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Auszeichnung für sportliche Schulen

Die bewegte Pause

Mittwoch, 09. November 2016, 20:01 Uhr
Das Kinder auch in der Schule springen, rennen, toben war mal selbstverständlich. Gerade in der großen Hofpause. Heute gibt es Auszeichnungen für Schulen, die sich besonders darum kümmern, das ihre Kinder in Bewegung bleiben. In der Kreissparkasse zeichnete man heute die diesjährigen Gewinner aus...

Am Herder Gymnasium teilt sich das sportliche Schulleben in 10 Bausteine auf. Neben dem normalen Unterricht gibt es AG's nach Schulschluss, das Engagement bei "Jugend trainiert für Olympia", Sportfeste, Sport am andere Ort, also etwa auf dem Kiesteich oder der schneebedeckten Skipiste oder auch Trendsportangeboten und die "bewegte Pause".

Letzteres stand bei der heutigen Auszeichnung für die "bewegte Schule" im Vordergrund. Schulsportkoordinator Werner Hütcher hatte insgesamt sieben Preisträger in die Räumlichkeiten des langjährigen Partners und Sportförderers, der Kreissparkasse geladen um ihnen ihre Siegprämien zu überreichen. Die Grundschule am Förstemannweg, das Bleicheröder Schillergymnasium und das Herder-Gymnasium sowie das Förderzentrum St. Martin erhielten jeweils den mit 400 Euro dotierten ersten Preis. Die Grundschule Bleicherode, sowie die Grundschulen Wipperdorf und Heringen erhielten jeweils ein Preisgeld von 200 Euro für den zweiten Platz.

Hütcher bedankte sich bei den Lehrern und Schulleitern für ihr Engagement. Die Rahmenbedingungen hätten sich in den letzten Jahren nicht gebessert, sagte der Schulsportkoordinator, dennoch sei die Sportlehrerschaft sehr umtriebig und zeichne sich auch außerhalb des geregelten Unterrichts durch zahlreiche Aktivitäten in Vereinen, als Übungsleiter oder als Betreuer und Organisatoren bei Wettbewerben.

In der Kreissparkasse wurden heute wieder die bewegten Schulen des Landkreise ausgezeichnet (Foto: Angelo Glashagel) In der Kreissparkasse wurden heute wieder die bewegten Schulen des Landkreise ausgezeichnet (Foto: Angelo Glashagel)

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand dieses Jahr das Pausengeschehen an der Schule. Statt nur am Smartphone zu hängen, sollen die Kinder dazu gebracht werden, sich in den Zeiten zwischen den Stunden mehr zu bewegen. Am Herdergymnasium passiert das vor allem in der großen Pause, man versuche dabei an die "Straßenspielkultur" von früher anzuknüpfen, sagte Christian Heim, Sportlehrer am Gymnasium. In der Pause können die Kinder neben dem Schulhof auch die Turnhalle benutzen um sich auszutoben, möglichst frei ohne Anleitung der Lehrer. Die älteren Schüler geben Spielgeräte aus und sehen zu das alles nach Maß abläuft. Vor allem die 5. bis 7. Klassen würden das Angebot in den Pausen nutzen, sagte Heim, dafür aber auch geballt, 50 bis 70 Kinder jeden Tag. In Zukunft will man versuchen in den Pausenzeiten kleine Turniere zu organisieren.

Jede Schule hat ihren eigenen Weg, wie sie ihre Schülerinnen und Schüler auf Trab bringt, viele nutzen sogenannte Spielkisten. An der Förstemanngrundschule gibt es die bewegte Pause immer Freitags auch mit Musik und Tanz. Die Jungen und Mädchen können ihre eigenen Lieder mitbringen und ihren Mitschülern vortanzen, die das dann nachahmen müssen. Den Kindern mache das sehr viel Spaß, sagte eine Sportlehrerin der Schule, die Pause könnte da gar nicht lange genug dauern.

Am Förderzentrum St. Martin muss man für die ganz kleinen wie auch für die Großen Angebote machen können. Neben den Pausenaktivitäten mit Sachen aus der Spielkiste gibt es eine Fußball-AG, eine Schwimmgruppe und eine eigene Hüpfburg, die sich auch im Innenraum aufblasen lässt. Zur Zeit ist man dabei, einen eigenen Kletterparcour einzurichten.

Das Preisgeld soll entsprechend dem Zweck auch genutzt werden um neue Gerätschaften anzuschaffen, sagte Werner Hütcher, auch wenn es nicht viel sei, könne damit doch ein Anfang gemacht werden.
Angelo Glashagel
Autor: red

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