Welt-Osteoporose-Tag in der HELIOS Klinik
Großes Interesse
Freitag, 21. Oktober 2016, 06:36 Uhr
Der Hörsaal platzte am Donnerstagnachmittag aus allen Nähten, als rund 100 Besucherinnen und Besucher der Einladung in die HELIOS Klinik Bleicherode zum Welt-Osteoporose-Tag folgten. Um 14 Uhr ging es sportlich los...
In der Rückenschule testeten die Teilnehmer ihre Fitness und durchliefen einen Parcours, der Gleichgewicht, Stabilität und Koordination testete. Im Anschluss begrüßte Anke Graß, Osteologin und Oberärztin für Orthopädie, die Patienten, Angehörigen und Interessierten und sprach über Behandlung, moderne medikamentöse Therapie und Prävention.
Osteoporose ist eine Erkrankung, die überwiegend in der zweiten Lebenshälfte und durch vermehrte Knochenbrüchigkeit in Erscheinung tritt. Die Knochenkrankheit kann genetische Ursachen haben. Die Hauptursache für den Knochensubstanzverlust liegt jedoch am Östrogenmangel in der Menopause. Sowohl bei Männern, als auch bei Frauen können zudem Alterungsprozesse, Lebensstil oder auch andere Krankheiten bzw. die damit verbundenen Medikamenteneinnahmen zu Knochensubstanzverlust führen.
Zur Prävention sowie für die unterstützende Osteoporosebehandlung ist eine bewusste und auf bestimmte Nährstoffe ausgerichtete Ernährung wichtig. Kalzium, Kalium, Magnesium, Fluor, Vitamin D und Vitamin B sind essenzielle Nährstoffe, auf die es ankommt, sagt Cathrin Hackel, Diätassistentin der HELIOS Klinik Sangerhausen. Milch und Milchprodukte, speziell Quark, Joghurt und Kefir bieten optimale Kalziummengen und sind nicht zu fetthaltig. Auch Gemüse, wie Grünkohl, Kresse oder Brokkoli sind wahre Kalziumspender. Auf Fisch sollte ebenfalls nicht verzichtet werden.
Neben Kalzium sind Magnesium und Kalium wichtige Nährstoffe für eine osteoporosebewusste Ernährung. Diese sind in Kartoffeln, Obst, Gemüse und getrockneten Früchten enthalten. Magnesiumreiche Produkte sind darüber hinaus Nüsse, Mandeln, Hefe und Kakao. Viele ältere Menschen leiden zudem unter einem Eiweismangel. Vor allem pflanzliche Eiweislieferanten sollten neben Fleisch und Wurst auf dem Speiseplan stehen. Diese sind in Kartoffeln, Haferflocken und Soja enthalten. Bei allen Nährstoffen gilt jedoch, immer in Maßen, nicht in Massen.
Bewegung ist in jedem Alter und bei jedem Gesundheitszustand wichtig. Doch gerade für Osteoporosepatienten ist es ein absolutes Muss, da es für den Muskelaufbau sorgt. Zudem bekämpft Bewegung den Schmerz und bringt neue Vitalität, weiß Sandra Holberg-Busch, Leiterin der Physiotherapie in der HELIOS Klinik Bleicherode. Bewegung stärkt unsere Muskeln. Diese wiederum sind wichtig für eine gute Körperhaltung, Gleichgewicht und Beweglichkeit, welche Stürzen und somit Knochenbrüchen vorbeugen, erklärt die Physiotherapeutin. Doch welche Sportarten sind hilfreich? Wandern und schnelles Gehen, Skilanglauf, Tai Chi sind optimal. Gar nicht geeignet sind Mannschaftssportarten, wie Fuß- oder Handball. Auch stauchende Sportarten wie Tennis und Squash sollten eher vermieden werden. Dabei muss es nicht immer Sport sein. Regelmäßige Bewegung ist durchaus effektiv.
Sind alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft, hilft nur noch eine Operation. Und so sprach Wirbelsäulenchirurg Dr. Andreas Ubl über operative Therapiemöglichkeiten bei Osteoporose. Hierbei werden vor allem minimalinvasive Eingriffe, wie die Knochenzementauffüllung angewandt, auch Ballonkyphoplastie genannt. Ein Verfahren was nach drei bis sechs Wochen nach Versagen der konservativen Therapie zur Anwendung kommt. Ist der Bruch frisch oder nicht älter als zwei Monate alt, sind die Erfolgschancen sehr hoch und liegen bei 90 Prozent, sagt Dr. Ubl.
Autor: redIn der Rückenschule testeten die Teilnehmer ihre Fitness und durchliefen einen Parcours, der Gleichgewicht, Stabilität und Koordination testete. Im Anschluss begrüßte Anke Graß, Osteologin und Oberärztin für Orthopädie, die Patienten, Angehörigen und Interessierten und sprach über Behandlung, moderne medikamentöse Therapie und Prävention.
Osteoporose ist eine Erkrankung, die überwiegend in der zweiten Lebenshälfte und durch vermehrte Knochenbrüchigkeit in Erscheinung tritt. Die Knochenkrankheit kann genetische Ursachen haben. Die Hauptursache für den Knochensubstanzverlust liegt jedoch am Östrogenmangel in der Menopause. Sowohl bei Männern, als auch bei Frauen können zudem Alterungsprozesse, Lebensstil oder auch andere Krankheiten bzw. die damit verbundenen Medikamenteneinnahmen zu Knochensubstanzverlust führen.
Zur Prävention sowie für die unterstützende Osteoporosebehandlung ist eine bewusste und auf bestimmte Nährstoffe ausgerichtete Ernährung wichtig. Kalzium, Kalium, Magnesium, Fluor, Vitamin D und Vitamin B sind essenzielle Nährstoffe, auf die es ankommt, sagt Cathrin Hackel, Diätassistentin der HELIOS Klinik Sangerhausen. Milch und Milchprodukte, speziell Quark, Joghurt und Kefir bieten optimale Kalziummengen und sind nicht zu fetthaltig. Auch Gemüse, wie Grünkohl, Kresse oder Brokkoli sind wahre Kalziumspender. Auf Fisch sollte ebenfalls nicht verzichtet werden.
Neben Kalzium sind Magnesium und Kalium wichtige Nährstoffe für eine osteoporosebewusste Ernährung. Diese sind in Kartoffeln, Obst, Gemüse und getrockneten Früchten enthalten. Magnesiumreiche Produkte sind darüber hinaus Nüsse, Mandeln, Hefe und Kakao. Viele ältere Menschen leiden zudem unter einem Eiweismangel. Vor allem pflanzliche Eiweislieferanten sollten neben Fleisch und Wurst auf dem Speiseplan stehen. Diese sind in Kartoffeln, Haferflocken und Soja enthalten. Bei allen Nährstoffen gilt jedoch, immer in Maßen, nicht in Massen.
Bewegung ist in jedem Alter und bei jedem Gesundheitszustand wichtig. Doch gerade für Osteoporosepatienten ist es ein absolutes Muss, da es für den Muskelaufbau sorgt. Zudem bekämpft Bewegung den Schmerz und bringt neue Vitalität, weiß Sandra Holberg-Busch, Leiterin der Physiotherapie in der HELIOS Klinik Bleicherode. Bewegung stärkt unsere Muskeln. Diese wiederum sind wichtig für eine gute Körperhaltung, Gleichgewicht und Beweglichkeit, welche Stürzen und somit Knochenbrüchen vorbeugen, erklärt die Physiotherapeutin. Doch welche Sportarten sind hilfreich? Wandern und schnelles Gehen, Skilanglauf, Tai Chi sind optimal. Gar nicht geeignet sind Mannschaftssportarten, wie Fuß- oder Handball. Auch stauchende Sportarten wie Tennis und Squash sollten eher vermieden werden. Dabei muss es nicht immer Sport sein. Regelmäßige Bewegung ist durchaus effektiv.
Sind alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft, hilft nur noch eine Operation. Und so sprach Wirbelsäulenchirurg Dr. Andreas Ubl über operative Therapiemöglichkeiten bei Osteoporose. Hierbei werden vor allem minimalinvasive Eingriffe, wie die Knochenzementauffüllung angewandt, auch Ballonkyphoplastie genannt. Ein Verfahren was nach drei bis sechs Wochen nach Versagen der konservativen Therapie zur Anwendung kommt. Ist der Bruch frisch oder nicht älter als zwei Monate alt, sind die Erfolgschancen sehr hoch und liegen bei 90 Prozent, sagt Dr. Ubl.




