Blasii-Kirche ist einsturzgefährdet
Mittwoch, 25. Juli 2001, 16:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Blasii-Kirche im Zentrum von Nordhausen ist seit gestern geschlossen. Das gesamte Gebäude ist einsturzgefährdet. nnz berichtet.
Die Stadt und die Kirchgemeinde sind sich einig. Wir können die Sicherheit für die Leute nicht mehr garantieren. Deshalb bleibt leider nur die Schließung, erklärte der Leiter des städtischen Bauordnungsamtes, Andreas-Johannes Czwack gegenüber der nnz. Zuvor hatte er sich mit Vertretern des Gemeindekirchenrates und des Pfarramtes getroffen. Auch die Glocken können in Zukunft nicht mehr geläutet werden. Pfarrer Karl-Heinz Nickschick: Selbst beim Gottesdienst kann es manchmal laut werden. Wir können nicht riskieren, dass die Kirche über den Leuten zusammenstürzt.
Die Kirchgemeinde hatte einen Fachmann mit der Prüfung des Gebäudes beauftragt. Am Montag kam vom Baustatiker die Nachricht, dass das System im Gebäude völlig aus dem Gleichgewicht geraten sei. Es bestehe die Gefahr, dass Wände teilweise oder ganz einstürzen können. Die Risse im Mauerwerk sieht man auch außen schon an manchen Stellen. Wenn eine Wand erst einmal fällt, stürzt die ganze Kirche ein, erklärt der Pfarrer und Birgit Bergt, Baupflegerin im Kirchenkreis Südharz, ergänzt: Dieses Dach - aus der unmittelbaren Nachkriegszeit - belastet noch zusätzlich die Standfestigkeit der Wände. Die letzten Arbeiten an St. Blasii hatte es kurz vor der Wende gegeben.
Die Schließung der Kirche ist eine sehr schmerzliche Entscheidung, meint Winfried Theuerkauf. Stadt und Kirchgemeinde werden jetzt gemeinsam nach einer Lösung suchen, damit die Kirche möglichst bald - zumindest teilweise - wieder genutzt werden könne. Auch der Blasii-Kirchplatz bleibt für längere Zeit gesperrt. Die Häuser und Garagen hinter der Kirche sind über eine Zufahrt erreichbar. Der Ort für Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen wird künftig die Altendorfer Kirche sein. Die Sanierung von St. Blasii stellt einen finanziellen Kraftakt dar. Unter dem Stichwort Blasii-Kirche können auf das Konto 31010090 bei der Kreissparkasse Nordhausen Spenden eingezahlt werden.
Autor: nnz
Die Stadt und die Kirchgemeinde sind sich einig. Wir können die Sicherheit für die Leute nicht mehr garantieren. Deshalb bleibt leider nur die Schließung, erklärte der Leiter des städtischen Bauordnungsamtes, Andreas-Johannes Czwack gegenüber der nnz. Zuvor hatte er sich mit Vertretern des Gemeindekirchenrates und des Pfarramtes getroffen. Auch die Glocken können in Zukunft nicht mehr geläutet werden. Pfarrer Karl-Heinz Nickschick: Selbst beim Gottesdienst kann es manchmal laut werden. Wir können nicht riskieren, dass die Kirche über den Leuten zusammenstürzt.Die Kirchgemeinde hatte einen Fachmann mit der Prüfung des Gebäudes beauftragt. Am Montag kam vom Baustatiker die Nachricht, dass das System im Gebäude völlig aus dem Gleichgewicht geraten sei. Es bestehe die Gefahr, dass Wände teilweise oder ganz einstürzen können. Die Risse im Mauerwerk sieht man auch außen schon an manchen Stellen. Wenn eine Wand erst einmal fällt, stürzt die ganze Kirche ein, erklärt der Pfarrer und Birgit Bergt, Baupflegerin im Kirchenkreis Südharz, ergänzt: Dieses Dach - aus der unmittelbaren Nachkriegszeit - belastet noch zusätzlich die Standfestigkeit der Wände. Die letzten Arbeiten an St. Blasii hatte es kurz vor der Wende gegeben.
Die Schließung der Kirche ist eine sehr schmerzliche Entscheidung, meint Winfried Theuerkauf. Stadt und Kirchgemeinde werden jetzt gemeinsam nach einer Lösung suchen, damit die Kirche möglichst bald - zumindest teilweise - wieder genutzt werden könne. Auch der Blasii-Kirchplatz bleibt für längere Zeit gesperrt. Die Häuser und Garagen hinter der Kirche sind über eine Zufahrt erreichbar. Der Ort für Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen wird künftig die Altendorfer Kirche sein. Die Sanierung von St. Blasii stellt einen finanziellen Kraftakt dar. Unter dem Stichwort Blasii-Kirche können auf das Konto 31010090 bei der Kreissparkasse Nordhausen Spenden eingezahlt werden.
