Rolandsfest 2017
Eine erste bittere Nachlese
Montag, 07. November 2016, 14:33 Uhr
Ja, Sie lesen richtig: Für das Rolandsfest im kommenden Jahr bietet die nnz an dieser Stelle bereits eine erste Nachlese an...
Am 26. September hatte die nnz das erste Mal über die Ausschreibung zum nächsten Rolandsfest berichtet. Bereits da war eigentlich klar, dass es für dieses Konzept, das die Stadt von allen finanziellen Beteiligungen befreit und den eventuellen Veranstalter das volle Risiko tragen lässt, kaum Bewerbungen gibt. Und so kam es: In der vergangenen Woche musste das Rathaus auf nnz-Nachfrage zugeben, dass es keinen Bewerber in der vorgegebenen Frist gegeben habe.
Eine Ausschreibung hatte damals auch eine Agentur aus Erfurt erhalten. Deren Fachleute sahen sich sowohl den Ausschreibungstext als auch die Matrix der Bewertung an und allesamt schüttelten nur noch den Kopf. "Unsere Agentur hat das Fest mit einer Chancen- und Risikoanalyse ausgewertet und ein Marketing- und Händlerkonzept sowie ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Sicherheitskonzept ausgearbeitet", heißt es in dem Schreiben der Agentur an die Stadtverwaltung, das der nnz vorliegt.
"Leider würdigt das Bewertungssystem in der Ausschreibung diese Punkte nur unzureichend. So sollen 4 Punkte für eine bisher noch nicht praktizierte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Nordhausen und unserer Agentur vergeben werden", sagt Maik Scholkowsky auf Anfrage der nnz. Weiter werde das Sicherheitskonzept gemeinsam mit der Abfallbeseitigung bepunktet und das in der heutigen Zeit mit all ihren Spannungen. Scholkowsky weiter: Kurios ist schon, dass das Marketingkonzept lediglich mit maximal zwei Punkten bewertet wird, die in die Gesamtpunktzahl einfließen werden. Zwischenfazit: Eine neue Agentur schneidet automatisch schlechter ab, weil sie noch nie mit der Stadt zusammengearbeitet hat, dafür ist deren Marketingkonzept - selbst wenn es erfolgreich erscheint - nahezu uninteressant. "Mit unseren überzeugenden Marketingkonzepten gewinnen wir Werbekunden und Medienpartner. Dadurch können wir auf unseren Volksfesten Konzerte mit Künstlern wie Stefanie Heinzmann, Laith Al Deen, Max Mutzke und Christina Stürmer kostenfrei anbieten", konstatierten die Erfurter in dem Schreiben an das Rathaus und gaben der Verwaltung sozusagen eine Handlungsempfehlung kostenfrei an die Hand:
"Das Rolandfest hat die Grundvoraussetzung, verstärkt Gäste aus dem Eichsfeld, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu rekrutieren. Aus diesem Publikumssegment müssen Wiederholungsbesucher für Theater, Badehaus, die Einkaufzentren und die wundervolle Altstadt gemacht werden. Die kulturellen, touristischen und kommerziellen Einrichtungen der Stadt sollten von diesem Event nachhaltig profitieren."
Die Agentur will den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen und zeigt sich an einer weiteren Zusammenarbeit sehr interessiert, dennoch: "Wir nehmen aber an dieser Ausschreibung nicht teil."
Peter-Stefan Greiner
Autor: redAm 26. September hatte die nnz das erste Mal über die Ausschreibung zum nächsten Rolandsfest berichtet. Bereits da war eigentlich klar, dass es für dieses Konzept, das die Stadt von allen finanziellen Beteiligungen befreit und den eventuellen Veranstalter das volle Risiko tragen lässt, kaum Bewerbungen gibt. Und so kam es: In der vergangenen Woche musste das Rathaus auf nnz-Nachfrage zugeben, dass es keinen Bewerber in der vorgegebenen Frist gegeben habe.
Eine Ausschreibung hatte damals auch eine Agentur aus Erfurt erhalten. Deren Fachleute sahen sich sowohl den Ausschreibungstext als auch die Matrix der Bewertung an und allesamt schüttelten nur noch den Kopf. "Unsere Agentur hat das Fest mit einer Chancen- und Risikoanalyse ausgewertet und ein Marketing- und Händlerkonzept sowie ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Sicherheitskonzept ausgearbeitet", heißt es in dem Schreiben der Agentur an die Stadtverwaltung, das der nnz vorliegt.
"Leider würdigt das Bewertungssystem in der Ausschreibung diese Punkte nur unzureichend. So sollen 4 Punkte für eine bisher noch nicht praktizierte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Nordhausen und unserer Agentur vergeben werden", sagt Maik Scholkowsky auf Anfrage der nnz. Weiter werde das Sicherheitskonzept gemeinsam mit der Abfallbeseitigung bepunktet und das in der heutigen Zeit mit all ihren Spannungen. Scholkowsky weiter: Kurios ist schon, dass das Marketingkonzept lediglich mit maximal zwei Punkten bewertet wird, die in die Gesamtpunktzahl einfließen werden. Zwischenfazit: Eine neue Agentur schneidet automatisch schlechter ab, weil sie noch nie mit der Stadt zusammengearbeitet hat, dafür ist deren Marketingkonzept - selbst wenn es erfolgreich erscheint - nahezu uninteressant. "Mit unseren überzeugenden Marketingkonzepten gewinnen wir Werbekunden und Medienpartner. Dadurch können wir auf unseren Volksfesten Konzerte mit Künstlern wie Stefanie Heinzmann, Laith Al Deen, Max Mutzke und Christina Stürmer kostenfrei anbieten", konstatierten die Erfurter in dem Schreiben an das Rathaus und gaben der Verwaltung sozusagen eine Handlungsempfehlung kostenfrei an die Hand:
"Das Rolandfest hat die Grundvoraussetzung, verstärkt Gäste aus dem Eichsfeld, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu rekrutieren. Aus diesem Publikumssegment müssen Wiederholungsbesucher für Theater, Badehaus, die Einkaufzentren und die wundervolle Altstadt gemacht werden. Die kulturellen, touristischen und kommerziellen Einrichtungen der Stadt sollten von diesem Event nachhaltig profitieren."
Die Agentur will den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen und zeigt sich an einer weiteren Zusammenarbeit sehr interessiert, dennoch: "Wir nehmen aber an dieser Ausschreibung nicht teil."
Peter-Stefan Greiner
