nnz-online
ES TAT SICH WAS NACH „TRAMPELPFADE, UNKRAUTDSCHUNGEL“

Aufgefallen, kritisiert, reagiert

Samstag, 15. Oktober 2016, 09:53 Uhr
Im Beitrag „Trampelpfade, Unkrautdschungel“ machte unsere Zeitung auf Tatsachen aufmerksam, die das Gesamtbild der Stadt negativ beeinträchtigen. Jetzt wurde reagiert...

Einsatz in der Justus-Jonas-Straße (Foto: Kurt Frank) Einsatz in der Justus-Jonas-Straße (Foto: Kurt Frank)
Einsatz in der Justus-Jonas-Straße

Nordhausen. Stadtverwaltung, Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) und Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) reagierten umgehend. Die von uns angesprochene ungepflegte Fläche zwischen Grimmel und Mühlhof befinde sich in Privatbesitz, schrieb Steffen Meyer, Sachgebietleiter Umwelt und Grünordnung im Rathaus.

Zwang zur Pflege privater Grundstücke könne durch die Stadtverwaltung nur in wenigen Ausnahmefällen ausgeübt werden, tat Meyer kund. Der Eigentümer besagter Fläche sei gebeten worden, Abhilfe zu schaffen. Siehe da, man glaubt es kaum: der Unkrautdschungel ist verschwunden. Warum nicht schon beizeiten?

Der unliebsame Trampelpfad Richtung ehemaliges Kaufhaus Magnet zur Bahnhofsstraße ist der Stadt ebenfalls ein Ärgernis. „Wir sind bemüht, gemeinsam mit dem Bauamt eine stadtplanerisch geeignete Lösung zu finden“, lässt Sachgebietsleiter Meyer wissen. Die Lösung, sind wir überzeugt, ist kinderleicht: Durchgehende Verbindung beider Bürgersteige herstellen. Als ein Mann der Tat sollte Steffen Meyer seiner Absicht bald die Tat folgen lassen.

Von der Wohnungsbaugenossenschaft meldete sich Vorstand Sven Dörmann, den Trampelpfad in der Hardenbergstraße neben der Hausnummer 49 betreffend. Man werde Abhilfe schaffen, versichert Dörmann. Er sieht in einer Bepflanzung mit Büschen eine Möglichkeit, Menschen davon abzuhalten, über Grünflächen zu schreiten. Wohnungswart Rene Paetzold, der sich sehr für Ordnung und Sauberkeit in seinem Zuständigkeitsbereich engagiert, favorisierte in einem Gespräch mit der nnz einen durchgehenden Bürgersteig als die bessere dauerhaftere Lösung.

Die WBG setzt auf mehr Grün und entschied sich für eine Heckenbepflanzung. In Dreierreihen. Das teilte uns Detlef Helbing mit. Er ist der Teamleiter Wohnungswarte. Noch im Herbst, bekräftigte er, will die Gärtnerei Müller/Sauer bei Ellrich die Pflanzaktion starten. Die verfestigte Trampelfläche werde man auflockern und erneut mit Rasen besäen.

Klaus Gorges von der Wohnungsbaugesellschaft (SWG) reagierte ebenfalls. Unsere Anfrage bezog sich auf den Unkrautbewuchs auf Bürgersteig und öffentlichen Pkw-Standplätzen parallel zum SWG-Wohnblock in der Justus-Jonas-Straße. In einer gemeinsamen Absprache sei man mit der Stadt übereingekommen, zunächst den Standplatz freizuhalten, um das Unkraut beseitigen zu können. Das erledige die Stadt. Die SWG bemühe sich um einen sauberen Bürgersteig.

Schon in den Morgenstunden um 7.30 Uhr starte gestern die Säuberungsaktion in der Justus-Jonas-Straße. Eingefunden hatten sich Mercedes Schalke, leitende Angestellte im Rundum-Dienstleistungsbetrieb (RUDI) mit ihren Leuten Andy Giese und Andre Lößner. Im Auftrag der Stadtverwaltung waren Dirk Polle, Steven Jeunke und Jania Ullrich mit Handwerkszeug am Werk. Klaus Gorges, bei der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) zuständig für Grünanlagen/Parkhäuser, und Mercedes Schalke waren am Ende der Aktion rundum zufrieden.

Trampelpfade sind unschön. Uneinsichtige Rasenlatscher lassen manchen Wohnungswart verzweifeln. Man könne nur an die Vernunft mancher Zeitgenossen appellieren, ein paar Schritte mehr auf den dafür vorgesehenen Gehwegen zurückzulegen, ist von SWG, WBG und Stadtverwaltung zu hören.

Dennoch sind sie gut beraten, ihre Bereiche im Auge zu behalten. Manch Unschöne ließe sich unbürokratisch und schnell beseitigen – ob nun Unkraut auf Gehwegen oder Parkplätzen, ungepflegte Vorgärtchen an Wohnblöcken oder Trampelpfade.
Kurt Frank
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de