazu. Auch im Südharz soll das so sein...

Logo (Foto: privat) Logo (Foto: privat)
Das meinen der Landeskirchenrat und die Landessynode. Die Entscheidung, Kirchen aufzuschließen, liegt jedoch beim zuständigen Gemeindekirchenrat und wird im Kirchenkreis Südharz eifrig diskutiert.

Ein paar Kirchen im Südharz sind schon seit vielen Jahren geöffnet, andere haben sich von diesem Aufruf angesprochen gefühlt und öffnen ihre Kirchen jetzt. Einige Gemeinden überlegen noch, wieder anderen scheint die Öffnung, meist aus Furcht vor Vandalismus und Diebstahl, undenkbar.

Um diese Bedenken ein wenig zu besänftigen und die Gemeinden zu unterstützen haben sich die Landeskirche und der Kirchenkreis Südharz etwas zum Thema Versicherung überlegt. Die EKM stellte 300.000 Euro in ihren Haushalt ein, um eine Sammelversicherung für offene Kirchen abzuschließen. Damit senkt sich der Versicherungsbeitrag für die Gemeinden auf 65 Euro jährlich. Doch auch dieser Betrag wird den „offenen Kirchen“ vom Kirchenkreis Südharz erlassen.

Der Kreiskirchenrat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, im Haushalt 5.000 Euro zu reservieren, um die anfallenden Versicherungsbeiträge damit zu übernehmen. Bislang sind 7% der 104 Kirchen im Kirchenkreis geöffnet; auf dem Gebiet der EKM sind es 3,5% - doch bietet diese Zahl auch im Kirchenkreis noch viel Luft nach oben.

Offene Kirchen (Foto: R. Englert) Offene Kirchen (Foto: R. Englert)
In der Diskussion rund um die Öffnung, scheint die eigene Gemeinde noch zu wenig im Fokus zu stehen. Anders als vielleicht vermutet, sind sie die häufigsten Besucher ihrer offenen Kirche. Um Sorgen, Nöte und Dankbarkeit vor Gott tragen zu können – dazu sollten die Türen geöffnet sein. Superintendent Andreas Schwarze hatte angeregt, zu überlegen, ob nicht mit einer regelmäßigen Öffnung aller Kirchen an den Sonntagen vielleicht ein Anfang gemacht werden könne.

Auf der diesjährigen Herbstsynode stellte die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises, Regina Englert, den Synodalen eine Power-Point-Präsentation zum Thema „Offene Kirchen“ vor. Sie kann von den Gemeinden zur Besprechung in den Gemeindekirchenräten genutzt werden. Die Chancen einer offenen Kirche und die Bedenken gegen eine Öffnung werden dort dargelegt, Hilfestellungen und Tipps gegeben. Die Präsentation kann per Mail oder als Datei auf einem Stick angefordert werden. Als pdf ist sie auf der Homepage des Kirchenkreises abrufbar. Geöffnet sind:
  • Basilika Münchenlohra - täglich von 9 - 18 Uhr
  • Frauenbergkirche in Nordhausen - auch Radfahrerkirche (1. April - 31. Oktober) äglich von 9-16 Uhr
  • Blasii-Kirche in Nordhausen Mo-Fr 9-18 Uhr, am Wochenende von 11-18 Uhr
  • St.-Georg-Kirche in Neustadt - täglich von 9-18 Uhr
  • St.-Petri-Kirche in Sollstedt - von Ostern bis Erntedank - täglich von 10-18 Uhr
  • St.-Marien-Kirche in Elende - täglich 24 Stunden
  • NEU St.-Marien-Kirche in Bleicherode - im Sommer 10-17 Uhr / im Winter 10-16 Uhr
In Planung befinden sich:
  • St. Gertrud-Kirche in Gerterode, demnächst den Sommer über geöffnet
  • St. Mauritius-Kirche in Görsbach, der GKR ist miteinander im Gespräch
Autor: red

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