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nnz-Ergebnisdienst: Kegeln

Jubel und Enttäuschung dicht beisammen

Montag, 07. November 2016, 18:47 Uhr
Dieser Spieltag im Kegeln hatte es in sich. Erwartungen, auch aus Sicht der fünf im Einstz befindlichen Kreisvertreter, erfülten sich oder endeten mit herben Enttäuschungen. Enttäuscht waren die Frauen der TSG Salza und die Senioren-Zweite des Nordhäuser SV - deutliche Niederlagen nach schwachen Leistungen...


Die nach ihren jüngsten Erfolgen hochgesteckten Erwartungen dagegen erfüllten sich für die Männer der SG Bleicherode/Sollstedt und die Senioren der TSG Salza. Sie holten sich überlegene Siege und beide stehen an der Tabellenspitze ihrer Staffeln. Aufatmen bei der Senioren-Ersten des NSV. Nach einem Wellenbad der Gefühle im Spiel gegen Meiningen kam sie noch zum gücklichen Sieg.

Salzaer Frauen scheitern im Räumen

Toni Herrmann konnte doch spielen und löste ihre Aufgabe auch sehr sicher mit 3:1 Bahnpunkten. Auch Ines Werner konnte ihr Duell trotz geringerer Gesamtholzzahl mit 3:1 für sich entscheiden.

Und dennoch mussten sich die Salzaer Frauen wie schon im letzten Jahr in Gebesee geschlagen geben. Das erste Paar hatte diesmal einen rabenschwarzen Tag erwischt. Heike Hase hatte vier Bahnen lang keine Chance, leistete sich insgesamt 20 Fehlwürfe. Steffi Boenki fing ganz gut an, gewann Bahn Eins deutlich mit 122:104 Holz. Danach aber ging nicht mehr viel und sie war der Tagesbesten Sindy Nowak noch deutlich unterlegen.

Auch sie leistete sich mit 10 ungewohnt viele Fehlwürfe. Mit fast 100 Holz Rückstand gab es für das zweite Salzaer Paar kaum noch Aufholchancen. Das versuchte dann aber das nahezu Unmögliche dennoch zu schaffen. Und als beide Salzaerinnen ihre ersten beiden Bahnen sicher gewonnen hatten kam auch noch einmal leise Hoffnung auf. Eine völlig verkorkste und mit 88:150 verlorene dritte Bahn von Ines Werner machte diese Hoffnung aber schlagartig wieder zunichte. Ines fing sich danach zwar wieder, holte sich Bahn Vier und den Punkt. Aber der Holzrückstand war nicht mehr aufzuholen. Bei Toni Herrmann war nach drei gewonnenen Bahnen auch die Luft raus. Das Spiel war ja schon verloren und so tat ihr ihre verlorene letzten Bahn auch nicht mehr sonderlich weh. Die gravierende Salzaer Räumschwäche – 544:623 Holz bei 56 Fehlwürfen! - war an diesem schwarzen Tag für die TSG der Genickschuss.

Landesliga Frauen 120 Wurf
KSV 1955 Gebesee – TSG Salza 4:2 (1989:1880/9:7)
Heike Hase 0:1 (439:493/0:4)
Steffi Boenki 0:1 (469:512/1:3)
Ines Werner 1:0 (474:498/3:1)
Toni Herrmann 1:0 (498:486/3:1)

SG nach fünftem Sieg in Folge weiter an der Spitze

Die Siegesserie hält. Mit einem überzeugenden 6:2 im Heimspiel gegen den KC Leimbach gelang den Männern der SG Bleicherode/Sollstedt schon der fünfte volle Erfolg in Folge und damit zugleich die Verteidigung der Tabellenspitze in der 1. Landesklasse Staffel Vier. Der Sieg stand bereits nach zwei Durchgängen fest, denn die ersten beiden SG-Paare gewannen ihre Spiele sicher und holten neben den vier Mannschaftspunkten einen deutliche Vorsprung von 103 Holz heraus.

Die beiden Namensvettern Maik und Daniel Schäfer spielen je sehr gute 513 Holz, wobei Daniel härteren Wiederstand zu knacken hatte, zwei Bahnen seinem Gegner überlassen musste. Im zweiten Paar konnte diesmal auch Maik Jalowski überzeugen. Zusammen mit Rainer König, der nach schwachem Auftakt bestens ins Spiel fand, sorgte er für die Vorentscheidung. Das dritte SG-Paar sorgte dann kurz noch einmal für Luftanhalten beim Gastgeber. Die erste Bahn ging klar an die Gäste.

Vor allem das 96:144 von Hanjo Sinzel verhieß nichts Gutes. 59 Holz vom Vorsprung waren auf einen Schlag weg. Hanjo kämpfte sich aber schnell zurück, musste zwar den Punkt abgeben aber mit nur geringem Abstand. Uwe Schäfer spielte eine starke zweite Bahn, blieb aber danach gegen die Tagesbesten Andreas Fleischhauer chancenlos. Am Sieg der SG aber gab es schon seit der zweiten Bahn keine Zweifel mehr.

1. Landesklasse Männer 120 Wurf
SG Bleicherode/Sollstedt – KC 90 Leimbach 6:2 (2969:2916/15,5:8,5)
Maik Schäfer 1:0 (513:473/4:0)
Daniel Schäfer 1:0 (513:490/2:2)
Maik Jalowski 1:0 (493:460/3,5:0,5)
Rainer König 1:0 (498:491/3:1)
Uwe Schäfer 0:1 (481:519/1:3)
Hanjo Sinzel 0:1 (471:483/2:3)

NSV mit glücklichem Revanchesieg über Meiningen

In der Verbandsliga 100 Wurf der Senioren gab es zwischen Titelverteidiger Nordhäuser SV und Vorjahresvize SV 1970 Meiningen das erwartet harte Match. Im Vorjahr war der NSV im Heimspiel unterlegen gewesen. Diesmal gelang mit viel Glück die Revanche und die Nordhäuser halten damit weiter mit nur zwei Punkten Rückstand als Tabellenvierter direkten Kontakt zur Tabellenspitze. Im ersten Paar ging es zunächst sehr bescheiden los.

Roland Rahn hatte einen ganz schlechten Tag, fand nie zu gewohnter Sicherheit. Seinem Kontrahenten aber ging es noch schlechter. Auch Kapitän Reiner Hagemeier startete sehr schlecht. Sechs Fehler auf der ersten Bahn im Räumen, das war für ihn mehr als ungewöhnlich. Beim Bahnwechsel hatte er 20 Holz Rückstand. Dann fand er aber zum Glück doch noch zu gewohnter Form und kam mit den letzten Würfen noch zum Ausgleich. Mit gerademal 11 Zühlern Vorsprung ging es in den zweiten Durchgang. Hier tat sich Uwe Schmögner durchweg schwer, musste sich am Ende dem besten Meininger Jens Kiel auch deutlich geschlagen geben. Wesentlich besser ging es bei Rainer Wille los.

Starke 165 Holz in die Vollen. Um aber im Räumen wieder gehörig Federn lassen zu müssen. Die Meininger witterten Morgenluft und zogen bis zum Bahnwechsel um 20 Zähler vorbei. Es drohte die erneute Niederlage. Doch während Uwe Schmögner wie schon gesagt weiter seine Probleme hatte war Rainer Wille, wie er selber einschätzte, fortan mit dem Glück im Bunde. Erneut 165 Volle und dann noch erstklassige 90 Räumer hinten drauf zur überlegenen Tagesbestmarke von 482 Holz. Da konnten auch die weiter gut räumenden Meininger nicht ganz mithalten und Nordhausen zog wieder knapp zum Gesamtsieg vorbei.

Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV – SV 1970 Meiningen 1698:1680
Roland Rahn 382:371

Reiner Hagemeier 425:425
Rainer Wille 482:441
Uwe Schmögner 409:443

Dem Höhenflug folgte der Absturz

Mit starken 1720 Mannschaftsholz hatte die NSV-Zweite zuletzt in Weißensee gewonnen. Eine Bestätigung dieser Leistung blieb allerdings aus. Ganz im Gegenteil. Im Heimspiel gegen die punktgleichen Exdorfer gab es einen regelrechten Absturz. Fast 200 Holz weniger und alle vier Einzelspiele gingen verloren.

Spielentscheidend schon das Duell im ersten Paar zwischen Klaus Wilke und Jürgen Hofmann. Der Nordhäuser kam überhaupt nicht in die Gänge, geriet von der ersten Kugel an deutlich in Rückstand und bettelte regelrecht um Auswechslung. Nach 45 Wurf wurde er endlich erlöst. Abwechsler Steffen Kratzien weckte sofort Hoffnungen, räumte mit den verbleibenden fünf Wurf noch starke 17 Punkte. Nach dem Bahnwechsel aber war auch seine Herrlichkeit vorbei. Am Ende standen niederschmetternde 330 Holz an der Tafel.

Und da auch Ingo Koudele unglücklich kämpfte und um zwei Holz verlor war das Spiel schon entschieden. Auch das zweite Nordhäuser Paar musste schließlich noch die Überlegenheit der Gäste anerkennen. Die stellten mit Axel Walter sogar noch den überragenden Tagesbesten mit 445 Holz.

Landesliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV II – KC Exdorf 1524:1660
Ingo Koudele 389:391
Klaus Wilke/Steffen Kratzien 330:424
Rainer Gebhardt 390:410
Heinz Schulz 415:445

Salzas Senioren stürmten an die Tabellenspitze

Die Senioren der TSG Salza wurden bei der 2. Mannschaft desTSV Motor Gispersleben ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht, landeten einen überlegenen Sieg und übernahmen durch die überraschende 1:5-Niederlage des USV Jena in Langula zugleich die Tabellenspitze in der Landesliga 120 Wurf. Etwas überraschend war das Spiel nach dem ersten Durchgang aber noch nicht entschieden. Denn Wolfgang Heinze hatte einen schwachen Tag, ließ gegen den Besten der Gastgeber Wolfgang Neumann vor allem im Räumen zu viel stehen.

Eine glatte Vier-Satz-Niederlage und ein Minus von 40 Holz. So führte Salza trotz des klaren Sieges von Dieter Werner nur mit 15 Zählern Vorsprung. Die vier Bahnpunkte von Wolfgang Neumann blieben aber die einzigen für die Gastgeber, denn im zweiten Durchgang dominierten die beiden Salzaer nach Belieben. Überragend diesmal mit einer tollen Serie von 138, 133, 135 und 137 Holz für die vier Bahnen Kapitän Rainer Schubert. Karl-Heinz Meister brauchte zunächst einige Anlaufzeit ohne dabei jedoch in Bedrängnis zu geraten. Ab Bahn Drei war auch er dann richtig in Gang. Beide gewannen ihre Spiele mit je rund 90 Holz Vorsprung. Deutlicher geht es kaum.

Landesliga Senioren 120 Wurf
TSV Motor Gispersleben II – TSG Salza 1:5 (1798:1996/4:12)
Dieter Werner 1:0 (508:453/4:0)
Wolfgang Heinze 0:1 (457:497/0:4)
Karl-Heinz Meister 1:0 (488:397/4:0)
Rainer Schubert 1:0 (543:451/4:0)
Uwe Tittel
Autor: red

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