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Feuerwehrauto in Betrieb genommen

Ein neues Fahrzeug für Woffleben

Samstag, 08. Oktober 2016, 16:23 Uhr
Ein Traum in Rot ist für die Woffleber Feuerwehr in Erfüllung gegangen. Am Samstag konnten die Wehrleute ihr neues Fahrzeug offiziell in Betrieb nehmen. Viele Woffleber und Gäste nahmen daran Anteil…

Das neue Fahrzeug wird unter Nebel enthüllt. (Foto: Susanne Schedwill) Das neue Fahrzeug wird unter Nebel enthüllt. (Foto: Susanne Schedwill)

Gut zehn Jahre mussten Wehrleiter Rüdiger Fuhrmann und seine Kameraden auf diesen Moment warten. „Es war ein langer Weg. Umso mehr freut es mich, dass wir heute endlich das neue Fahrzeug in Dienst stellen können“, sagte Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD).

Rund 120 000 Euro hat das neue Tragkraftspritzenfahrzeug gekostet.
Möglich war die Anschaffung nur dank der Landesfördermittel in Höhe von 44 000 Euro. Die Stadt Ellrich leistete einen Eigenanteil in Höhe von 76 000 Euro. „Am 16. September haben wir das Fahrzeug in Görlitz bei der Brandschutztechnik abgeholt, eine Woche später haben wir es in Betrieb genommen. Zum Einsatz ist es aber noch nicht gekommen“, sagte Ellrichs Stadtbrandmeister Tobias Hellmich.

Das Fahrzeug bietet Platz für bis zu sechs Mann, ist unter anderem ausgestattet mit einem Notstromaggregat, einer Lichtanlage, einem 750 Liter fassenden Wassertank und einer Tragkraftspritze.

Viele Jahre rückten die 13 Kameraden bei Einsätzen im mehrere Jahrzehnte alten Barkas B1000 aus, liebevoll auch Pflegefall genannt. Jetzt steht das 40 Jahre alte Fahrzeug aus DDR-Zeiten bei den Feuerwehrkollegen in Rothesütte, weil der TÜV deren alten LO 2000 stilllegte. Die Woffleber fuhren deshalb übergangsweise einen alten W 50. „Aber unser neues Fahrzeug, das können wir euch nicht leihen“, scherzte Wofflebens Wehrführer Rüdiger Fuhrmann gegenüber den Wehrleuten aus Rothesütte.

Das wird wohl auch nicht nötig sein. Denn auch die Tage des „Pflegefalls“ in Rothesütte sind gezählt: Gemeinsam mit dem Landkreis und der Servicegesellschaft will man für den kleinen Ellricher Ortsteil ein baugleiches Tragkraftspritzenfahrzeug anschaffen. Die Fördermittel seien bereits beim Landesverwaltungsamt beantragt, so Ehrhold. Eine Zusage, wann das Geld fließt, steht noch aus.
Autor: ssc

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