nnz-Ergebnisdienst: Kegeln
Überraschende Ergebnisse
Montag, 24. Oktober 2016, 16:25 Uhr
Der 5. Spieltag in den Landesspielklassen der Kegelerinnen und Kegler brachte aus Sicht der Südharz-Vertreter einige durchaus überraschende Ergebnisse. Freudig überraschten die Männer von der SG Bleicherode/Sollstedt und die 2. Seniorenmannschaft des Nordhäuser SV, deren Auswärssiege dank starker Leistungen nicht unbedingt zu erwarten waren...
Glänzend auch der Heimsieg der Salzaer Oldies. Eine unliebsame Überrschung dagegen für Senioren-Landesmeister NSV I, der in Sömmerda nach schwacher Mannschaftseistunmg schon die zweite Saisonniederage bezog. Keine Überraschung dagegen die Niederlage der NSV-Frauen in Thamsbrück.
Wir waren chancenlos, so Kapitän Tina Romhardt nach der Partie. Entschieden war das Spiel praktisch schon nach dem ersten Durchgang. Ersatzspielerin Birgit Galonska fand gegen die Tagesbeste Julia Schwarz leider nie zu gewohnter Form, musste einen hohen Holzrückstand hinnehmen. Und Nicole Hoffmann fehlte nach langer Trainingspause wieder im Räumen die nötige Sicherheit.
18 Fehwürfe waren einfach viel zu viel und kosteten bei geteilten Bahnsiegen knapp den möglichen Gesamterfolg. 0:2 und minus 72 Holz, das war für das zweite NSV-Paar eine zu große Hypothek, um sich noch eine Siegchance ausrechnen zu können. Tina Romhardt fand auch erst auf ihrer letzten Bahn zu gewohnter Leistung und Heike Fiedler konnte ihrer Gegnerin nur bis zur zweiten Bahn Paroli bieten. In die Vollen waren die vier Nordhäuserinnen den Gastgeberinnen völlig ebenbürtig. Doch im Räumen war man bei 46:25 Fehlwürfen mit 548:636 einfach zu schwach.
Landesliga Frauen 120 Wurf
Thamsbrücker SV 1922 – Nordhäuser SV 6:0 (1970:1881/12:4)
Nicole Hoffmann 0:1 (446:459/2:2)
Birgit Galonska 0:1 (467:526/0:4)
Tina Romhardt 0:1 (500:503/1:3)
Heike Fiedler 0:1 (468:482/1:3)
Und der am Ende Tagesbeste Daniel Schäfer hatte gegen den besten Wechmaer Frank Schmidt nur auf der dritten Bahn einen kleinen Hänger, absolvierte die drei anderen Bahnen mit jeweils über 140 Holz und gewann ebenfalls deutlich. Im Mittelpaar dann zwei überlegene 4:0-Siege für die SG durch Hans-Joachim Sinzel und Rainer König, deren Gegenspieler nicht die Spur einer Chance hatten. Im letzten Durchgang dann auch noch eine erneut glänzende Leistung vom Youngster Lucas Hauswald. Seine tollen 152 Holz auf der ersten Bahn waren das beste Einzelbahnergebnis des ersten Tages.
Vielleicht war er da über sich selber etwas erschrocken, denn die zweite Bahn musste er mit schwachen 108 Holz abgeben. Doch dann hatte er sich sofort wieder im Griff und holte überlegen den fünften Einzelsieg für die SG. Lediglich Maik Jalowski, der nie so richtig in Schwung kam, sich auf der ersten und dritten Bahn einen zu großen Rückstand einhandelte, fiel etwas ab und musste den Gastgebern den Ehrenpunkt überlassen.
1. Landesklasse Männer 120 Wurf
SSG Wechmar – SG Bleicherode/Sollstedt 1:7 (2911:3105/5:19)
Maik Schäfer 1:0 (524:494/3:1)
Daniel Schäfer 1:0 (537:525/3:1)
Hanjo Sinzel 1:0 (524:463/4:0)
Rainer König 1:0 (517:456/4:0)
Maik Jalowski 0:1 (473:494/2:2)
Lucas Hauswald 1:0 (530:479/3:1)
Sein Kontrahent Werner Petzka leistete sich zwar auch mit sieben reativ viele Fehler, räumte aber insgesamt wesentlich besser und konnte davon ziehen. Dennoch führten die Nordhäuser nach den ersten Durchgang mit 11 Punkten, weil Kapitän Reiner Hagemeier nach anfänglichen Mühen gut ins Spiel fand, im Gegensatz zu seinen Mannschaftskameraden sehr gut räumte und seinem Gegner 42 Holz abnahm. Im zweiten Durchgang ein zähes Ringen auf den ersten 50 Wurf. Karl-Josef Gleitze, zuletzt dreimal in Folge bester Nordhäuser, kam überhaupt nicht klar. Und auch Rainer Wille hinkte seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Dennoch beim letzten Bahnwechsel praktisch keine Veränderung.
Nordhausen führte weiter mit 10 Zählern. Doch dann ging nichts mehr. Karl-Josef Gleitze machte sich selber nach jedem schlechteren Wurf nervlich fertig und Rainer Wille hatte nun wieder die Mitte gepachtet. Kaum noch gelang ihm ein größerer Wurf, während bei seinem Gegner Frank Gießler jetzt die Achter und Neuner nur so purzelten. Es war zum Verzweifeln. Der Sömmerdaer war am Ende sowohl in die Vollen (303 Holz) als auch im Räumen (159) der Beste des Tages und sicherte mit seinem überlegenen Einzelsieg auch den Gastgebern noch den Gesamterfolg. Der NSV fiel damit nach der bereits zweiten Saisonniederlage auf Platz Fünf zurück, dicht gefolgt von den nun punktgleichen Sömmerdaern.
Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Sömmerdaer KSV – Nordhäuser SV 1693:1657
Roland Rahn 410:441
Reiner Hagemeier 441:399
Karl-Josef Gleitze 384:391
Rainer Wille 422:462
Mit Müh und Not schafften sie Resultate von knapp über 400 Holz, hatten damit aber überhaupt keine Chancen gegen die bestens aufgelegten Frank Stichling und Volkmar Horn. 69 Holz Rückstand für die NSV-Zweite nach dem ersten Paar. Da schienen schon wieder alle Messen gesungen. Doch so wie sich das erste NSV-Paar mit den Kugeln abmühte, so gut kam das zweite Paar mit den Spielgeräten klar.
R. Gebhardt (Foto: Uwe Tittel)
Rainer Gebhardt avancierte in Weißensee mit Tagesbestleistung zum Matchwinner
Rainer Gebhardt, oft ein Unsicherheistfaktor, begann sehr solide. Und Heinz Schulz legte eine ganz starke erste Bahn hin. Zusammen nahmen sie ihren Gegnern auf den ersten 50 Wurf schon 60 Zähler ab. Da war plötzlich wieder eine Chance da. Doch würde es nach dem Bahnwechsel auch so weiter gehen können? Ja und nein, wobei aber das Ja schließlich deutich überwog. Bei Heinz Schulz lief es nicht mehr ganz so gut, dennoch wurde ein sicherer Einzelsieg.
Aber was auf den anderen beiden Bahnen ablief, das war schier unglaublich. Rainer Gebhardt bekam einen Sahnelauf, demoralisierte seinen Gegner sichtlich. Schon stark in die Vollen, und dann noch überragende 106 Räumer, dabei mehrere glatte Neuner, und am Ende mit 462 Holz eine überragende Tagesbestleistung. Das Strahlen in seinem Gesicht wollte gar kein Ende mehr nehmen. Aber auch Heinz Schulz, zuletzt nicht in bester Verfassung, durfte sehr zufrieden sein. Zusammen hatten sie ihren Gegnern 107 Punkte abgenommen und so noch den siegbedeutenden klaren Vorsprung von 38 Holz heraus geholt.
Landesliga Senioren 100 Wurf
KSC 03 Weißensee – Nordhäuser SV II 1682:1720
Ingo Koudele 401:434
Klaus Wilke 402:438
Rainer Gebhardt 462:396
Heinz Schulz 455:414
Doch den Punkt ließ er sich gegen den jetzt deutlich zulegenden Georg Conrad nicht mehr nehmen. Im anderen Duell machte Wolfgang Heinze seine schwache Vorstellung vom Ausflug in die Kreisliga wenige Tage zuvor vergessen, ließ seinem Kontrahenten vier Bahnen lang nicht die Spur einer Chance. Allein 178 Räumer, das Beste an diesem Tage in dieser Teildisziplin. 2:0 und 92 Holz die klare Führung für Salza. Da konnte kaum noch etwas schief gehen. Ging auch nicht, denn Karl-Heinz Meister spielte wie ein Meister, degradierte seinen Gegner zum Azubi erstes Lehrjahr. Ein Traum sein Spiel in die Vollen mit 107 Holz auf der zweiten Bahn. Eine Acht oder gar Neun nach der anderen.
Im Räumen dann zwar ein kleiner Hänger, doch dann lief´s schon wieder. Sein Gegner hatte Null Chancen. Spannend an diesem Tag nur die Partie zwischen Rainer Schubert und Langulas Jürgen Hartung. Hier fiel die Entscheidung über den Einzelsieg erst mit dem vorletzten Wurf. Der TSG-Kapitän gewann zunächst die erste Bahn, hatte aber schon da viel Mühe, Konstanz in seine Würfe zu bekommen. Sein Kontrahent zog dann auf den nächsten beiden Bahnen knapp vorbei, führte mit 2:1 und vier Holz. In die Vollen holte sich Rainer Schubert mit 99:81 auf der letzten Bahn die Führung zurück. Im Räumen aber wurde es wieder eng.
Keine guten Anwürfe mehr beim Salzaer. Nur noch 26 Räumer, der schon fertig war als Jürgen Hartung noch zwei Würfe hatte und vor sich das volle Bild. Eine glatte Neun, was ihm ohne weiteres zuzutrauen war, und er hätte sich den Sieg holen können. Es wurde nur eine Acht und für Salza der 6:0-Sieg. Im Rückspiel bei uns wird wieder ein anderer Wind wehen. Das versprechen wir, so Langulas Mannschaftleiter mit Augenzwinkern. Gratulierte aber neidlos zur tollen Leistung der Salzaer, die in dem durchweg fairen und in angenehm lockerer Atmosphäre ausgetragenen Spiel den eigenen Bahnrekord nur um 12 Holz verfehlt hatten.
Landesliga Senioren 120 Wurf
TSG Salza – SV 1883 Langula II 6:0 (2091:1856/12:4)
Dieter Werner 1:0 (504:485/2:2)
Wolfgang Heinze 1:0 (530:457/4:0)
Karl-Heinz Meister 1:0 (539:400/4:0)
Rainer Schubert 1:0 (518:514/2:2)
Uwe Tittel
Autor: redGlänzend auch der Heimsieg der Salzaer Oldies. Eine unliebsame Überrschung dagegen für Senioren-Landesmeister NSV I, der in Sömmerda nach schwacher Mannschaftseistunmg schon die zweite Saisonniederage bezog. Keine Überraschung dagegen die Niederlage der NSV-Frauen in Thamsbrück.
NSV-Frauen ohne Chance beim Tabellenführer
In der Landesliga der Frauen war das Team des Nordhäuser SV beim noch ungeschagenen Tabellenführer Thamsbrücker SV weiter von einer Überraschung entfernt, als man zu hoffen gewagt hatte.Wir waren chancenlos, so Kapitän Tina Romhardt nach der Partie. Entschieden war das Spiel praktisch schon nach dem ersten Durchgang. Ersatzspielerin Birgit Galonska fand gegen die Tagesbeste Julia Schwarz leider nie zu gewohnter Form, musste einen hohen Holzrückstand hinnehmen. Und Nicole Hoffmann fehlte nach langer Trainingspause wieder im Räumen die nötige Sicherheit.
18 Fehwürfe waren einfach viel zu viel und kosteten bei geteilten Bahnsiegen knapp den möglichen Gesamterfolg. 0:2 und minus 72 Holz, das war für das zweite NSV-Paar eine zu große Hypothek, um sich noch eine Siegchance ausrechnen zu können. Tina Romhardt fand auch erst auf ihrer letzten Bahn zu gewohnter Leistung und Heike Fiedler konnte ihrer Gegnerin nur bis zur zweiten Bahn Paroli bieten. In die Vollen waren die vier Nordhäuserinnen den Gastgeberinnen völlig ebenbürtig. Doch im Räumen war man bei 46:25 Fehlwürfen mit 548:636 einfach zu schwach.
Landesliga Frauen 120 Wurf
Thamsbrücker SV 1922 – Nordhäuser SV 6:0 (1970:1881/12:4)
Nicole Hoffmann 0:1 (446:459/2:2)
Birgit Galonska 0:1 (467:526/0:4)
Tina Romhardt 0:1 (500:503/1:3)
Heike Fiedler 0:1 (468:482/1:3)
SG stürmt zum dritten Auswärtssieg in Folge
Die Männer der SG Bleicherode/Sollstedt schwimmen weiter auf der Erfolgswelle. Bei der eigentlich als sehr heimstark geltenden Mannschaft der SSG Wechmar gelang mit einer erneut überzeugenden Mannschaftsleistung von wieder über 3100 Holz der dritte Auswärtssieg im dritten Auswärtsspiel in Folge. Und mit dem vierten Sieg im fünften Saisonspiel übernahm die SG vorerst wieder die Tabellenführung in der 1. Landesklasse. Der Sieg stand schon nach zwei Durchgängen fest. Da führte die SG bereits mit 4:0 Mannschaftspunkten und uneinholbaren 164 Holz. Maik Schäfer hatte sich zunächst auf seiner ersten Bahn noch knapp geschlagen geben müssen, beherrschte seinen Widerpart danach aber sicher.Und der am Ende Tagesbeste Daniel Schäfer hatte gegen den besten Wechmaer Frank Schmidt nur auf der dritten Bahn einen kleinen Hänger, absolvierte die drei anderen Bahnen mit jeweils über 140 Holz und gewann ebenfalls deutlich. Im Mittelpaar dann zwei überlegene 4:0-Siege für die SG durch Hans-Joachim Sinzel und Rainer König, deren Gegenspieler nicht die Spur einer Chance hatten. Im letzten Durchgang dann auch noch eine erneut glänzende Leistung vom Youngster Lucas Hauswald. Seine tollen 152 Holz auf der ersten Bahn waren das beste Einzelbahnergebnis des ersten Tages.
Vielleicht war er da über sich selber etwas erschrocken, denn die zweite Bahn musste er mit schwachen 108 Holz abgeben. Doch dann hatte er sich sofort wieder im Griff und holte überlegen den fünften Einzelsieg für die SG. Lediglich Maik Jalowski, der nie so richtig in Schwung kam, sich auf der ersten und dritten Bahn einen zu großen Rückstand einhandelte, fiel etwas ab und musste den Gastgebern den Ehrenpunkt überlassen.
1. Landesklasse Männer 120 Wurf
SSG Wechmar – SG Bleicherode/Sollstedt 1:7 (2911:3105/5:19)
Maik Schäfer 1:0 (524:494/3:1)
Daniel Schäfer 1:0 (537:525/3:1)
Hanjo Sinzel 1:0 (524:463/4:0)
Rainer König 1:0 (517:456/4:0)
Maik Jalowski 0:1 (473:494/2:2)
Lucas Hauswald 1:0 (530:479/3:1)
Zweite Saisonpleite für den Titelverteidiger
Ein rabenschwarzer Tag der NSV-Senioren bei ihrem Gastspiel in Sömmerda. Der Titelverteidiger und klare Favorit in dieser Partie kam nur durch Kapitän Reiner Hagemeier zu einem Einzelsieg und musste sich mit bescheidenen 1657 Mannschaftsholz deutlich geschlagen geben. Entscheidend das schwache und mit 510:550 Holz klar verlorene Räumen. Das ging schon bei Roland Rahn los. Starke 298 Volle aber nur 112 Räumer bei 12 Fehlwürfen.Sein Kontrahent Werner Petzka leistete sich zwar auch mit sieben reativ viele Fehler, räumte aber insgesamt wesentlich besser und konnte davon ziehen. Dennoch führten die Nordhäuser nach den ersten Durchgang mit 11 Punkten, weil Kapitän Reiner Hagemeier nach anfänglichen Mühen gut ins Spiel fand, im Gegensatz zu seinen Mannschaftskameraden sehr gut räumte und seinem Gegner 42 Holz abnahm. Im zweiten Durchgang ein zähes Ringen auf den ersten 50 Wurf. Karl-Josef Gleitze, zuletzt dreimal in Folge bester Nordhäuser, kam überhaupt nicht klar. Und auch Rainer Wille hinkte seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Dennoch beim letzten Bahnwechsel praktisch keine Veränderung.
Nordhausen führte weiter mit 10 Zählern. Doch dann ging nichts mehr. Karl-Josef Gleitze machte sich selber nach jedem schlechteren Wurf nervlich fertig und Rainer Wille hatte nun wieder die Mitte gepachtet. Kaum noch gelang ihm ein größerer Wurf, während bei seinem Gegner Frank Gießler jetzt die Achter und Neuner nur so purzelten. Es war zum Verzweifeln. Der Sömmerdaer war am Ende sowohl in die Vollen (303 Holz) als auch im Räumen (159) der Beste des Tages und sicherte mit seinem überlegenen Einzelsieg auch den Gastgebern noch den Gesamterfolg. Der NSV fiel damit nach der bereits zweiten Saisonniederlage auf Platz Fünf zurück, dicht gefolgt von den nun punktgleichen Sömmerdaern.
Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Sömmerdaer KSV – Nordhäuser SV 1693:1657
Roland Rahn 410:441
Reiner Hagemeier 441:399
Karl-Josef Gleitze 384:391
Rainer Wille 422:462
Rainer Gebhardts phänomenale zweite Bahn
Die 2. Seniorenmannschaft des Nordhäuser SV kann doch noch gewinnen. Und kann sogar noch richtig gut spielen. Ein Ergebnis von über 1700 Mannschaftspunkten jedenfalls gab es lange nicht. Und nach dem ersten Durchgang in Weißensee sah es auch noch gar nicht danach aus. Ingo Koudele und Kaus Wilke brauchten lange, um mit den sehr glatten Kugeln einigermaßen klar zu kommen.Mit Müh und Not schafften sie Resultate von knapp über 400 Holz, hatten damit aber überhaupt keine Chancen gegen die bestens aufgelegten Frank Stichling und Volkmar Horn. 69 Holz Rückstand für die NSV-Zweite nach dem ersten Paar. Da schienen schon wieder alle Messen gesungen. Doch so wie sich das erste NSV-Paar mit den Kugeln abmühte, so gut kam das zweite Paar mit den Spielgeräten klar.
R. Gebhardt (Foto: Uwe Tittel)
Rainer Gebhardt avancierte in Weißensee mit Tagesbestleistung zum Matchwinner
Rainer Gebhardt, oft ein Unsicherheistfaktor, begann sehr solide. Und Heinz Schulz legte eine ganz starke erste Bahn hin. Zusammen nahmen sie ihren Gegnern auf den ersten 50 Wurf schon 60 Zähler ab. Da war plötzlich wieder eine Chance da. Doch würde es nach dem Bahnwechsel auch so weiter gehen können? Ja und nein, wobei aber das Ja schließlich deutich überwog. Bei Heinz Schulz lief es nicht mehr ganz so gut, dennoch wurde ein sicherer Einzelsieg.
Aber was auf den anderen beiden Bahnen ablief, das war schier unglaublich. Rainer Gebhardt bekam einen Sahnelauf, demoralisierte seinen Gegner sichtlich. Schon stark in die Vollen, und dann noch überragende 106 Räumer, dabei mehrere glatte Neuner, und am Ende mit 462 Holz eine überragende Tagesbestleistung. Das Strahlen in seinem Gesicht wollte gar kein Ende mehr nehmen. Aber auch Heinz Schulz, zuletzt nicht in bester Verfassung, durfte sehr zufrieden sein. Zusammen hatten sie ihren Gegnern 107 Punkte abgenommen und so noch den siegbedeutenden klaren Vorsprung von 38 Holz heraus geholt.
Landesliga Senioren 100 Wurf
KSC 03 Weißensee – Nordhäuser SV II 1682:1720
Ingo Koudele 401:434
Klaus Wilke 402:438
Rainer Gebhardt 462:396
Heinz Schulz 455:414
Salza gelingt eindrucksvolle Revanche
Zweimal mehr als deutlich mit 1:5 hatten sich die Senioren der TSG Salza in der letzten Saison der 2. Mannschaft des SV Langula beugen müssen. Würde dieses Trauma bei den Gastgebern nachwirken, das war die Frage vor der Neuauflage dieses Duells am Sonnabend auf der Bahn an der Wertherhalle. Es wirkte nicht und schon nach dem ersten Paar war klar, das es die erste erfolgreiche Revanche werden würde. Dieter Werner begann gewohnt gut, gewann sicher die ersten beiden Bahnen, hatte dann allerdings Probleme mit dem Wurfarm.Doch den Punkt ließ er sich gegen den jetzt deutlich zulegenden Georg Conrad nicht mehr nehmen. Im anderen Duell machte Wolfgang Heinze seine schwache Vorstellung vom Ausflug in die Kreisliga wenige Tage zuvor vergessen, ließ seinem Kontrahenten vier Bahnen lang nicht die Spur einer Chance. Allein 178 Räumer, das Beste an diesem Tage in dieser Teildisziplin. 2:0 und 92 Holz die klare Führung für Salza. Da konnte kaum noch etwas schief gehen. Ging auch nicht, denn Karl-Heinz Meister spielte wie ein Meister, degradierte seinen Gegner zum Azubi erstes Lehrjahr. Ein Traum sein Spiel in die Vollen mit 107 Holz auf der zweiten Bahn. Eine Acht oder gar Neun nach der anderen.
Im Räumen dann zwar ein kleiner Hänger, doch dann lief´s schon wieder. Sein Gegner hatte Null Chancen. Spannend an diesem Tag nur die Partie zwischen Rainer Schubert und Langulas Jürgen Hartung. Hier fiel die Entscheidung über den Einzelsieg erst mit dem vorletzten Wurf. Der TSG-Kapitän gewann zunächst die erste Bahn, hatte aber schon da viel Mühe, Konstanz in seine Würfe zu bekommen. Sein Kontrahent zog dann auf den nächsten beiden Bahnen knapp vorbei, führte mit 2:1 und vier Holz. In die Vollen holte sich Rainer Schubert mit 99:81 auf der letzten Bahn die Führung zurück. Im Räumen aber wurde es wieder eng.
Keine guten Anwürfe mehr beim Salzaer. Nur noch 26 Räumer, der schon fertig war als Jürgen Hartung noch zwei Würfe hatte und vor sich das volle Bild. Eine glatte Neun, was ihm ohne weiteres zuzutrauen war, und er hätte sich den Sieg holen können. Es wurde nur eine Acht und für Salza der 6:0-Sieg. Im Rückspiel bei uns wird wieder ein anderer Wind wehen. Das versprechen wir, so Langulas Mannschaftleiter mit Augenzwinkern. Gratulierte aber neidlos zur tollen Leistung der Salzaer, die in dem durchweg fairen und in angenehm lockerer Atmosphäre ausgetragenen Spiel den eigenen Bahnrekord nur um 12 Holz verfehlt hatten.
Landesliga Senioren 120 Wurf
TSG Salza – SV 1883 Langula II 6:0 (2091:1856/12:4)
Dieter Werner 1:0 (504:485/2:2)
Wolfgang Heinze 1:0 (530:457/4:0)
Karl-Heinz Meister 1:0 (539:400/4:0)
Rainer Schubert 1:0 (518:514/2:2)
Uwe Tittel
