nnz-online

Panikmache

Montag, 02. August 2004, 14:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Als Panikmache bezeichnet der Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (WBG) die Äußerungen von Kommunalpolitikern, über den begonnenen Stadtumbau nachzudenken (siehe nnz-Archiv). Welche Weg die WGB gehen will, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick.


Die Verunsicherung hinsichtlich des künftigen Arbeitslosengeldes II sei so schon hoch genug bei den Betroffenen. Natürlich wird sich auch die WBG den neuen Bedingungen stellen, die Hartz IV mit sich bringt. Dies geschieht jedoch gemeinsam mit den Verantwortlichen im Landratsamt und in der Agentur für Arbeit. (Später dann mit der von diesen Ämtern zu bildenden gemeinsamen Gesellschaft)

Die Genossenschaft distanziert sich klar und eindeutig von der Meinung, das begonnene Rückbauprogramm in Nordhausen zu überdenken oder gar zu stoppen. Es werde mit der WGB keine Ghettoisierung in Nordhausen-Ost oder anderen Stadtteilen geben. Eher das Gegenteil werde der Fall sein. Besonders in Nordhausen „Ost“ gehen die Sanierungen weiter. Für das kommende Jahr sind erhebliche Mittel eingeplant, um den Standort attraktiver zu machen. Dazu gehört aber neben der Sanierung der Conrad-Fromann-Straße 5-10 auch der Abriss leerstehender Blöcke Am Roßmannsbach. Gerade diese Symbiose tritt einer sogenannten Ghetto-Bildung entgegen.

Weiterhin bietet die WBG allen Stadträten und Kreistagsmitgliedern Gespräche an. Hier kann aus Sicht der Wohnungswirtschaft dargelegt werden, welche Ursachen in erster Linie für den Wohnungsleerstand in Nordhausen verantwortlich sind und dass die Lösung nicht in der Erhaltung von Wohnungsbeständen liegt, die nicht zukunftsträchtig sind.

Der Vorstand der Genossenschaft geht davon aus, dass es auch nach dem Auslaufen einer Übergangsregelung bei der Miet-Unterstützung Mitte 2005 keine Umzugswelle in Nordhausen geben wird. Es würden sich immer Kompromisse finden lassen. Hierzu hofft die WBG auf die schon seit einigen Jahren sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Sozialamt und der Agentur für Arbeit. Der Sozialarbeiter der WBG, Manfred Mock, unterstützt auch zusätzlich den Umstellungsprozess bei den betroffenen Genossenschaftsmitglieder.

Die Wohnungsbaugenossenschaft stellt abschließend noch einmal klar heraus: Durch den besonnenen Umgang mit diesem Thema und die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern und der WBG soll sich auch in Zukunft an den allgemeinen guten Wohnbedingungen aller Genossenschaftsmitglieder nichts ändern!
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de