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Karate-Do-Kwai Nordhausen

Unter den besten Karatekämpfern Deutschlands

Mittwoch, 09. November 2016, 06:07 Uhr
Am vergangenen Samstag trafen sich die besten Karatekämpfer Deutschlands zur Deutschen Meisterschaft der Schüler in Ilsenburg. Mit dabei waren auch zwei Kämpfer vom Karate-Do-Kwai Nordhausen, die sich dafür bereits am 18. Juni diesen Jahres bei den Thüringer Landesmeisterschaften mit ihrer Leistung für die Deutsche Meisterschaft im Karate qualifiziert hatten...


Der 11jährige Fynn-Quentin Ritter startete im 32köpfigen Teilnehmerfeld der Schüler-B, während die Starter bei den Schülern-A mit dem 12jährigen Leon Schneider so zahlreich waren, dass in zwei Gruppen gekämpft werden musste. Doch bevor es soweit war, konnten die Karateka und ihre mitgereisten Angehörigen und Fans die außergewöhnliche Atmosphäre dieses Wettkampfes genießen.

Vier Kampfflächen in einem würdigen Rahmen, mit feierlicher Nationalhymne und einer Spannung in der Luft, die man so wohl selten erlebt. Alle Teilnehmer hatten sich ihren Startplatz bei diesen Meisterschaften über die Qualifikationen in den jeweiligen Bundesländern hart erkämpfen müssen, so dass wirklich nur die deutsche Karateelite dieser Altersklasse am Start war. Für die Nordhäuser war allein schon dies ein bedeutender Meilenstein in ihrer Sportkarriere.

Leon, der sich trotz einer kurzfristigen Verletzung dieses Erlebnis nicht nehmen lassen wollte, hatte zunächst unerwartetes Glück. Dank eines Freiloses kam er gleich in der ersten Runde weiter. Dafür durfte Fynn zeigen, dass er sich gut vorbereitet hatte. In der Kategorie Einzelkata (Formenlauf) wurden in der Regel Darbietungen gezeigt, die weit über die persönlichen Graduierungen hinausgingen. Jeweils fünf Kampfrichter verfolgten mit Argusaugen jede Bewegung der Karateka. Das die einzelnen Techniken korrekt ausgeführt werden, darum ging es in dieser Leistungsklasse gar nicht mehr – das war selbstverständlich und wurde im Schlaf beherrscht.

Die besten Leistungen unterschieden sich nur um Nuancen voneinander. Dynamik, Rhythmus, Spannung, Entspannung und Höhepunkt der Technik, das alles musste aus dem normalen Ablauf herausgearbeitet und akzentuiert werden. An dieser Stelle wurde besonders deutlich, warum Karate eine Kampfkunst ist. Und genau da hatte Fynn die sprichwörtliche Nase vorn, vor seinem ersten Gegner aus Cottbus. Mit einer 5:3 Entscheidung gelang ihm ebenfalls der Einzug in die nächste Runde. Dort konnte es naturgemäß nicht leichter werden. Sowohl Leon als auch Fynn starteten fast gleichzeitig mit einer anspruchsvollen Kata namens „Jion“, die normalerweise erst bei der Prüfung zum Schwarzgurt gezeigt werden muss. Trotz starker Darbietungen verloren beide gegen ihre jeweiligen Kontrahenten und schieden aus dem Wettbewerb aus.

Sicher ist eine Niederlage immer mit ein wenig Traurigkeit verbunden, aber schon so weit zu kommen ist ein wirklich herausragender Erfolg für die beiden jungen Nordhäuser. Auch ihr Cheftrainer Frank Pelny und der Sportwart Willy Völz sind mehr als zufrieden. Das war eine solide Leistung auf die sich sehr gut weiter aufbauen lässt. Leon und Fynn jedenfalls genossen den Rest der Meisterschaft als Zuschauer, bis zu den feierlichen Siegerehrungen am späten Abend, und nahmen die Eindrücke als unvergessliches Erlebnis mit nach Hause. Schließlich ist der Lebensweg Karate viel mehr als Sieg oder Niederlage.

Allen Interessierten bietet der Karate-Do-Kwai Nordhausen ein 4-wöchiges kostenloses Probetraining. In der Sportart Karate gibt es verschiedene, nach Alter gestaffelte, Trainingsgruppen für Kinder, Erwachsene und auch eine eigene Senioren-Gruppe. Für Kobudô (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung muss man das 14. Lebensjahr schon erreicht haben. Karate-Aerobic ist gerade bei Frauen sehr beliebt und ideal für die Verbesserung der Fitness geeignet. Außerdem gibt es noch eine Übungsgruppe Qi-Gong. Die Kleinsten (4-7 Jahre) werden entwicklungsgerecht in der Ninja-Kids Gruppe an den Sport heran geführt.

Information bekommt man im Internet unter www.karate-nordhausen.de, per Telefon NDH 60 47 36 oder einfach mal zu den Trainingszeiten in der Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums (Oberstufe) in der Blasiistraße vorbeischauen.
Sven Schröter, Karate-Do-Kwai Nordhausen
Autor: red

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